Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
HI-RES17,49 €
CD14,99 €

Metal - Erschienen am 17. Juni 2016 | Roadrunner Records

Hi-Res Auszeichnungen 4F de Télérama
Das Fazit vorneweg: Ja, Gojira entwickeln sich hier und da weiter. Nein, besonders viel verändern sie deshalb trotzdem nicht. Aber: Noch immer klingt niemand so wie sie. Ob "Magma" nun besser oder schlechter als "L'Enfant Sauvage" ist, differiert wohl von Hörer zu Hörer. Ich selbst bin mir darüber noch nicht wirklich im Klaren. Heißt im Endeffekt: Gojira halten ihr Qualitätslevel problemlos. Vielleicht präsentieren sich die Franzosen insgesamt doch ein wenig facettenreicher als auf dem Vorgänger. Irgendwie entzerrter gehen sie zu Werke. In drückendem Low-Tempo geleitet "The Shooting Star" in ein Album, das dem vulkanischen Namen ob seiner mal schwelenden, mal explosiven Brut gerecht wird. Hypnotisch erstreckt sich die Eröffnung auf sechs Minuten, dominiert vom Klargesang Joe Duplantiers. Harmonievocals legen sich auf den steten Fluss der Palm-Mute-Salven. Eine gewisse Epik lässt sich gegen Ende kaum leugnen. Ihren Glanzmoment erlebt die trademarkige Palm-Mute-Leersaite im Titeltrack, einem weiteren Vertreter der Clean-Vocals und ebenfalls der eher langsamen Zunft zugehörig. Der Wechsel zwischen ruhigen, irgendwie meditativen Passagen und nichtsdestotrotz wiederkehrender Heavyness rührt die Magengrube noch wirkungsvoller durch, als es im vollen Aggressionsmodus der Fall ist. Einen besonders schönen Kontrast dahingehend liefert "Pray". Zunächst geht es mit Flöte in den Urwald, unter der Oberfläche brodelt es aber schon gewaltig. Meshuggah-Staccatos setzen ein, alles deutet auf einen baldigen Ausbruch hin, doch Gojira nehmen sich ihre Zeit, zögern den Moment gekonnt hinaus. Kurz vor dem Zerreißen liefern sie ein erstes Häppchen dessen, was einen hinten raus noch erwartet. Mit einem "Go!" öffnet Joe schließlich alle Schleusen. Das tun "The Cell" oder auch "Only Pain" dagegen gleich von Anfang an und entfalten pure, rohe Kraft. Ersteres drückt einem schier die Eingeweide raus. Bei "Only Pain" ist dafür in der Strophe Jean Michel Labadies Bass zuständig. Wie eh und je tragen Gojira auf "Magma" eine ungeheure Präzision zur Schau, die jedoch nie Überhand gewinnt. Technische Finessen arbeiten die Franzosen en masse ein, tun es aber subtil und lassen nie vergessen, dass hier Menschen am Werk sind, keine Maschinen. Da können die Betonungswechsel in "Stranded" Köpfe verdrehen so viel sie wollen, im Refrain herrscht Alternative-Vibe. Beides in Kombination sorgt unweigerlich dafür, dass man sich daran erinnert. Dazu kommt, dass es in der gesamten Metalbranche kaum einen Schrei gibt, dem so viel Emotion innewohnt wie dem des Gojira-Frontmanns. Seine Bandbreite beweist Joe Duplantier unter anderem in "Silvera", das in seinen dreieinhalb Minuten ohnehin fast alles zu enthalten scheint, was Gojira ausmacht. Growls, Cleans und dieses einzigartige Hybrid auf Vocalseite, Rhythmik zum Niederknien, Headbangen und Moshen gleichermaßen, typische Tapping-Ausflüge ... und dieser Drummer. Mario Duplantier will sich nicht ums Verrecken nach vorne spielen. In der Regel hält er sich sogar eher im Hintergrund. Gerade deswegen prägt er die Musik entscheidend mit. Bei ihm sitzt jeder Schlag exakt da, wo er sein soll, Sperenzchen bleiben in der Regel außen vor. Er flicht aber hin und wieder durchdachte Details ein, die Songs wie "Silvera" oder "The Shooting Star" immer wieder aufblitzen lassen. "Low Lands", das zwischenzeitlich etwas Mastodon-Stimmung verströmt, definiert er über ein einleitendes Drum'n'Bass-Pattern. Seine Tightness bleibt weiterhin unangetastet, und der Rest der Band agiert ganz ähnlich: Gojira funktionieren als Kollektiv, nicht als Einzelartisten. Sein Kit verlässt Mario in "Liberation" zugunsten indigener Percussion. Zusammen mit der Akustikgitarre seines Bruders lässt er so "Magma" in einer kurzen Improvisation ausklingen. Diese mag musikalisch vielleicht überflüssig erscheinen, fängt aber das verfolgte Konzept von Natürlichkeit hervorragend ein. Die Produktion macht mit, lässt den leisen Ausklang sehr roh stehen, ein mystisches Überbleibsel, schon halb im Nebel vergessen. Bleiben nur noch die Lyrics, die bisher noch gar keine Erwähnung fanden. Sie geben sich gewohnt interpretationsoffen und bescheren "Silvera" den Refrain des Albums: "Time to open your eyes on this genocide / When you clear your mind you see it all / You're receiving the gold of a better life / When you change yourself you change the world." © Laut
Ab
CD14,99 €

