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Die Alben

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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Mai 2010 | WM UK

Auszeichnungen 3F de Télérama - Sélection Les Inrocks - Sélection du Mercury Prize
2008 schrie England "Hype" und wir stimmten ein. Von all dem habe ich, ehrlich gesagt, herzlich wenig mitbekommen. Ich gebe zu: Die Fohlen sind für mich erst mit "Total Life Forever" zur Welt gekommen. In Tat und Wahrheit haben sie sich mittlerweile zu prächtigen Hengsten entwickelt. "Total Life Forever" dürfte daher für viele einer der am meist erwarteten Ausritte dieses Jahres darstellen. Anstatt dass Foals nun aber den Disco-Punk-Art-Math-Rock ihres Erstlings (oder wie auch immer man ihren Stil nennen will, Shouts und nervöse Gitarren in den höchsten Tonlagen inklusive) noch verzwirbelter, vertrackter, sprich: schräger gestalten, bleibt davon auf ihrem Zweitling praktisch nichts übrig. Foals schalten auf "Total Life Forever" einen Gang runter, entdecken den Song, widmen sich Emotionen und himmlischen Melodien. Das sechseinhalb Minuten lange "Black Gold" beispielsweise steht stellvertretend für die überraschend grandiosen Gesten dieser Platte. Der Song beginnt mit einer mitreißenden Basslinie, synkopierten Cowbells und gehallten, verirrten, Foals-typischen Gitarrenspuren. Im Refrain singt man zu Yannis Philippakis' distanziert-resignierter Stimme "The future is not what it used to be", während vor dem inneren Auge die aktuellen Bilder der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko flimmern. Nach der Hälfte nimmt der Song jedoch eine Wendung, baut mit einem einzigen Riff enorme Spannung auf ("Look what's happened to you") und entlädt sich schließlich in einer solch unbeschreiblich orgiastischen Synthie-Wand, dass einem schwindelig wird. Ab diesem Moment fühlt man sich direkt in die Szenerie vor der Küste Louisianas versetzt, fliegt als Pelikan majestätisch über das Meer, fühlt sich glücklich, während unter einem die Ölbohrinseln brennen. Gleich danach folgt mit "Spanish Sahara" ein noch zäherer Brocken. Die Single beginnt mit dem kaum spürbaren Hauch eines Gitarrenriffs und Philippakis' entrückter Stimme. Über sieben Minuten Länge steigert sich die Nummer schließlich mittels elektronisch getränkter Farbwelten zu bildgewaltigem Kopfkino. Der Pelikan von vorhin ist einem Schwarm in den Himmel steigender Stare gewichen. Das Gefühl von Freiheit und gleichzeitigem Desaster jedoch bleibt. Philippakis' Zeilen geraten gewohnt vage, wenn auch nicht mehr so sinnentleert wie auf "Antidotes". Gut möglich also, dass Lyrics wie "You got blue blood on your hands, I think it's my own" ("Blue Blood") als Facebook-Statusmeldungen für plagiierende Selbst-Gratulanten herhalten müssen. Die Auftritte im Vorprogramm von Bloc Party haben bei den Oxforder Jungs offenbar Eindruck hinterlassen. "This Orient" beispielsweise erinnert an deren Wochenende in der Stadt. Dies soll nicht als verminderte Eigenständigkeit missverstanden werden. Dafür zeigt sich die Band viel zu quirlig und frisch in ihrem Sound. Foals liefern mit ihrem Zweitling eine Scheibe ab, die von einem enormen Reifeprozess zeugt. Ihre auf "Antidotes" vorherrschende Aufmüpfigkeit haben sie auf "Total Life Forever" nicht vollständig aufgegeben. Der damalige konzentrierte Druck hat sich vielmehr auf eine elaborierte Breite ausgeweitet. "Total Life Forever" begeistert bereits beim ersten Hördurchlauf - und ist Grower zugleich. Mit jedem weiteren Drücken der Repeattaste versetzen mich Foals wieder in Euphorie. Den Sattel für einen erneuten Ritt durch Foals' weite Klanglandschaft verstaue ich darum schon gar nicht mehr. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. Januar 2013 | Warner Records

