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Dem Anfang des altehrwürdigen Labels Verve Records wohnte wahrlich ein Zauber inne. 1956 legte Norman Granz Clef Records und Down Home, Norgran Records zusammen, um seinen drei erklärten Zielen einen deutlichen Schritt näher zu kommen: Musik ohne rassistische Diskriminierung produzieren, dem Auditorium gute Produkte liefern und damit möglichst viel Geld verdienen. In der Folge wurde Verve Records zur Heimat von Billie Holiday, Nina Simone, Blossom Dearie, Count Basie, Duke Ellington, Stan Getz, Oscar Peterson, Ben Webster und unzähligen anderen Jazz-Musikern. Aber auch abseits dieses Genres fanden sich mit The Velvet Underground ("The Velvet Underground & Nico"), Frank Zappa And The Mothers Of Invention oder Talk Talk ("Laughing Stock") weitere Eckpfeiler der Musikhistorie ein. Den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte legte eine Künstlerin, die selbst in dieser Liste aus lauter Hochkarätern eine Sonderstellung einnimmt: Ella Fitzgerald. "Ella, sie hat es, dieses gewisse Etwas, das die anderen nicht haben, das uns in diesen komischen Zustand versetzt. Sie hat dieses winzige Mehr an Seele, diesen unbeschreiblichen Charme, dieses kleine Feuer", sang France Gall in ihrem 1987 veröffentlichten Hit "Ella, Elle L'a" ("Ella, Sie Hat Es") und hatte mit jedem von ihrem Mann Michael Berger geschriebenen Wort Recht. Ella Fitzgerald verfügte über eine meisterhafte Phrasierung, Intonation und Diktion. Virtuos wechselte sie von einem Moment zum nächsten ihren Ausdruck. Mal setzte Lady Ella sanft ihr sparsam herangezogenes Vibrato ein, verfiel im nächsten Augenblick in ein kindlich-naives Kieksen, machte einen Abstecher zu kräftigen, warmen Tönen um dann mit ihrer hellen, drei Oktaven umspannenden Stimme in ihren so charakteristischen, beherzten Scat-Gesang auszubrechen. Den entwickelte sie aus ihrer Begeisterung für Charlie Parker und Dizzy Gillespie heraus immer noch ein Stück weiter. All die berauschende Technik, die sie mit einer Leichtigkeit verband, als sei Singen das Einfachste und Natürlichste der Welt, kann jedoch nicht erklären, warum Ella dieses eine bisschen Mehr hatte. Dieses Feuer, das in ihr brannte. Dieses Feuer, dank dem ihr die Herzen ihrer Zuhörer, egal aus welcher Bevölkerungsgruppe sie auch stammten, zuflogen. Das Feuer, das einen spüren ließ, dass der First Lady Of Song jede gesungene Note und jedes Wort am Herzen lag. Mit ihrer Darbietung von 32 Cole Porter-Klassikern startete Fitzgerald ihre durchweg empfehlenswerte Songbook-Reihe. In diesem Rahmen interpretierte sie zwischen 1956 und 1964 Songs von Rodgers & Hart, Duke Ellington, Irving Berlin, George und Ira Gershwin, Harold Arlen, Jerome Kern und Johnny Mercer. Porters Lieder, eigentlich für unzählige Musicals und Filme wie "Anything Goes", "Can-Can", "Gay Divorce", "Red, Hot And Blue!", "Broadway Melody Of 1940" oder "High Society" geschrieben, fanden schnell ihren Weg in den Jazz. Seine eleganten, weltgewandten Melodien, gepaart mit raffinierten Texten voller Ironie und Sarkasmus und den ausgefeilten Songstrukturen machten aus dem aus einer wohlhabenden Familie in Indiana stammenden Jungen einen der besten Songwriter seiner Zeit. Er erzählte extravagante Kurzgeschichten über Sex, Verlangen, Hoffnung, Romantik und entblößende Melancholie, spielte gewitzt mit Wörtern, malte