Metal - Erschienen am 17. Juni 2016 | Roadrunner Records

Auszeichnungen 4F de Télérama
Das Fazit vorneweg: Ja, Gojira entwickeln sich hier und da weiter. Nein, besonders viel verändern sie deshalb trotzdem nicht. Aber: Noch immer klingt niemand so wie sie. Ob "Magma" nun besser oder schlechter als "L'Enfant Sauvage" ist, differiert wohl von Hörer zu Hörer. Ich selbst bin mir darüber noch nicht wirklich im Klaren. Heißt im Endeffekt: Gojira halten ihr Qualitätslevel problemlos. Vielleicht präsentieren sich die Franzosen insgesamt doch ein wenig facettenreicher als auf dem Vorgänger. Irgendwie entzerrter gehen sie zu Werke. In drückendem Low-Tempo geleitet "The Shooting Star" in ein Album, das dem vulkanischen Namen ob seiner mal schwelenden, mal explosiven Brut gerecht wird. Hypnotisch erstreckt sich die Eröffnung auf sechs Minuten, dominiert vom Klargesang Joe Duplantiers. Harmonievocals legen sich auf den steten Fluss der Palm-Mute-Salven. Eine gewisse Epik lässt sich gegen Ende kaum leugnen. Ihren Glanzmoment erlebt die trademarkige Palm-Mute-Leersaite im Titeltrack, einem weiteren Vertreter der Clean-Vocals und ebenfalls der eher langsamen Zunft zugehörig. Der Wechsel zwischen ruhigen, irgendwie meditativen Passagen und nichtsdestotrotz wiederkehrender Heavyness rührt die Magengrube noch wirkungsvoller durch, als es im vollen Aggressionsmodus der Fall ist. Einen besonders schönen Kontrast dahingehend liefert "Pray". Zunächst geht es mit Flöte in den Urwald, unter der Oberfläche brodelt es aber schon gewaltig. Meshuggah-Staccatos setzen ein, alles deutet auf einen baldigen Ausbruch hin, doch Gojira nehmen sich ihre Zeit, zögern den Moment gekonnt hinaus. Kurz vor dem Zerreißen liefern sie ein erstes Häppchen dessen, was einen hinten raus noch erwartet. Mit einem "Go!" öffnet Joe schließlich alle Schleusen. Das tun "The Cell" oder auch "Only Pain" dagegen gleich von Anfang an und entfalten pure, rohe Kraft. Ersteres drückt einem schier die Eingeweide raus. Bei "Only Pain" ist dafür in der Strophe Jean Michel Labadies Bass zuständig. Wie eh und je tragen Gojira auf "Magma" eine ungeheure Präzision zur Schau, die jedoch nie Überhand gewinnt. Technische Finessen arbeiten die Franzosen en masse ein, tun es aber subtil und lassen nie vergessen, dass hier Menschen am Werk sind, keine Maschinen. Da können die Betonungswechsel in "Stranded" Köpfe verdrehen so viel sie wollen, im Refrain herrscht Alternative-Vibe. Beides in Kombination sorgt unweigerlich dafür, dass man sich daran erinnert. Dazu kommt, dass es in der gesamten Metalbranche kaum einen Schrei gibt, dem so viel Emotion innewohnt wie dem des Gojira-Frontmanns. Seine Bandbreite beweist Joe Duplantier unter anderem in "Silvera", das in seinen dreieinhalb Minuten ohnehin fast alles zu enthalten scheint, was Gojira ausmacht. Growls, Cleans und dieses einzigartige Hybrid auf Vocalseite, Rhythmik zum Niederknien, Headbangen und Moshen gleichermaßen, typische Tapping-Ausflüge ... und dieser Drummer. Mario Duplantier will sich nicht ums Verrecken nach vorne spielen. In der Regel hält er sich sogar eher im Hintergrund. Gerade deswegen prägt er die Musik entscheidend mit. Bei ihm sitzt jeder Schlag exakt da, wo er sein soll, Sperenzchen bleiben in der Regel außen vor. Er flicht aber hin und wieder durchdachte Details ein, die Songs wie "Silvera" oder "The Shooting Star" immer wieder aufblitzen lassen. "Low Lands", das zwischenzeitlich etwas Mastodon-Stimmung verströmt, definiert er über ein einleitendes Drum'n'Bass-Pattern. Seine Tightness bleibt weiterhin unangetastet, und der Rest der Band agiert ganz ähnlich: Gojira funktionieren als Kollektiv, nicht als Einzelartisten. Sein Kit verlässt Mario in "Liberation" zugunsten indigener Percussion. Zusammen mit der Akustikgitarre seines Bruders lässt er so "Magma" in einer kurzen Improvisation ausklingen. Diese mag musikalisch vielleicht überflüssig erscheinen, fängt aber das verfolgte Konzept von Natürlichkeit hervorragend ein. Die Produktion macht mit, lässt den leisen Ausklang sehr roh stehen, ein mystisches Überbleibsel, schon halb im Nebel vergessen. Bleiben nur noch die Lyrics, die bisher noch gar keine Erwähnung fanden. Sie geben sich gewohnt interpretationsoffen und bescheren "Silvera" den Refrain des Albums: "Time to open your eyes on this genocide / When you clear your mind you see it all / You're receiving the gold of a better life / When you change yourself you change the world." © Laut
Ab
CD4,99 €