Auszeichnungen Sélection du Mercury Prize
Wut ist hip. Wir malen Plakate, wir echauffieren uns, uns entfährt ein #aufschrei nach dem nächsten. Wir sind Wutbürger. Die ganze Welt ist so wütend, dass sich sogar die zahmen Foals davon anstecken lassen. Denn auch die sind jetzt wütend, sie schreien und grölen. "Inhaler", die erste Single zum dritten Album, tönte so laut und rau, dass manch einer erschrocken zurückwich. Sänger Yannis schreit seine innere Enge weg. Noch vor ein paar Jahren hätte er sie weggeweint. Aber keine Sorge. Die beißen nicht. Breite Gitarrenwände machen noch lange keine ungestüme Rockband aus den Indiejungs. Dafür frickeln sie immer noch viel zu gerne an ihren Saiten herum, da bleibt alles beim Alten. Und überhaupt: so konsequent sind sie gar nicht. Schon bei "My Number" bröckelt die Fassade der ungezähmten Wildfohlen, die sie mit verzerrten Gitarren mühsam in den ersten zehn Minuten aufbauen, von ihnen ab. Von Enge ist nichts mehr zu spüren, jetzt dominiert wieder die Liebe. So weich und leicht wie sie auch plötzlich wieder der Klang. Hier erinnern sie wieder an ihr altes Selbst, das ganze alte, beinahe zu "Cassius"-Zeiten. Was den Foals immer zugute gehalten wird, ist ihre stetige Entwicklung. Vom nervösen Discopop der "Antidotes"-Platte bewegten sie sich hin zu melancholischen Schichtklängen auf "Total Life Forever". Auf "Holy Fire" vermengen sie beides und klingen in manchen Momenten so perfekt nach der Fusion, als hätten sie sich endlich gefunden ("Providence"). Tanzbarkeit wie zur leichten "Antidotes"-Zeit und der flehende Gesang der schweren "Total Life Forever"-Momente, dazu die großen Gitarrentöne der jüngsten Zeit – wer die Foals kennen lernen will, der möge diesen Song hören. Manchmal aber verlieren sie ihren Weg wieder. Gerade in der Mitte scheinen sie nicht ganz zu wissen, wo sie hinwollen. So ziehen sich Tracks wie "Out Of The Woods" in die Länge, da sie ohne rechte Melodieführung gleichförmig vorbeischweben. Dabei sind starke Melodien eigentlich ihre Paradedisziplin. Ob es der konträre Basslauf in "Late Night" ist, der mit all seiner Lockerheit gar nicht recht in das schwere Stück passen will und gerade deswegen so schön heraussticht, oder der bescheidene, natürliche Klang aus "Stepson". Auch hier schwummert der Synthie – "Spanish Sahara" lässt grüßen. Am Schluss werden sie wieder ganz versöhnlich ("Moon"). Die Wut des Anfangs ist vorbei, Die Foals werden ihre Liebe für schwere Melodien nie verlieren. "Holy Fire" ist ein Album, das Blut und Wasser schwitzt, das laut beginnt und leise endet. Angeblich beschreibt Yannis die dritte Platte als "das Delta, Voodoo, der Sumpf, Sexualität, byzantinische Ikonografie und Musik, zuckersüße Rhythmen, die Berge, der Abgrund, der Niedergang von Bienenvölkern, Hip-Hop und Stoner Rock." Was war das mit den Bienenvölker? Was auch immer. "Holy Fire" ist nicht mehr und nicht weniger als der Entwicklungsprozess einer schon immer bemerkenswerten Band – gepresst in 50 Minuten. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 31. Januar 2013 | Warner Records