mit ihnen schwelgerische Bilder und schrammte so mehrfach nur knapp an der Zensur vorbei. Die Aufnahmen zu "Ella Fitzgerald Sings The Cole Porter Songbook" fanden zwischen Februar und März 1956 in den heiligen Hallen des Capitol-Studios statt. Zuerst war Nelson Riddle aufgrund seines Erfolgs mit Frank Sinatra ("In The Wee Small Hours") als Arrangeur vorgesehen. Da dieser jedoch fest an Capital Records gebunden war, übernahm der gerade einmal 25-jährige Buddy Bregman diese Rolle. Er setzte Fitzgerald geschickt in Szene. Dafür standen ihm eine ganze Reihe von Jazzikonen zur Verfügung, darunter Barney Kessel (Gitarre), Herb Geller (Klarinette, Altsaxophon), Ted Nash (Flöte, Klarinette, Tenor-Saxophon), Paul Smith (Klavier), Joe Mondragon (Bass) und Sweets Edison (Trompete). Bregmans Arrangements in Technicolor klingen brillant und sensibel, bleiben - einziger Kritikpunkt an diesem Album - jedoch zeitweise zu statisch. Riddle übernahm später drei andere Folgen der Songbook-Reihe (George und Ira Gershwin, Jerome Kern, Johnny Mercer). "The day is my enemy / The night my friend / For I'm always so alone till the day draws to an end." Gleich mit den ersten Zeilen aus "All Through The Night", das zuletzt The Prodigy im "The Day Is My Enemy"-Titeltrack verwursteten, zieht uns die Queen Of Jazz in ihren Bann und lässt uns bis zum abschließenden "Don't Fence Me In" nicht mehr los. Ellas wärmende Stimme tänzelt um Bregmans nachtdunkles Bigband-Arrangement. Der exzellente Sound der Aufnahme verdichtet die aufgebaute Stimmung, die später im traumverlorenen "Get Out Of Town" ihre Fortsetzung findet. Zeit seines Lebens zog es Porter immer wieder zurück in die Hauptstadt der Liebe. Konsequenterweise begann sein Aufstieg mit dem Musical "Paris", doch kein zweites Lied aus seiner Feder umschreibt die Illusion der französischen Hauptstadt wie das für "Can-Can" entstandene "I Love Paris". Im meisterhaften Wechsel zwischen Moll in den Versen und dem übersprudelnden Dur im Refrain spürt man die pure Leidenschaft für diesen zeitlosen Ort. Fitzgerald versteht Porters Gefühle, setzt sie bravourös in Szene und schickt den Hörer auf einen romantisch verklärten Spaziergang an der Seine. Ein makellos in Szene gesetztes Klischee, dem Caterina Valente und Texter Kurt Feltz im deutschen "Ganz Paris Träumt Von Der Liebe" noch zusätzlich Sehnsucht und Fernweh injizierten. "Ganz Paris singt immer wieder / Immer wieder nur vor Glück / Wer verliebt ist / Wer verliebt ist in die Liebe / Kommt nach Paris zurück." Das aus dem Musical "The New Yorkers" stammende "Love For Sale" schrieb Porter aus der Perspektive einer Prostituieren. Diese bietet "old love, new love, every love but true love" feil. Fitzgerald verkauft selbst diese illusionslosen Zeilen voller Anmut. Wie vorbestellt landete das Lied nach seinen ersten Aufführungen auf der schwarzen Liste der Radiosender. Wie auch Jahrzehnte später bei Falcos "Jeanny" oder Frankie Goes To Hollywoods "Relax": die beste Art der Werbung. "Alway True To You In My Fashion" sprüht über vor champagnerfröhlichem Wortwitz. "From Milwaukee, Mister Fritz / Often dines me at the Ritz / Mister Fritz invented Schlitz and Schlitz must pay." Spätestens hier versteht man, warum der Songwriter in Verzücken ausbrach, als Norman Granz ihm in Waldorf-Astoria-Hotel besuchte und ihm das Album vorspielte. "My, what marvellous