Metal - Erschienen am 6. Oktober 2008 | Listenable records

Durch die Mitarbeit bei der Cavalera Conspiracy von Shouter und Gitarrist Joe Duplantier haben sich die Arbeiten am neuen Gojira-Album doch deutlich in die Länge gezogen. Der Qualität der Scheibe hat das allerdings ganz und gar nicht geschadet. Denn mit "The Way Of All Flesh" legen die Franzosen ein bärenstarkes Album vor, das einmal mehr die Ausnahmestellung der Band verdeutlicht. Wenn mich nicht alles täuscht, haben Gojira auch ihr Liveset auf Tour mit In Flames mit "Oroborus" und einem ausgiebigen Tapping-Part eröffnet. Scheinbar nahtlos knüpft der Song an "Global Warming", den letzten Track des Vorgängers "Form Mars To Sirius" an - ganz schön spacig die Effekte auf Joes Stimme. Ein paar solcher Elemente finden sich zwar auch bei anderen Songs, doch maßgebliches Merkmal von "The Way Of All Flesh" bleibt die Tatsache, dass die Songs unglaublich variabel sind: Gojira entziehen sich wieder jeglicher Kategorisierung. Klar, man hört mal Neurosis, ein wenig Tool heraus, schaut mal bei Morbid Angel oder Meshuggah ums Eck. Doch so einfach machen es einem Gojira nicht, denn ihre Mixtur gebiert sich deutlich vielfältiger und komplexer, als die einzelnen Zutaten vermuten lassen. Bei aller Progressivität vergessen die Franzosen aber nicht die eingängigen Parts, die sie beispielsweise beim spacigen "A Slight To Behold" oder der Single "Vacuity" auffahren. Die eher langsame und mit einem höllischen Groove pulsierende Nummer erinnert im Refrain fast schon an die älteren Oomph!. Für "Adoration For None" leihen sie sich noch den Lamb Of God-Shouter Randy Blythe für aus, bevor mit dem knapp zehnminütigen "The Art Of Dying" das Meisterstück der Scheibe folgt: Los geht es mit folkloristischer Instrumentierung und Didgeridoo, ehe beinahe dissonante Gitarren einsetzen. Ungewohnt hymnisch geht es wenig später im Refrain zu, den Blastbeats sofort wieder wegblase und das Quartett den Song zu einem ruhigen Ende führen und man versucht ist, sich das Teil direkt noch mal von vorne zu geben. Daumen hoch. © Laut
Ab
CD8,99 €

Metal - Erschienen am 7. Oktober 2016 | Listenable records

Ab
CD19,49 €

Metal - Erschienen am 20. Juni 2012 | Roadrunner Records

Die Brüder Duplantier und ihre beiden Sidekicks haben sich Zeit gelassen, um einen Nachfolger für das 2008 veröffentlichte Meisterwerk "The Way Of All Flesh" zu komponieren. Vier Jahre sind eine kleine Ewigkeit auf dem hart umkämpften Markt, doch schon die erste Töne von "L'Enfant Sauvage" machen schnell klar: das Warten hat sich gelohnt. "Explosia" macht von Beginn an keine Gefangenen und walzt mit einer Macht daher, wie man sie von Meshuggah kennt. Grooves, monotone Brachialriffs, hin und wieder ein paar Disharmonien - das ist nicht neu, aber die Franzosen zelebrieren das mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit und mischen so ganz nebenbei noch einfache und dennoch große Melodien mit ein. Komplexe Tonkunst ist ja schön und gut, aber Gojira versteifen sich keineswegs auf komplizierte Rhythmik und vertrackte Riffs, sondern gehen auch gern den direkten Weg. Die Grooves sitzen auf den Punkt, die Strukturen sind jederzeit nachvollziehbar und leicht zu erkennen - dennoch erschließt sich manches erst nach wiederholten Durchläufen. Das erhöht die Halbwertszeit gleich mal ganz enorm. Auch der Gitarrensound von Sänger Joe Duplantier und Christian Andreu bietet vor allem bei den Leads und Soli eine interessante und willkommene Abwechslung vom üblichen Einerlei. Ausfälle gibt es auf der Scheibe keine, auch wenn mancher vielleicht auf das etwas seltsam klingende Instrumental "The Wild Healer" verzichten könnte. Bei aller Eingängigkeit kommt die Härte aber nie zu kurz. "Planned Obscolescence" beginnt genauso brachial wie beispielsweise "Pain Is A Master". Jedoch wagen und schaffen die Franzosen immer wieder den Schwenk zu harmonischen Melodiebögen und leicht wiedererkennbaren Hooklines. Dabei hat das mit einem epischen Refrain ausgestattete "The Gift Of Guilt" beinahe schon was von Pain. Hinterher folgt mit dem zunächst komplett auf dem Bassspiel von Jean-Michel Labadie aufgebauten "Born In Winter" der vermeintlich ruhigste Track das Albums. Joe zeigt, dass er auch mit klarer Stimme für Atmosphäre sorgen kann, bevor der Song deutlich an Dynamik gewinnt und dank der Chöre auch einen gewissen Pain-Vibe besitzt. An Chören scheinen Gojira anscheinend Gefallen gefunden zu haben, denn auch das finale "The Fall" weist dieses Stilmittel auf. An Durchschlagskraft büßen die Kompositionen dadurch allerdings gar nichts ein. Damit ist dem Quartett ein mehr als würdiger Nachfolger zum ebenfalls schon großartigen "The Way Of All Flesh" gelungen und das war weiß Gott keine leichte Aufgabe. © Laut
Ab
CD16,99 €

Metal - Erschienen am 20. Juni 2012 | Roadrunner Records

Die Brüder Duplantier und ihre beiden Sidekicks haben sich Zeit gelassen, um einen Nachfolger für das 2008 veröffentlichte Meisterwerk "The Way Of All Flesh" zu komponieren. Vier Jahre sind eine kleine Ewigkeit auf dem hart umkämpften Markt, doch schon die erste Töne von "L'Enfant Sauvage" machen schnell klar: das Warten hat sich gelohnt. "Explosia" macht von Beginn an keine Gefangenen und walzt mit einer Macht daher, wie man sie von Meshuggah kennt. Grooves, monotone Brachialriffs, hin und wieder ein paar Disharmonien - das ist nicht neu, aber die Franzosen zelebrieren das mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit und mischen so ganz nebenbei noch einfache und dennoch große Melodien mit ein. Komplexe Tonkunst ist ja schön und gut, aber Gojira versteifen sich keineswegs auf komplizierte Rhythmik und vertrackte Riffs, sondern gehen auch gern den direkten Weg. Die Grooves sitzen auf den Punkt, die Strukturen sind jederzeit nachvollziehbar und leicht zu erkennen - dennoch erschließt sich manches erst nach wiederholten Durchläufen. Das erhöht die Halbwertszeit gleich mal ganz enorm. Auch der Gitarrensound von Sänger Joe Duplantier und Christian Andreu bietet vor allem bei den Leads und Soli eine interessante und willkommene Abwechslung vom üblichen Einerlei. Ausfälle gibt es auf der Scheibe keine, auch wenn mancher vielleicht auf das etwas seltsam klingende Instrumental "The Wild Healer" verzichten könnte. Bei aller Eingängigkeit kommt die Härte aber nie zu kurz. "Planned Obscolescence" beginnt genauso brachial wie beispielsweise "Pain Is A Master". Jedoch wagen und schaffen die Franzosen immer wieder den Schwenk zu harmonischen Melodiebögen und leicht wiedererkennbaren Hooklines. Dabei hat das mit einem epischen Refrain ausgestattete "The Gift Of Guilt" beinahe schon was von Pain. Hinterher folgt mit dem zunächst komplett auf dem Bassspiel von Jean-Michel Labadie aufgebauten "Born In Winter" der vermeintlich ruhigste Track das Albums. Joe zeigt, dass er auch mit klarer Stimme für Atmosphäre sorgen kann, bevor der Song deutlich an Dynamik gewinnt und dank der Chöre auch einen gewissen Pain-Vibe besitzt. An Chören scheinen Gojira anscheinend Gefallen gefunden zu haben, denn auch das finale "The Fall" weist dieses Stilmittel auf. An Durchschlagskraft büßen die Kompositionen dadurch allerdings gar nichts ein. Damit ist dem Quartett ein mehr als würdiger Nachfolger zum ebenfalls schon großartigen "The Way Of All Flesh" gelungen und das war weiß Gott keine leichte Aufgabe. © Laut
Ab
CD4,99 €

Metal - Erschienen am 9. Juli 2012 | Listenable records

Ab
HI-RES2,99 €
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 5. August 2020 | Roadrunner Records

Hi-Res
Ab
HI-RES15,99 €
CD13,49 €

Metal - Erschienen am 30. April 2021 | Roadrunner Records

Hi-Res
"Gib weg, was du nicht benötigst, denn eines Tages müssen wir uns von allem trennen und wenn wir es nicht tun, werden wir einfach nur zu Geistern, die zwischen den Dimensionen gefangen sind", sagt Joe Duplantier über einen Song des neuen Gojira-Albums. Zwar formuliert er hier die konsumkritische Botschaft der zugehörigen Lyrics. Das Zitat passt jedoch ebenso hervorragend zur Musik. Weniger war bei Gojira schon immer mehr. Und so beeindruckt die Band auch auf ihrem siebten Album damit, wie sie aus relativ wenigen, (vermeintlich) simplen Mitteln etwas Monumentales schafft. Schnörkellos hauen die Franzosen uns im Opener "Born For One Thing" die Riffs um die Ohren – die Trademarks auf einen erbarmungslosen Vierminüter komprimiert, in dem es nur eine Richtung gibt: nach vorn. Die Zahnrädchen greifen einmal mehr so perfekt ineinander, wie es derzeit vergleichbar sonst nur Meshuggah und Tool hinbekommen. Durch die präzisen Wechsel zwischen ratternden Palm-Mute-Attacken und kreischenden Akkorden entsteht ein permanentes Push-and-release-Feeling. Die Anspannung gipfelt, wenn im Herz des Songs die Gitarren deutlich in den Hintergrund treten und man plötzlich direkt in den Schlund von Jean Michel Labadies monströser Bassline blickt. Gojira haben kein bisschen ihrer Kraft eingebüßt, man fühlt sich sofort wieder wohl im Kosmos der fliegenden Wale, auch wenn seit "Magma" nun schon fünf Jahre vergangen sind. Mario Duplantier plättet wieder mit zugleich extrem songdienlichem wie kreativem Drumming (ich sage euch: der Typ zaubert irgendwann noch das "In The Air Tonight" des Metals), Bruder Joes Kommando-Schnauben dröhnt wie Schlachtrufe in Zack Snyder-Filmen, die Texte pendeln zwischen Umwelt- und Sozialaktivismus. All das wurde anlässlich vorangegangener Alben schon zur Genüge besprochen – doch was ist neu? Obwohl die Band-CI durchweg intakt bleibt, tatsächlich eine ganze Menge. Schon auf "Magma" brachen Gojira die Kruste ihrer Identität auf und ließen bis dato verdeckte Quellen sprudeln. Das äußerte sich in einem folkigen Akustik-Jam sowie progrockigen, leicht psychedelischen Nuancen. Beide Tendenzen verfolgt die Band auf "Fortitude" weiter. Im Zentrum des Albums kumulieren sie zum vorläufigen Höhepunkt. Es herrscht Lagerfeueratmosphäre im Titeltrack. Alle sonst so präsente Spannung scheint von den Musikern abgefallen, locker klimpern und klopfen sie vor sich hin, bewusst geht auch mal ein Schlag neben den Takt. Zwei Minuten Verschnaufpause zu Beginn der zweiten Albumhälfte. Dann ziehen Gojira das eben lose etablierte Motiv straff zusammen und vermählen es mit ihrer Soundwelt. Joe Duplantier bezeichnet "The Chant" als "Heilungsritual" und dominiert es mit einer hypnotischen, wortlosen Gesangsmelodie. Die Gitarren schieben, überraschen mit bluesigen Passagen. Mario trommelt das Stück stoisch im Low-Tempo voran, akzentuiert mit einem Schellenkranz den Groove und bewahrt durch geschickten Einsatz eines Shakers und on point gesetzten Fills vor der Monotonie. "The Chant" sticht in der Diskographie der Band deutlich heraus. Statt dabei den Bezug zu ihr zu verlieren, vertieft er sie aber eher noch. Das gelingt auch deshalb so gut, weil Gojira an anderen Stellen des Albums Bindeglieder platzieren. Maultrommel und rituelle Samples weisen im stark von Sepultura beeinflussten "Amazonia" den Weg in die traditionelle Richtung. Mario experimentiert in "Another World" mit Percussion, durch "New Found" schallen Chor und "Roots"-Trommeln. Später wiederholt "The Trails" mit Klargesang und Rockfeel die insgesamt sanftere Gangart von "The Chant". Klassischen Gojira-Vibes begegnen wir bei "Into The Storm" mit vertracktem "Bleed"-Pattern und den tiefen Growls von "Sphinx". Ganz zu schweigen von "Grind": Der Closer schließt mit zornigen Pickslides und Schlagzeuggewitter den Albumkreis zu "Born For One Thing" mit einem bandtypischen Brecher, diesmal der aggressiveren Sorte. Aufgenommen hat die Band übrigens in Joe Duplantiers Silver Cord Studio in Queens. Der Frontmann zeichnet zusammen mit Mischer Andy Wallace (Slayer, Rage Against The Machine) für den imposanten Sound verantwortlich, in dem bei aller Wucht auch die spirituellen, fast schon esoterischen Noten des Albums hervorragend zur Geltung kommen. Gojira vereinen auf "Fortitude" brutale Härte, technischen Anspruch und eine komplexe Gefühlswelt mit Groove und Zugänglichkeit. Wieder rücken sie ein Stück näher an die 5/5-Punkte-Wertung. So bleibt nur noch eins zu sagen: "Wake up to the sound of doom / Let this chant ring in your bones and lift you up!" © Laut
Ab
CD8,99 €