Videos Auszeichnungen Sélection du Mercury Prize
Wut ist hip. Wir malen Plakate, wir echauffieren uns, uns entfährt ein #aufschrei nach dem nächsten. Wir sind Wutbürger. Die ganze Welt ist so wütend, dass sich sogar die zahmen Foals davon anstecken lassen. Denn auch die sind jetzt wütend, sie schreien und grölen. "Inhaler", die erste Single zum dritten Album, tönte so laut und rau, dass manch einer erschrocken zurückwich. Sänger Yannis schreit seine innere Enge weg. Noch vor ein paar Jahren hätte er sie weggeweint. Aber keine Sorge. Die beißen nicht. Breite Gitarrenwände machen noch lange keine ungestüme Rockband aus den Indiejungs. Dafür frickeln sie immer noch viel zu gerne an ihren Saiten herum, da bleibt alles beim Alten. Und überhaupt: so konsequent sind sie gar nicht. Schon bei "My Number" bröckelt die Fassade der ungezähmten Wildfohlen, die sie mit verzerrten Gitarren mühsam in den ersten zehn Minuten aufbauen, von ihnen ab. Von Enge ist nichts mehr zu spüren, jetzt dominiert wieder die Liebe. So weich und leicht wie sie auch plötzlich wieder der Klang. Hier erinnern sie wieder an ihr altes Selbst, das ganze alte, beinahe zu "Cassius"-Zeiten. Was den Foals immer zugute gehalten wird, ist ihre stetige Entwicklung. Vom nervösen Discopop der "Antidotes"-Platte bewegten sie sich hin zu melancholischen Schichtklängen auf "Total Life Forever". Auf "Holy Fire" vermengen sie beides und klingen in manchen Momenten so perfekt nach der Fusion, als hätten sie sich endlich gefunden ("Providence"). Tanzbarkeit wie zur leichten "Antidotes"-Zeit und der flehende Gesang der schweren "Total Life Forever"-Momente, dazu die großen Gitarrentöne der jüngsten Zeit – wer die Foals kennen lernen will, der möge diesen Song hören. Manchmal aber verlieren sie ihren Weg wieder. Gerade in der Mitte scheinen sie nicht ganz zu wissen, wo sie hinwollen. So ziehen sich Tracks wie "Out Of The Woods" in die Länge, da sie ohne rechte Melodieführung gleichförmig vorbeischweben. Dabei sind starke Melodien eigentlich ihre Paradedisziplin. Ob es der konträre Basslauf in "Late Night" ist, der mit all seiner Lockerheit gar nicht recht in das schwere Stück passen will und gerade deswegen so schön heraussticht, oder der bescheidene, natürliche Klang aus "Stepson". Auch hier schwummert der Synthie – "Spanish Sahara" lässt grüßen. Am Schluss werden sie wieder ganz versöhnlich ("Moon"). Die Wut des Anfangs ist vorbei, Die Foals werden ihre Liebe für schwere Melodien nie verlieren. "Holy Fire" ist ein Album, das Blut und Wasser schwitzt, das laut beginnt und leise endet. Angeblich beschreibt Yannis die dritte Platte als "das Delta, Voodoo, der Sumpf, Sexualität, byzantinische Ikonografie und Musik, zuckersüße Rhythmen, die Berge, der Abgrund, der Niedergang von Bienenvölkern, Hip-Hop und Stoner Rock." Was war das mit den Bienenvölker? Was auch immer. "Holy Fire" ist nicht mehr und nicht weniger als der Entwicklungsprozess einer schon immer bemerkenswerten Band – gepresst in 50 Minuten. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. März 2019 | Warner Records

Hi-Res Booklet
Nicht nur ein, sondern zwei Alben! Die Foals sind nach vier Jahren Abwesenheit und der letzten Dampfwalze What Went Down mit einem neuen Album für ein breiteres Publikum zurück . Ein neues Kapitel wird für die Band von Yannis Philippakis aufgeschlagen, deren Rock-Weihwasser zu versiegen begann. Aus Angst, den Fan mit einem Doppelalbum zu überfordern, entschied sich das Quartett aus Oxford, ein Album im Frühjahr zu veröffentlichen, das im Herbst vervollständigt werden soll. Wenn es nicht den Schlag seines Vorgängers hat, bleibt Everything Not Saved Will Be Lost Part 1 ein kraftvolles Rock-Album voller crescendi (Exits, White Onions, Syrups), denn diese Bühnentiere - von 5 auf 4 reduziert - wissen, wie man sich auf das Wesentliche konzentriert. Mit dem Abschied des Bassisten Walter Gervers, der zu anderen Abenteuern aufbrach, entschieden sich Foals, ihre Worte zu mildern. Abgesehen von den Beschwerden über einen veralteten Planeten kümmert sich Philippakis zum ersten Mal um die Produktion. Der charismatische Leader mischt neue Texturen, vor allem Elektro-Beats, die für Stadien gedacht wurden (Moonlight, In Degrees), perkussive Melodien (Cafe d'Athens erinnert an Radioheads In Rainbow), aber auch introspektive Klavierfahrten (I'm Done With the World & It's Done With Me). Das nächste Album, bitte! © Charlotte Saintoin/Qobuz
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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. August 2015 | Warner Records

Hi-Res Booklet
"I buried my guilt in a pit in the sand / With the rust and the vultures and the trash downtown / So don't step to me, kid, you'll never be found / Cause while you were sleeping, I took over your town." Auch wenn das Titelstück "What Went Down" als der rifflastige Kraftakt durchgeht, als der er gemeint ist: Es wird schnell deutlich, dass Foals auch auf ihrem vierten Studioalbum zumindest musikalisch nicht ganz aus ihrer Haut herauskommen. Es würde der lauteste, heavieste Release der Band werden, ließ Frontmann Yannis Philippakis im Vorfeld verlauten. Besagte Aggression ist aber in erster Linie in den Texten spürbar. Musikalisch betrachtet bleibt es - trotz gelegentlicher Vorwärtsschritte - beim Altbewährten, sich selbst erspielten Wohlbekannten. Gleichwohl mit einer ausgeprägteren Eingängigkeit. Die Briten sind längst im großen Stadion angekommen. Das Drama liegt im Epilog, im Outro mit dem Willen zur Opulenz, in der Steigerung, im Klimax - der Sound ist in Wahrheit längst ausdefinierter. Großflächen-Atmosphärenfunk-Gitarrentum, melodisch und filigran, perfekt und tragend in Szene gesetzt von Philippakis und Jimmy Smith, eine luftig sich verdichtende Synth-Sphärik: Der Math-Rock der Vorgängeralben ist zugänglicher. Die Foals bleiben dabei stets eine blendend eingespielte Groove-Einheit mit ausgefeilten Hooklines und einem untrügerischen Gespür für atmosphärische Verdichtung. Und: einer Vorliebe für 80er-Jahre-Synths. Bei "Give It All", einer der Balladen, kommt dann eine gehörige Prise Pathos ins Spiel. "Give me something I haven't seen / Give me the red light turning green / Give me the words but not the page / Give me it all." Dazu im Falsetto gesungene "Uuuuhs" und ein dichter werdendes Ambiente. Dasselbe passiert bei der zweiten Großraumballade des Albums, "London Thunder". Beide Stücke wirken ein wenig zu auf Nummer sicher hinkonzipiert und einen Tacken zu glatt. "Snake Oil" versucht dagegen, die Vorabversprechung von Schmutz und Schwere einzulösen und kommt über weite Strecken als verzerrter Bluesrock daher. Doch es bleibt bei einer kurzen Exkursion, schon beim Folgetrack "Night Swimmers" ist alles wieder beim Alten. "I called you up / 3 times last night / Running through the streets / Bloody, from a fist fight. Nein, "What Went Down" kommt musikalisch nicht so sehr als Dampfhammer daher, wie es die Band gerne gehabt hätte. Mehr noch: In den Momenten, in denen die Platte nicht die Zähne fletscht, wirkt sie ein wenig glatter, als es hätte sein müssen. Dass man bei den Foals mit Unerwartetem rechnen kann, beweisen sie durchaus. Und natürlich ist "What Went Down" ein gutes Album geworden. Man hätte sich dieses Mal aber ruhig noch weiter aus dem Fenster lehnen können. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Warner Records