diction that girl has." Dabei konnte die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Ella Fitzgerald noch nicht einmal Noten lesen. Die Karriere der Sängerin, die nach dem Tod ihrer Mutter bereits mit vierzehn auf sich allein gestellt war, begann zudem mit einem Rückzieher. Eigentlich wollte sie den Amateurwettbewerb im Apollo Theater in Harlem mit einer Tanzdarbietung gewinnen, doch in letzter Minute bekam sie kalte Füße. Stattdessen begeisterte sie das Publikum mit dem Lied "Judy". In der Folge landete sie in Chuck Webbs Big Band, mit der sie 1938 mit "A Tisket A Tasket" ihren ersten Hit verzeichnete. Der Startschuss für eine außergewöhnliche Karriere, in der immer die Musik, niemals die Person im Mittelpunkt stand. Erst 1994 zog sich Fitzgerald, nachdem sie infolge jahrelanger Diabeteserkrankung beide Unterschenkel amputiert bekam und fast erblindet war, aus dem Musikbusiness zurück. Kessels Gitarrenspiel, um das sich Ellas hingebungsvolle Stimme schlängelt, eröffnet "I Get A Kick Out Of You". Nach der ersten Strophe setzt langsam und gefühlvoll das Orchester ein, gibt Paul Smith Platz für herrliche Klavier-Improvisationen und bietet so mehr als nur eine zartgliedrige Alternative zu Sinatras dominanteren Versionen. Obwohl der Text zum Zeitpunkt der Aufnahmen von Porter bereits in "some like the perfume in Spain" abgeändert wurde, schreckt die Queen Of Jazz nicht vor den oft verschmähten Koks-Zeilen zurück: "Some get a kick from cocaine / I'm sure that if I took even one sniff / That would bore me terrifically, too / Yet, I get a kick out of you." Auch der Text von "Let's Do It", ein bildgewaltiges Werk voller Doppeldeutigkeiten, hat eine Überarbeitung hinter sich: Bereits kurz nach der Veröffentlichung sah Porter selbst ein, dass manchem die Eröffnungszeilen "Chinks do it, Japs do it / Up in Lapland little Laps do it" sauer aufstoßen könnten - mit gutem Grund. Schnell änderte er diese in die heute so bekannten Worte: "Birds do it, bees do it / Even educated fleas do it / Let's do it, let's fall in love." Im Grunde erklärt der verschmitzte Text ziemlich genau, worum es sich bei diesem "let's fall in love" handelt. Wer aber immer noch im Dunklen tappt, bei dem sollten die hier leider nicht enthaltenen Zeilen "Sweet guinea-pigs do it / Buy a couple and wait" endgültig für Klarheit sorgen. Porters wohl ergreifendstes, intimstes Stück bleibt "Ev'ry Time We Say Goodbye". Obwohl von unzähligen Interpreten aufgenommen, zählt Fitzgeralds Version zu den eindringlichsten und zeitlosesten. Bereits in seinem Text verneigt sich der Song vor seiner eigenen Größe, wenn seine Akkorde zu "There's no love song finer / But how strange the change from major to minor" von Dur zu Moll wandern und am Ende so bezeichnend für den langsamen, traurigen Abschied aus dem einst überschwänglichen Leben des Autors steht. Nachdem seine erste erste Broadway-Produktion "See America First" 1916 noch floppte, reihte sich ab 1928 ein Erfolg an den nächsten. Ungeachtet seiner Homosexualität heiratete er 1919 die acht Jahre ältere Linda Lee Thomas, die über die Jahre für ihn zur treuen Freundin wurde. Das sorgenfreie Leben von America's Great Sophisticate erlebte einen abrupten Wandel, als er bei einem schweren Reitunfall 1937 fast beide Beine verlor. In den folgenden Jahren musste er über 30 Operationen über sich ergehen lassen. