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Die Alben

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Rock - Erschienen am 1. Oktober 1968 | Legacy Recordings

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 1. Dezember 1967 | Legacy Recordings

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 1. Mai 1967 | Legacy Recordings

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 1. Januar 2010 | Legacy Recordings

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Pop - Erschienen am 4. März 2013 | Legacy Recordings

Hi-Res
In seiner Autobiographie "Does The Noise In My Head Bother You" erinnert sich Aerosmith-Frontmann Steven Tyler ehrfürchtig daran, wie er in einem Studio einst ein Mikrophon in der Hand hielt, das bereits Jimi Hendrix verwendet hatte. Und zwar auf der Toilette, als Sexspielzeug, mit einem Groupie. Wie sich das wohl angehört haben mag? Aus der vorliegenden Platte geht das nicht hervor. Da wird die übliche Hendrix-Kost geboten: die markante Stimme, die in einer unbestimmbaren Tonlage vor sich hin nuschelt, dennoch passt, der blubbernde Bass, das scheppernde Schlagzeug und natürlich das unübertroffene Gitarrenspiel, brillant wie eh und je. Das Album versammelt unveröffentlichtes Material (so behauptet zumindest das Label) aus den Jahren 1968 bis 1970. Was von der Aufmachung her also wie ein organisches Album anmutet, birgt nicht mehr als eine Sammlung von Demotapes, die an verschiedenen Orten mit unterschiedlicher Begleitung aufgenommen wurden. Wobei das meiste während der Vorbereitung für Hendrix' viertes Album mit dem Arbeitstitel "First Rays Of The New Rising Sun" in New York entstand. Seine Familie, die den Nachlass pflegt, veröffentlichte "Rays" 1997. Kurz vor seinem Tod hatte Hendrix 1970 ausgeplaudert, er habe noch mehr Material aufgenommen, das nicht darauf passte und das er für ein weitere Studioplatte, Arbeitstitel "People, Love & Angels", vorgesehen hatte. Ob die vorliegenden Stücke tatsächlich nicht schon auf dem einen oder anderen der unzähligen Hendrix-Bootlegs erschienen sind, bleibt zweitrangig. Die Verantwortlichen haben keine Mühe gescheut, das sicher nicht optimale Ausgangsmaterial bestmöglich zu präsentieren. Dafür, dass die Bänder bald 50 Jahre auf dem Buckel haben, klingt der Sound erstaunlich gut. So gut, dass stellenweise Zweifel aufkommen, ob da nicht im Nachhinein nachgeholfen wurde. Die Stücke an sich sind fast alle bekannt. "Hear My Train A' Comin" und "Bleeding Heart" waren erst vor drei Jahren auf dem "sensationellen" Vorgänger dieses Albums, "Valleys Of Neptune", zu hören. Hier wie dort bestand die Grundformation bei den Aufnahmen aus Hendrix, Billy Cox (Bass), Mitch Mitchell und/oder Buddy Miles (beide Schlagzeug). Dazu gesellten sich Freunde und Kollegen, darunter Stephen Stills am Bass auf "Somewhere". Letztendlich handelt es sich eher um Jam-Sessions als um fertig ausgearbeitete Songs. Erfahren "Bleeding Heart" und "Villanova Junction Blues" noch das unwürdige Ende vieler offiziellen Hendrix-Stücke, nämlich die Abwürgung durch Fading an einer willkürlichen Stelle, reißt "Let Me Move You" richtig mit – mit Hendrix, der am Mikrophon auf James Brown macht und sich, selbst an der Gitarre, mit Lonnie Youngblood am Saxophon "duelliert". Unüblich fällt auch das funkig-soulige "Mojo Man" aus, mit Albert Allen am Mikrophon, der Hendrix mit seinen Ghetto Fighters auf dem Stück begleitete. Laut Soundtechniker Eddie Kramer, der damals wie heute für die Aufnahmen verantwortlich zeichnete, soll es sich bei "People, Love & Angels" um die letzte posthume Platte mit unveröffentlichtem Studiomaterial handeln. Wobei noch mehrere Liveaufnahmen in der Schublade schlummern, die auch irgendwann an den Hörer gebracht werden sollen. Was letztlich ein wenig perplex macht ist weniger die Veröffentlichung, sondern ihre Form. Warum nicht all die Bänder gesammelt und mit toller Aufmachung veröffentlichen, wie es Neil Young mit seinem Frühwerk auf Archives Vol. 1 gemacht hat? Oder eine offizielle Bootleg-Series herausbringen, wie Bob Dylan? An der Musik gibt es natürlich wenig zu meckern, auch wenn das vorliegende Album keine neuen Erkenntnisse in Sachen Hendrix bringt. Abwarten, ob die Schublade irgendwann doch noch besagten Ausflug auf die Toilette preisgibt. Angeblich soll währenddessen ein Band mitgelaufen sein. Zumindest einer wäre daran interessiert: der alte Lüstling Steven Tyler. © Laut
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Rock - Erschienen am 22. November 2019 | Legacy Recordings

Hi-Res
Es war wohl ziemlich denkwürdig, wie man sich damals ein Gutes Neues wünschte: am 31. Dezember 1969 und am 1. Januar 1970 stand Jimi Hendrix auf der Bühne des New Yorker Fillmore East. An beiden Abenden finden jeweils zwei Konzerte statt, eines um 20 Uhr 30, das andere um 22 Uhr 30, und Hendrix erweist ihnen mit seiner neuen Band die Ehre: Band Of Gypsys, Superpower-Trio mit Billy Cox am Bass und Buddy Miles am Schlagzeug. Ein paar Monate zuvor hatte der Linkshänder die Experience aufgelöst, die Band, mit der er bekannt geworden war, aber Experimente machte er weiterhin. Diese Musik wird bald 40 Jahre alt werden. Aber genauso wie Hendrix‘ beste Einspielungen ist auch sie immer noch eine abenteuerliche Reise an die Grenzen des elektronischen Blues. Es geht funkig und gewaltsam zu, alles ist durchtränkt von Soul und Blues, meisterhaft im Griff und zugleich außer Kontrolle, jedesmal verklärt vom größten Magier der E-Gitarre, den die amerikanische Musikwelt hervorgebracht hat. Diese Einspielungen waren teilweise auf Jimi Hendrix‘ Debütalbum mit der Band Of Gypsys veröffentlicht worden. Andere wurden unter der Hand verbreitet. Die hier vorliegende Gesamtausgabe bildet einen musikalischen Lavastrom, der ganz gut zu einem Silvesterabend passt, um sich ein psychedelisches und kraftstrotzendes neues Jahr zu wünschen. © Stéphane Deschamps/Qobuz
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Rock - Erschienen am 20. November 2020 | Legacy Recordings

Die Geschichte dieses Auftritts lohnt sich, ausführlich erzählt zu werden, ist sie doch bezeichnend für die letzte Phase in Jimi Hendrix' kreativem Leben und den zwielichtigen Schaumschlägern, die eine Zeit des Umbruchs wie das Ende der 1960er Jahre nutzten, um sich in Szene zu setzen. Eine Lose-Lose-Situation, die in diesem Fall ein brauchbares Nebenprodukt erzeugte. Wie sich Hendrix' Manager Michael Jeffery überzeugen ließ, an einem Filmprojekt namens "Rainbow Bridge" teilzunehmen, bleibt ein Rätsel. Er galt als harter Hund mit Geheimdienstvergangenheit, der versuchte, so viel Geld wie möglich für (und aus) seinen Kunden zu pressen. Nach Jefferys Tod bei einem Flugzeugabsturz 1973 stellte sich heraus, dass er ein Vermögen in die eigenen Taschen abgezweigt hatte. Er ließ sich jedoch von Regisseur Chuck Wein und dessen Kompagnon Barry De Prendergast um den Finger wickeln. Die beiden stellten ihm eine Art Gegenentwurf zum enorm einflussreichen Film "Easy Rider" (1969) vor. Eine Art New-Age-Surferfilm im Dokumentarstil, den sie auf der Hawaii-Insel Maui drehen wollten. Vermutlich beeindruckte Jeffery, dass Wein einige Jahre lang zu Andy Warhols innerem Zirkel gehört hatte und der Entdecker von Edie Sedgwick war, die (kurz) als das It-Girl schlechthin galt. Jeffery willigte ein, das Projekt mit 500.000 Dollar zu finanzieren, die er Hendrix' Label Reprise abluchste. Zusätzlich verhandelte er einen Vorschuss von weiteren 500.000 Dollar für das nächste Album aus, das der Soundtrack zu diesem sicheren Kassenschlager werden sollte. Das Geld hatte Hendrix' dringend nötig, um das Studio fertig zu stellen, das er seit 1968 mit Hilfe von Tontechniker Eddie Kramer in New York aufbaute. Electric Lady sollte eine der besten und beliebtesten Aufnahmeorte der 1970er und 80er Jahre werden und existiert heute noch, doch hatte es viel mehr gekostet als ursprünglich geplant. So nahm das Unheil seinen Lauf. Wein flog das Model Pat Hartley nach Maui und kontaktierte die zahlreichen Hippie-Gemeinschaften auf der Insel, um sich mit ihnen über Außerirdische und kosmische Kräfte zu unterhalten. Ein Drehbuch, oder zumindest einen Leitfaden hatte er dabei nicht. Jeffery erkannte schnell, dass das Projekt aus dem Ruder lief. Irgendwie gelang es ihm, Hendrix nach Maui zu locken. Offiziell hatte er ihm eine Auszeit in einer traumhaften Umgebung versprochen, vermutlich musste er aber wüste Drohungen aussprechen, denn der Gitarrist hatte Wein durchschaut und wollte mit dem Projekt nichts zu tun haben. Zwei Wochen lang hing er unnötig herum, um eine Szene aufzunehmen, die ihm vermutlich aus der Seele sprach: Mit einem Gewehr erschießt er einen wild brabbelnden Hippie. Hendrix' war einer der großen Stars der Musikszene. Schließlich entschlossen sich die Verantwortlichen, als Höhepunkt des Films einen Auftritt zu inszenieren, der in einer Senke auf einer Weide mit Blick auf den mächtigen Vulkan Haleakala (wegen der besonders intensiven kosmischen Energie) stattfinden sollte. Es war der 31. Juli 1970. Auf der winzigen Bühne - kaum mehr als ein paar Paletten auf Stelzen - fanden Hendrix, Bassist Bill Cox und Schlagzeuger Mitch Mitchell mit ihrem Equipment gerade so Platz. Dennoch war es ein idyllischer Ort bei außerordentlich entspannter Stimmung. Mitglieder der Filmcrew hatten auf der Hauptstraße in Maui Menschen angesprochen, die sie für würdig erachteten, und so kamen ungefähr 2000 Hippies, Surfer und junge Familien mit Kindern zusammen, viele von ihnen auf LSD. Die einzige Vorgabe: sie sollten sich nach Sternzeichen aufteilen, sitzen bleiben und vor Beginn des Konzerts die heilige Silbe des Buddhismus, "Om", rezitieren. Hendrix' zeigte sich zunächst überrascht, dass niemand tanzen wollte, obwohl er im ersten Set ein wahres Feuerwerk an Hits ablieferte. Nach einer Pause kehrte er für ein zweites Set zurück, diesmal mit einer Gibson Flying V statt der klassischen Stratocaster, um eher bluesiges und souliges Material vorzustellen. Ein Auftritt, der zweimal 50 Minuten dauerte und der bei Zuschauern, Mitchell und Cox einen bleibenden Eindruck hinterließ. Hendrix selbst freute sich wohl, dass der Spuk vorbei war. Mit einem Zwischenstopp in Honolulu am nächsten Tag, wo sie nach Cox' Aussage das wohl beste Konzert ihrer Karriere spielten, kehrte der Gitarrist nach New York zurück, um weiter an neuem Material zu arbeiten. "Rainbow Bridge" gehörte für ihn der Vergangenheit an. Sieben Wochen später war Hendrix tot. Panikartig wies Jeffery Tontechniker Kramer an, einen Soundtrack zusammenzustellen. Der schaute sich als erstes die Aufnahmen des Maui-Konzerts an - und war entsetzt. Ein starker Wind hatte frontal auf die Bühne geblasen. Die Technik-Crew musste improvisieren und hatte Hendrix' Mikrophon dick mit Schaumgummi ummantelt, was die Gesangsspuren entsprechend dumpf machte. Das Schlagzeug war zudem so gut wie nicht zu hören. Mitch Mitchell nahm Teile davon im Studio noch einmal auf, indem er das nachspielte, was er auf einem kleinen Bildschirm sah. Schließlich ließ Kramer den Auftritt links liegen und stellte den Soundtrack aus Material zusammen, das Hendrix im Laufe der letzten Jahre aufgenommen hatte. Als es im Oktober 1971 erschien, war es allerdings schon das zweite posthume Album, denn im März war bereits "Cry Of Love" auf den Markt gekommen. Kein Wunder. Der völlig überforderte Wein schnitt 40 Stunden Rohmaterial zu vier zusammen, versah sie mit billigen Spezialeffekten und präsentierte den verdatterten Geldgebern ein Werk, das so etwas wie ein Willkommensgruß an Außerirdische war - die Regenbogenbrücke als Übergang zu einer anderen Dimension. Die erste Version, die schließlich ins Kino kam, war um die Hälfte gekürzt, die zweite gar nur 70 Minuten lang. Der Fokus lag auf dem Konzert, das aber nur 17 Minuten dauerte. Egal wie - selten waren sich Kritiker und Publikum so einig. Der Streifen floppte gnadenlos und verschwand in der Versenkung. Ebenso Regisseur Wein, der bis zu seinem Tod 2008 nichts mehr von sich hören ließ, bis auf einen Beitrag zu einer Dokumentation über Film und Konzert, der dieser Veröffentlichung zum 50. Jubiläum beiliegt und den passenden Titel "Music, Money, Madness ..." trägt. "Live In Maui" ist wirklich eine Schatztruhe. Kramer vollbrachte wie bei allen früheren Hendrix-Veröffentlichungen ein soundtechnisches Wunder. Es gelang ihm sogar, die ursprüngliche Schlagzeugspur zum Leben zu erwecken. Der Gesang bleibt stumpf - was bei Hendrix aber nicht wirklich dramatisch ist. Doch die Rhythmusgruppe ist gut ausgearbeitet und die Gitarre geradezu göttlich. Hendrix hatte Spaß, was man ihm wirklich anhört. Selbst das abgedroschene "Foxey Lady" ist gelungen, auch wenn die Höhepunkte "Voodoo Chile (Slight Return)" und vor allem die ausgedehnte Version des posthumen Klassikers "Hear My Train A Comin'" sind. "Freedom" oder "Dolly Dagger" fallen soulig aus und weisen womöglich den musikalischen Weg, den Hendrix’ in der folgenden Zeit gegangen wäre. Leider kam es bei der Liveaufnahme zu Ausfällen, weshalb auch hier die Sets nicht in ihrer Gesamtheit vorhanden sind (es fehlen ungefähr 20 Minuten). Auch die Reihenfolge der Stücke war ursprünglich anders als auf diesem Mitschnitt, denn auf die verstrahlte Ansprache Weins folgten ursprünglich "Spanish Castle Magic", "Lover Man" und "Message To Love", die hier in der Mitte der Tracklist platziert sind. Man habe sich dazu entschieden, um das Hörerlebnis zu steigern, erklärt Co-Produzent John McDermott im Booklet. Der DVD liegen auch die noch verfügbaren Filmaufnahmen des Konzerts bei. Ein weiteres Rätsel ist, warum so wenig davon existiert. Es waren zahlreiche Kameras vor Ort, auf der Bühne und drum herum, dennoch sind die Lücken groß. Wurden tatsächlich nur einzelne Abschnitte gefilmt? Ist der Rest, der es nicht in den Film geschafft hat, für immer verschollen? Bis er hoffentlich eines Tages auf einem Dachboden oder in einem Keller entdeckt wird, macht es trotzdem Spaß, Hendrix und seiner Experience beim Arbeiten zuzuschauen. In einer Kulisse, die an ein Woodstock in klein und ohne Schlamm erinnert. Ein einzigartiger Auftritt, der Hendrix' auf dem Höhepunkt seines Liveschaffens zeigt. Die Fotos und das Booklet, das die 3LP-Version plus DVD begleiten, sind bunt und schön gestaltet. Irgendwie passt es zum Projekt, dass die Verpackung nicht aus stabilem Karton ist, sondern so dünn, dass sie fast wie Papier wirkt. Ein Fehler im Detail, wie er auch schon beim ursprünglichen Soundtrack zu finden war. Wein wollte unbedingt den Schriftzug "OM" unterbringen. Der Grafiker beim Label hatte offenbar keine Ahnung, was er meinte, und setzte ihn spiegelverkehrt. Als die Platte in den Handel kam, stand auf der Rückseite in Großbuchstaben "MO". © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 2010 | Legacy Recordings

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Pop/Rock - Erschienen am 16. August 2013 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2010 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 1. April 1997 | Legacy Recordings

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Pop - Erschienen am 1. Oktober 1968 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2010 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 9. März 2018 | Legacy Recordings

Booklet
Obwohl wir uns langsam aber sicher seinem fünfzigsten Todestag nähern (18. September 1970), ist die Erscheinung eines „neuen“ Hendrix-Albums nach wie vor ein Ereignis. Both Sides Of The Sky ist der letzte Teil einer Trilogie, zu der Valleys Of Neptune (2010) und People, Hell and Angels (2013) gehören, und enthält dreizehn Tracks, die zwischen dem 28. Januar 1968 und dem 3. Februar 1970 aufgenommen wurden. Und wie schon bei den beiden vorangegangenen Kompilationen handelt es sich auch hier im Wesentlichen um Alternativversionen oder sehr seltene Titel, die in der stattlichen „offiziellen“ Diskografie des linkshändigen Gitarristen bereits erschienen sind. Dahinter steckt also nicht die Idee, sich nur an die Anhänger des Hendrix-Kults zu wenden, sondern mit erstklassigem Material sollen neue Nacheiferer angeworben werden. Das eigentlich Besondere daran ist nämlich der unglaublich moderne Klang, geradeso als ob uns der Musiker erst letzte Woche nach dem Fertigstellen dieser paar Titel verlassen hätte. Auch das, was man für Entwürfe halten könnte, wie etwa die Instrumentaltracks Jungle, Sweet Angel oder Cherokee Mist, und diese x-te Version von Hear My Train A Comin’ oder Stepping Stone, sie alle verdienen ein aufmerksames Zuhören. Diejenigen, die am anspruchsvollsten sind, werden aber von den seltenen Glanzstücken entzückt sein, auf die man schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt hatte. In erster Linie sind zwei zusätzliche Stücke zu nennen, die aus der Session am 30. September 1970 im New Yorker Record Plant Studio zusammen mit seinem Freund Stephen Stills hervorgingen: ein besonders einschlagendes Woodstock, das mehrere Monate vor der Einspielung dieses großen Klassikers entstand, die Crosby, Stills, Nash & Young dann gemacht haben, und ein verblüffendes $20 Fine. Zu den anderen Köstlichkeiten, die uns Janie Hendrix und der Produzent Eddie Kramer liebevoll zubereitet haben, zählen weitere Gipfeltreffen des Blues und R&Bs mit Johnny Winter, The Things I Used To Do, Lonnie Youngblood, Georgia Blues, einige Demonstrationen der intensiven und allzu kurzlebigen Band Of Gypsy, Power Of Soul, Lover Man und vor allem die herrliche Neuschöpfung des unsterblichen Mannish Boy von Muddy Waters. Both Sides Of The Sky wird schließlich zu der langen Reihe all jener Alben des Voodoo Child gehören, die jedem besonders zu empfehlen sind, egal, ob man darauf spezialisiert oder erst einmal bloß neugierig ist (man wird es aber nicht lange bleiben...). © Jean-Pierre Sabouret/Qobuz
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Rock - Erschienen am 12. September 2014 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 1. Dezember 1967 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 12. November 2010 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 1. Januar 2010 | Legacy Recordings

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Rock - Erschienen am 9. September 2011 | Legacy Recordings

Neues Livematerial von Jimi? Oh Gott, nicht schon wieder mag so mancher zu Recht denken. Zu groß ist seit langem die Schwemme mindertwertiger Schrottscheiben des Gitarrengottes aus Seattle. Doch nun ist Schluss mit dem bräsigen 'Schönhören". "Winterland" hält endlich alles, was so manche Scheibe in der Vergangenheit vollmundig versprach. Sechs magische Gigs zwischen dem 10.10. und dem 12.10. 1968; nur wenige Tage vor der "Ladyland"-Veröffentlichung. Simple Testkonzerte als Feuerprobe für neues Liedgut waren nie die Sache dieses empfindsamen Musikers. Zu wenig emotionale Resonanz aus dem Publikum. Konsequenz: Lediglich "Voodoo Chile (Slight Return)" findet seinen Weg auf die Playlist. Ein Wermutstropfen? Mitnichten. Das zu Schau gestellte Material der ersten beiden Alben plus einige Gimmicks liefert mehr als genug Futter für die ungeduldig gierende Fanmeute. Selbst unter den kritischen Anhängern Hendrix' genießen diese Sessions einen Ruf wie Donnerhall. Dabei - und jetzt platzt die Bombe erst so richtig - gab es diese magische Rockmesse bislang nie vollständig zu erwerben. Gruselig tönende Bootlegs und ein allerhöchstens halbgar gemischter Zusammenschnitt mit gerade einem Drittel der Songs waren stets das einzig Erreichbare. Mehr Gefrierfach als Winterland. Auf den vier CDs des vorliegenden Boxsets findet man hingegen so gut wie alles relevante, was qualitativ rekonstruierbar war. Entsprechend atemraubend ist die Soundqualität. Man hört der Aufzeichnung keine Sekunde lang die 43 Jahre auf dem Buckel an. Die Präsentation ist ebenfals außergewöhnlich; sogar für Jimis Verhältnisse. Falls es so etwas wie den perfekten Zeitpunkt gibt, dann liegt er für John Allen Hendrix sicherlich an diesen drei Tagen im ehemaligen Eiskunst-Ballroom des sonnigen San Francisco. Alles stimmt so sehr, wie es nie wieder in seinem künstlerischen Leben der Fall sein sollte. Wir befinden uns im Herbst 1968. Ein von Rassenunruhen geprägtes Jahr nach dem sensationellen Monterey-Auftritt, wo erstmals überhaupt ein Axtmann sein Instrument on Stage rituell verbrennt. Der legendäre Woodstock-Auftritt wird erst in zehn Monaten stattfinden. Zwischen beiden Polen hat der Mann aus Washington DC seinen artistischen Zenith. Zum einen war der gute Jimi noch nicht 24/7 total dicht. Ein entscheidender Vorteil. Andererseits hat JH sich seit dem letztjährigen US-Durchbruch ausgiebig mit Jazz beschäftigt; vor allem mitt dem Prince Of Darkness. Musikalische Entdeckungslust paart sich eindrucksvoll mit seinem kreativen und handwerklichen Talent. Hendrix gehört seit jeher zu den wenigen Rock- und Bluesmen, die den zeitgenössoschen Jazz komplett begriffen; ihn gleichwohl sinnlich statt akademisch nerdy in die Songs einfließen ließen. Die Phantasie mit welcher Hendrix einfache Schemata und komplexe Strukturen miteinander vermählt, bewahrt diese Musik noch zahllose weitere Jahrhunderte vor Schimmel und Staub. Der nicht enden wollende Ideenreichtum solcher Brachialorgien wie "Are You Experienced" könnte noch heute bei nicht wenigen als trendy Indielärm durchgehen. Aus diesem Grund lohnt es sich, die einzelnen Shows trotz diverser Songüberschneidungen intensiv zu hören. Die jeweiligen Versionen varriieren improvisationsbedingt mitunter beträchtlich voneinander. Übermenschlich: Die hellseherische Fahigkeit von Drummer Mitchell († 2008). Nahezu jeden Seitenweg Hendrix' nimmt er intuitiv vorausahnend auf, als sei alles tausendfach geprobt. Für Abwechslung auf höchstem Niveau ist mithin gesorgt. Die rohe lebendigere Version von Creams "Sunshine Of Your Love" läßt sogar das berühmte Original so alt aussehen, wie der betulich steife 'Weiße Jungs bringen es nicht'-Blues Claptons zuletzt wirkt. Wer dagegen bereits von Valleys Of Neptune das schicke "Hear My Train A Comin'" mochte, wird diesen elfminütigen Jam sicherlich innig lieben. Der Saitenhexer selbst bietet überdies ein erfrischend nicht-sediertes Bild seiner Persönlichkeit. Das heitere und sehr kümmernde Palavern mit den Zuschauern zeigt den sensibel freundlichen Charakter des Cherokee-Halbblutes in selten gehörter Deutlichkeit. Ebenso das einige Wochen später entstandene Interview auf CD 4. Auf einen zu lange verschütteten Höhepunkt möchte ich abschließend gern alle Freunde dews gepflegten Krachs aufmerksam machen. Die beiden alternativen Spielarten des "Star Spangled Banner" als Gegenentwurf zur Woodstock-Variante. Statt ein bisschen Dekonstruktion legt die 'Experience' im Wintergarten gleich alles Resthymnische in sternenstaubigen Schutt und Asche. Vor allem Mitchell gibt den fies treibenden Herzkasper an den Fellen. Kein Überraschung, dass Miles Davis - der ungleiche Bruder in Geist und Libido - sich hier deutlich hörbar für sein Mammutwerk Bitches Brew bedient hat. Fazit: Egal ob frischer Novize oder altgedienter Fehmarn-Veteran. An diesem zeitlosen Genie kommt einfach niemand vorbei. Alle Wege führen gen Winterland. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 2010 | Legacy Recordings