Hi-Res Booklet
Ein Bandmitglied weniger im Line-Up, dafür zwei neue Alben im Backkatalog: Der überraschenden Nachricht Anfang Januar 2018, dass Bassist Walter Gervers den Foals in Freundschaft den Rücken kehrt, folgte ein Jahr später die Ankündigung, 2019 gleich zwei Platten releasen zu wollen. Im Prinzip kein schlechter Move, um das nächste Kapitel aufzuschlagen. Nach den beiden herausragenden Vorgängern ("Holy Fire", 2013 und "What Went Down", 2015) liegt die Latte schon verdammt hoch. Yannis Philippakis, Jack Bevan, Jimmy Smith und Edwin Congreave flanken aber problemlos und technisch sauber drüber. Gervers könnte diese Punktlandung sogar begünstigt haben: Sein Abschied schlägt sich auf "Everything Not Saved Will Be Lost Part 1" nieder. Der Synthiebass des Vorabtracks "Exits" fällt direkt auf, stilistisch eingeleitet von einem beatbefreiten und atmosphärischen Synthie-Intro: "Moonlight" gibt den Einfluss der 80er auf das Sounddesign vor. Inhaltlich thematisiert Philippakis die unsicheren, teils chaotischen Zustände unserer Zeit: sein Leitmotiv für beide Alben. Die zweite Single "On The Luna" steht qualitativ direkt in einer Reihe mit "My Number" und "Mountain At My Gates", den Pophits der Band. Der Song transportiert gleichwohl eine roughere, aggressivere Grundstimmung, Synthie-Hooks verschmelzen auf bewundernswerte Weise mit körnigen Gitarren. Diese Fähigkeit bleibt neben Philippakis' Vocals das Pfund der Briten. Besonders gut knallt das beim nächsten Highlight: "White Onions" brettert mit Monsterlick. Im Anschluss legen Foals einen astreinen und melodiösen Four-to-the-floor-Dancetune hin ("In Degrees"). Bei "Syrups" schlägt sphärisch dubbiger Trip Hop später in Doubletime-Tempo um. Das experimentell anmutende "Cafe D'Athens" fußt auf einem ausgebremsten Breakbeat, auffallende Sounds, die nach Vibraphon beziehungsweise Steeldrums klingen, prägen das Stück. Die dritte Single, "Sunday", klingt gegen Ende der Platte wieder versöhnlich poppig, bevor die Ballade im Mittelteil auch wieder in einen Dancetune umschwenkt. Das wunderschöne, von Klavier getragene und erneut beatlose "I'm Done With The World (& It's Done With Me)" rundet ein starkes Album ab. Auf den ersten Blick könnte man meinen, den Foals seien die Hitrefrains ein wenig abhanden gekommen. Davon kann aber keine Rede sein. Wenn, dann legen die Briten Tracks hin, die sich wie "On The Luna" permanent im Refrainmodus befinden. Vergleicht man die derzeitige Aufstellung der Foals mit der auf einer Platte wie "Total Life Forever", klangen sie damals geradezu brav. Sollte der für Herbst angekündigte zweite Teil in musikalischer Hinsicht tatsächlich gitarrenlastiger ausfallen als "Everything Not Saved Will Be Lost Part 1", das Philippakis als im direkten Vergleich Synthie- bzw. New Wave orientierter beschreibt, gibt das noch mehr Grund zur Freude. "White Onions" oder "On The Luna" legen in dieser Hinsicht schon mal richtig vor. © Laut

Alternativ und Indie - Erschienen am 31. Januar 2013 | Warner Records

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Rock - Erschienen am 12. Juni 2020 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. März 2008 | Transgressive Records

Booklet
Lang und ausgiebig wurden sie in England gehypet, nun sind Foals samt Debüt endlich auch in Good Old Germany angekommen, um gebührend bejubelt zu werden – und natürlich, um den heimischen Plattenspieler auf Hochtouren zu bringen. Im Grunde sollte man sich die Briten besser live zu Gemüte führen und sich persönlich von ihrer dramatisch-explosiven Bühnenshow überzeugen. Da sich dies für den Nicht-Insulaner allerdings eher schwieriger gestaltet, muss vorerst auf CD- bzw. Vinyl-Material zurückgegriffen werden. Dafür entschädigen die elf Debüt-Songs auf "Antidotes" aber auch ganz stattlich! Einmal angefixt kommt man nur schwer weg vom höchst eingängigen und vor allem tanzbaren, oft als Math-Rock etikettierten Sound der Oxforder Herren, die auch die heimische Musiklandschaft augenblicklich infizierten und das Lob sämtlicher In-Presse für sich gewannen. Was am Foals-Sound so neu oder hypeverdächtig ist, liegt auf der Hand: Es ist das fast schon geniale Spiel mit den verschiedensten Genres und Klangzitaten. Eine große Ecke Elektropop, trifft auf Rock, trifft auf Punk, auf Funk und und und. Das Rezept der Band lautet entsprechend: Man sauge einfach alles, was geht auf, lasse sämtliche Musikarten und Gruppen auf sich wirken und bediene sich ohne scheu bei all diesen, angefangen bei Afro über Techno bis hin zu griechischer Folkmusik, erklärt Frontmann Philippakis – Vergleiche zu anderen Bands fallen da entsprechend schwer, auch wenn man zumindest was die ellipsenhaften, wunderlichen Texte angeht sicher auf ihre UK-Kollegen Klaxons oder These New Puritans verweisen kann. Die Foals'sche Experimentierfreude mündet zum Glück nicht in eklektischem Stilgemenge, sondern in höchst durchdachtem, kreativem Klanggeräte- und Effekteinsatz, zackigen Beats sowie verqueren Lyrics. Dabei stehen jedoch stets die analogen Instrumente im Vordergrund, mit denen man geschickt allerlei vermeintlich computergenerierte Klänge erzeugt. Ganz hervorragend gelingt Foals das auf "Electric Bloom", einem der Highlights eines durchweg überzeugenden Albums, sowie auf "Red Sock Pugie", das zentral von Gitarren und Synthies getragen wird und trotz seiner Läge zu keiner Zeit langatmig wirkt. "Olympic Airways" führt in melancholischere, "Big Big Love (Fig. 2)" in besinnlichere Gefilde, die restlichen Tracks, vor allem "Balloons" oder "Cassius", stimmen dagegen äußerst heiter und lassen Kopf und Füße zwingend mitwippen. Hier und da bäumen sich die sonst so sauber gespielten, rhythmischen Gitarren kurz auf ("Two Steps, Twice"), dazu gesellt sich Yannis Philippakis kryptischer Gesang und ein ausgewählt und stimmig eingesetztes Saxophon ("The French Open"). All dies sollte jedoch zwingend selbst erkundet werden, zumal die Platte von Durchgang zu Durchgang weiter an Tiefe gewinnt. All diejenigen, die sich an kunstvollen Illustrationen erfreuen, seien noch auf das Cover verwiesen. Außerdem bereitet man mit dem Kauf nicht nur sich selbst, sondern auch Sänger Philippakis eine Freude: "Every time you listen to it a little pressure is eased from my head", heißt es auf der Bandseite. Den Gefallen erweist man ihm doch gern! © Laut
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Rock - Erschienen am 9. Oktober 2020 | Warner Records

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Rock - Erschienen am 31. Juli 2020 | Warner Records

Rock - Erschienen am 18. Oktober 2019 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. August 2015 | Warner Records

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"I buried my guilt in a pit in the sand / With the rust and the vultures and the trash downtown / So don't step to me, kid, you'll never be found / Cause while you were sleeping, I took over your town." Auch wenn das Titelstück "What Went Down" als der rifflastige Kraftakt durchgeht, als der er gemeint ist: Es wird schnell deutlich, dass Foals auch auf ihrem vierten Studioalbum zumindest musikalisch nicht ganz aus ihrer Haut herauskommen. Es würde der lauteste, heavieste Release der Band werden, ließ Frontmann Yannis Philippakis im Vorfeld verlauten. Besagte Aggression ist aber in erster Linie in den Texten spürbar. Musikalisch betrachtet bleibt es - trotz gelegentlicher Vorwärtsschritte - beim Altbewährten, sich selbst erspielten Wohlbekannten. Gleichwohl mit einer ausgeprägteren Eingängigkeit. Die Briten sind längst im großen Stadion angekommen. Das Drama liegt im Epilog, im Outro mit dem Willen zur Opulenz, in der Steigerung, im Klimax - der Sound ist in Wahrheit längst ausdefinierter. Großflächen-Atmosphärenfunk-Gitarrentum, melodisch und filigran, perfekt und tragend in Szene gesetzt von Philippakis und Jimmy Smith, eine luftig sich verdichtende Synth-Sphärik: Der Math-Rock der Vorgängeralben ist zugänglicher. Die Foals bleiben dabei stets eine blendend eingespielte Groove-Einheit mit ausgefeilten Hooklines und einem untrügerischen Gespür für atmosphärische Verdichtung. Und: einer Vorliebe für 80er-Jahre-Synths. Bei "Give It All", einer der Balladen, kommt dann eine gehörige Prise Pathos ins Spiel. "Give me something I haven't seen / Give me the red light turning green / Give me the words but not the page / Give me it all." Dazu im Falsetto gesungene "Uuuuhs" und ein dichter werdendes Ambiente. Dasselbe passiert bei der zweiten Großraumballade des Albums, "London Thunder". Beide Stücke wirken ein wenig zu auf Nummer sicher hinkonzipiert und einen Tacken zu glatt. "Snake Oil" versucht dagegen, die Vorabversprechung von Schmutz und Schwere einzulösen und kommt über weite Strecken als verzerrter Bluesrock daher. Doch es bleibt bei einer kurzen Exkursion, schon beim Folgetrack "Night Swimmers" ist alles wieder beim Alten. "I called you up / 3 times last night / Running through the streets / Bloody, from a fist fight. Nein, "What Went Down" kommt musikalisch nicht so sehr als Dampfhammer daher, wie es die Band gerne gehabt hätte. Mehr noch: In den Momenten, in denen die Platte nicht die Zähne fletscht, wirkt sie ein wenig glatter, als es hätte sein müssen. Dass man bei den Foals mit Unerwartetem rechnen kann, beweisen sie durchaus. Und natürlich ist "What Went Down" ein gutes Album geworden. Man hätte sich dieses Mal aber ruhig noch weiter aus dem Fenster lehnen können. © Laut

