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Die Alben

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Rock - Erschienen am 1. Januar 1991 | Astralwerks

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Rock - Erschienen am 1. Januar 1994 | DGC

1994: Der erste Artikel, den ich für die Schülerzeitung geschrieben habe, war ein offener Brief an Courtney Love. Es wurde eine Abhandlung über die Despektierlichkeit und Distanzlosigkeit, mit der die Medien ihr nach Kurt Cobains Tod begegneten. Ich verteufelte, was ich später selber so oft tun sollte: Künstler einfach und ungefragt bei ihrem Vornamen zu nennen. So zu tun, als würde man sie kennen und verstehen. Denn wie bitteschön sollte man das verstörte und zugleich verstörende, amerikanische Riot Grrrl kurz nach dem Selbstmord ihres Mannes - und Vater ihres Kindes - verstehen? Noch dazu als Journalist, bekanntlich meist ein Mann bürgerlichen Hintergrunds. Der nicht wie Miss Love einen abenteuerlichen Lebensweg zwischen Urschei-Therapeutinnen-Mutter und Strip-Club-Erfahrung hinter sich gebracht hat. Und doch konnte ich als 15-jährige bürgerliche Schülerin keine Musik finden, die mich so sehr mitgerissen und berührt hat wie die von Hole. Sie drückte eine Wut aus, die ich in mir gar nicht entdecken konnte, mir aber zutiefst imponierte. In meinen Augen war niemand imstande, so unverschämt beeindruckend zu schreien und so zart und verletzlich zu leiden wie Courtney Love. Und doch war mir der Kult um ihre Person fremd. Kill Your Idols und so ... Genau in diese Zeit fiel das zweite Album der Band. April 1994. "Live Through This" erschien zum persönlich denkbar ungünstigsten, kommerziell aber nicht besser ausschlachtbaren Zeitpunkt. Keine vier Tage war es her, dass man Kurt Cobain fand, nachdem er sein Leben mit dem Schuss aus einer Schrotflinte beendet hatte und Courtney bot tränenerstickt seinen Abschiedsbrief vor der Weltöffentlichkeit dar. Ein perfektes Theater, wäre es nicht ihre Realität. "I want to be the girl with the most cake (...) Someday you will ache like I ache", allein die wohl bekannteste Single "Doll Parts" bot mehr Parolen als komplette Alben anderer Bands. Verletzlichkeit und gleichzeitig den entgegen geschleuderten Stinkefinger zeigen, gelang niemandem so gut wie Courtney Love. Der volle, drückende Sound des Gitarren-Nerds Eric Erlandson tat sein Übriges. Erlandson ist aufgeräumt genug, um zu wissen, welche Grenzen ein Song braucht, wie man die feine Linie zwischen Pop-Melodien, Rock-Sound und Punk-Attitüde trifft: Emotionaler und facettenreicher kann Musik kaum sein. Meist hat dies jedoch zur Folge, dass der Zauber, den dieses psychologisch-musikalische Gesamtkunstwerk auslöst, mit den Jahren verblasst. Man schaut zurück und kann sich kaum an die Wallungen erinnern, die ein Album ein halbes Leben zuvor in einem ausgelöst hat. Nicht so bei "Live Through This". "Asking For It" und "Softer Softest" bringen mich noch heute an den schmalen Grat zwischen wohliger Melancholie und dunkler Depression. Vieles verliert über die Jahre an Tiefe und damit auch an Bedeutung. Doch "Life Through This" tut immer noch dort weh, wo es schon immer am tiefsten stach. 2013: Liebe Courtney, trotz Intim-Rasuren während eines Interviews, Twitter-Fehden mit der eigenen Tochter und lächerlichen Grabenkämpfen mit Ex-Nirvana-Mitgliedern. Ich bin dir für immer dankbar. Für deine Musik und dafür, dass du als - wenn auch unfreiwilliges - Role Model der Riot Grrrls gezeigt hast, wie intelligent sich Punk als Frau leben lässt. "Watch me break and watch me burn". Wobei brennen ja nicht immer verbrennen bedeuten muss. © Laut
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Rock - Erschienen am 1. Januar 1998 | DGC

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. Januar 2010 | Cherry Forever Records - IDJ

Hole ist eine Band und Courtney Love eine Berühmtheit, schrieb der Rolling Stone einmal und brachte die diffizile Gemengelage um den öffentlichen Stellenwert der US-Sängerin damit auf einen prägnanten Nenner. Dass Hole nie mehr vom Ruhm ihrer Person loskommen werden, ist jedoch längst nicht mehr Courtneys Problem (falls es je eines war). Damit das gefühlte 50 Jahre nach "Live Through This" auch der letzte Seckel in Unteruhldingen kapiert, ist auf "Nobody's Daughter" kein einziges Mitglied mehr vertreten, das noch vor, äh, zwölf Jahren auf dem letzten Hole-Album "Celebrity Skin" zweite Geige spielen durfte. Klare Ansage. Wenn sich diese Zielstrebigkeit doch auch mal auf die Musik übertragen würde, denkt man noch so bei sich, als der Titeltrack mit einer ordentlichen Gitarrenwand vorstellig wird. Äh, läuft da die falsche CD? Die Produktion ist ja so dick wie bei Green Day. Ums vorweg zu sagen: Das bleibt auch so, steht den neuen Songs ausgezeichnet und schreibt Produzent Michael Beinhorn, der schon 1998 bei Hole (und seither auch mal bei Manson) am Mischpult stand, ein gutes Zeugnis aus. Die Strophe des Openers fährt dann auf ein Akustikgitarren-Gerüst zurück und lässt einer erstaunlich melodisch und unhysterisch auftretenden Courtney Raum. Die führt ihre Mannschaft in einen atmosphärisch-düsteren Refrain, der seinen besonderen Reiz darin findet, dass Love ihre Stimme immer tiefer nach unten hinabdriften lässt. Es folgt die breitbeinige Uptempo-Single "Skinny Little Bitch", schon vom Titel her ein atypischer Courtney-Fuck Off-Klopfer, in dem natürlich ausgiebig gefaucht und gekreischt werden darf. Erstaunlicherweise schaffte es der Song in den USA trotz Parental Advisory-verdächtigem Titel ins "Active Rock"-Format des dortigen Radioverbunds. Das bedeutet: Der Song läuft praktisch immer, wenn man drüben das Radio anstellt. Schaffen Hole jetzt etwa den Durchbruch und werden voll berühmt? Also, für ihre Musik? Es ist dem Quartett zu wünschen, vor allem nach "Honey", das sämtliche Erinnerungen an jene melancholischen Hole-Momente zurückbringt, die so schön zwischen zerbrechlicher und kampfeslustiger Attitüde hin- und her pendelten. Man weiß gar nicht, worüber man sich mehr wundern soll: Dass Bigmouth Courtney plötzlich wie aus dem Nichts mit großen (Stadion) Rock-Hymnen ums Eck kommt oder dass Ewig-Kollaborateur Billy Corgan bei keinem der genannten Tracks Hand anlegte, wo doch "Honey" sowas wie der beste Smashing Pumpkins-Song der letzten zehn Jahre geworden ist. Stattdessen fährt Loves neuer Chef-Gitarrist Micko Larkin für die ersten drei Songs die Lorbeeren ein, der kaum älter ist als ihre Tochter und über den Love in Interviews gerne erzählt, er habe beim ersten Aufeinandertreffen "wie eine Brauerei" gestunken. Man war sich schnell sympathisch. Beinahe wirkt es so, als ordneten sich die bekannten Songwriter dem neuen Dream Team unter. Corgan half beim süßlichen "Pacific Coast Highway" und dem in Tempo und Schnörkellosigkeit an Holes Riot-Roots erinnernden "Loser Dust" aus. Für das herrlich unbekümmert rockende "Samantha" holten sich Love und Corgan noch Allrounderin Linda Perry ins Boot (die einprägsame Hookline "People like you / fuck people like me / in order to avoid suffering" soll jedoch dem Kürbiskopf eingefallen sein). Auch wenn die Drehzahl mal runtergeht, der Motor der One-Woman-Band verzeichnet auf "Nobody's Daughter" nur kurze Aussetzer. Die kitschigen Feuerzeug-Balladen "Letter To God" und "For Once In Your Life" tragen dick auf (Linda Perry again), gehörten aber auch schon immer irgendwie zum Love-Repertoire. Wer sich an einer Hollywood-Big Screen-Produktion nicht stört, dem wird "Nobody's Daughter" Tränen in die Augen treiben. Mit dem abschließenden, rein akustischen "Never Go Hungry" bekommt man die 45-Jährige auch noch mal unplugged serviert. Ohne den geschassten Eric Erlandson ("Der war eh nur an der Kohle interessiert", Love) und Melissa Auf Der Maur ("Sie sah gut aus, konnte aber nicht wirklich gut Bass spielen") zu nahe treten zu wollen: Wer wem die Kippen im Gesicht ausdrückt, entscheidet immer noch Miss 100.000 Volt. © Laut
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Punk – New Wave - Erschienen am 14. Februar 2012 | Sympathy for the Record Industry

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Rock - Erschienen am 13. Februar 2020 | SHOCKWAVES

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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. März 2021 | Dime Store