Metal - Erschienen am 1. Januar 2005 | Listenable records

Ab
HI-RES2,99 €
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 17. Februar 2021 | Roadrunner Records

Hi-Res
Ab
CD8,99 €

Metal - Erschienen am 19. Januar 2014 | Listenable records

Ab
HI-RES2,99 €
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 26. März 2021 | Roadrunner Records

Hi-Res
Ab
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 22. April 2016 | Roadrunner Records

Ab
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 20. Mai 2016 | Roadrunner Records

Ab
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 27. April 2012 | Roadrunner Records

Die Brüder Duplantier und ihre beiden Sidekicks haben sich Zeit gelassen, um einen Nachfolger für das 2008 veröffentlichte Meisterwerk "The Way Of All Flesh" zu komponieren. Vier Jahre sind eine kleine Ewigkeit auf dem hart umkämpften Markt, doch schon die erste Töne von "L'Enfant Sauvage" machen schnell klar: das Warten hat sich gelohnt. "Explosia" macht von Beginn an keine Gefangenen und walzt mit einer Macht daher, wie man sie von Meshuggah kennt. Grooves, monotone Brachialriffs, hin und wieder ein paar Disharmonien - das ist nicht neu, aber die Franzosen zelebrieren das mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit und mischen so ganz nebenbei noch einfache und dennoch große Melodien mit ein. Komplexe Tonkunst ist ja schön und gut, aber Gojira versteifen sich keineswegs auf komplizierte Rhythmik und vertrackte Riffs, sondern gehen auch gern den direkten Weg. Die Grooves sitzen auf den Punkt, die Strukturen sind jederzeit nachvollziehbar und leicht zu erkennen - dennoch erschließt sich manches erst nach wiederholten Durchläufen. Das erhöht die Halbwertszeit gleich mal ganz enorm. Auch der Gitarrensound von Sänger Joe Duplantier und Christian Andreu bietet vor allem bei den Leads und Soli eine interessante und willkommene Abwechslung vom üblichen Einerlei. Ausfälle gibt es auf der Scheibe keine, auch wenn mancher vielleicht auf das etwas seltsam klingende Instrumental "The Wild Healer" verzichten könnte. Bei aller Eingängigkeit kommt die Härte aber nie zu kurz. "Planned Obscolescence" beginnt genauso brachial wie beispielsweise "Pain Is A Master". Jedoch wagen und schaffen die Franzosen immer wieder den Schwenk zu harmonischen Melodiebögen und leicht wiedererkennbaren Hooklines. Dabei hat das mit einem epischen Refrain ausgestattete "The Gift Of Guilt" beinahe schon was von Pain. Hinterher folgt mit dem zunächst komplett auf dem Bassspiel von Jean-Michel Labadie aufgebauten "Born In Winter" der vermeintlich ruhigste Track das Albums. Joe zeigt, dass er auch mit klarer Stimme für Atmosphäre sorgen kann, bevor der Song deutlich an Dynamik gewinnt und dank der Chöre auch einen gewissen Pain-Vibe besitzt. An Chören scheinen Gojira anscheinend Gefallen gefunden zu haben, denn auch das finale "The Fall" weist dieses Stilmittel auf. An Durchschlagskraft büßen die Kompositionen dadurch allerdings gar nichts ein. Damit ist dem Quartett ein mehr als würdiger Nachfolger zum ebenfalls schon großartigen "The Way Of All Flesh" gelungen und das war weiß Gott keine leichte Aufgabe. © Laut
Ab
HI-RES2,99 €
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 25. April 2021 | Roadrunner Records

Hi-Res
Ab
HI-RES2,99 €
CD2,29 €

Metal - Erschienen am 12. April 2021 | Roadrunner Records

Hi-Res
Ab
CD0,79 €

Metal - Erschienen am 4. November 2019 | unholy records

Ab
CD1,07 €

Metal - Erschienen am 17. August 2015 | Roton