Alternativ und Indie - Erschienen am 10. Mai 2010 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 23. März 2008 | Warner Records

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Rock - Erschienen am 5. September 2019 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 17. Dezember 2012 | WM UK

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Rock - Erschienen am 16. September 2019 | Warner Records

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Ein Bandmitglied weniger im Line-Up, dafür zwei neue Alben im Backkatalog: Der überraschenden Nachricht Anfang Januar 2018, dass Bassist Walter Gervers den Foals in Freundschaft den Rücken kehrt, folgte ein Jahr später die Ankündigung, 2019 gleich zwei Platten releasen zu wollen. Im Prinzip kein schlechter Move, um das nächste Kapitel aufzuschlagen. Nach den beiden herausragenden Vorgängern ("Holy Fire", 2013 und "What Went Down", 2015) liegt die Latte schon verdammt hoch. Yannis Philippakis, Jack Bevan, Jimmy Smith und Edwin Congreave flanken aber problemlos und technisch sauber drüber. Gervers könnte diese Punktlandung sogar begünstigt haben: Sein Abschied schlägt sich auf "Everything Not Saved Will Be Lost Part 1" nieder. Der Synthiebass des Vorabtracks "Exits" fällt direkt auf, stilistisch eingeleitet von einem beatbefreiten und atmosphärischen Synthie-Intro: "Moonlight" gibt den Einfluss der 80er auf das Sounddesign vor. Inhaltlich thematisiert Philippakis die unsicheren, teils chaotischen Zustände unserer Zeit: sein Leitmotiv für beide Alben. Die zweite Single "On The Luna" steht qualitativ direkt in einer Reihe mit "My Number" und "Mountain At My Gates", den Pophits der Band. Der Song transportiert gleichwohl eine roughere, aggressivere Grundstimmung, Synthie-Hooks verschmelzen auf bewundernswerte Weise mit körnigen Gitarren. Diese Fähigkeit bleibt neben Philippakis' Vocals das Pfund der Briten. Besonders gut knallt das beim nächsten Highlight: "White Onions" brettert mit Monsterlick. Im Anschluss legen Foals einen astreinen und melodiösen Four-to-the-floor-Dancetune hin ("In Degrees"). Bei "Syrups" schlägt sphärisch dubbiger Trip Hop später in Doubletime-Tempo um. Das experimentell anmutende "Cafe D'Athens" fußt auf einem ausgebremsten Breakbeat, auffallende Sounds, die nach Vibraphon beziehungsweise Steeldrums klingen, prägen das Stück. Die dritte Single, "Sunday", klingt gegen Ende der Platte wieder versöhnlich poppig, bevor die Ballade im Mittelteil auch wieder in einen Dancetune umschwenkt. Das wunderschöne, von Klavier getragene und erneut beatlose "I'm Done With The World (& It's Done With Me)" rundet ein starkes Album ab. Auf den ersten Blick könnte man meinen, den Foals seien die Hitrefrains ein wenig abhanden gekommen. Davon kann aber keine Rede sein. Wenn, dann legen die Briten Tracks hin, die sich wie "On The Luna" permanent im Refrainmodus befinden. Vergleicht man die derzeitige Aufstellung der Foals mit der auf einer Platte wie "Total Life Forever", klangen sie damals geradezu brav. Sollte der für Herbst angekündigte zweite Teil in musikalischer Hinsicht tatsächlich gitarrenlastiger ausfallen als "Everything Not Saved Will Be Lost Part 1", das Philippakis als im direkten Vergleich Synthie- bzw. New Wave orientierter beschreibt, gibt das noch mehr Grund zur Freude. "White Onions" oder "On The Luna" legen in dieser Hinsicht schon mal richtig vor. © Laut
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Rock - Erschienen am 9. Oktober 2020 | Warner Records

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Alternativ und Indie - Erschienen am 12. März 2007 | WM UK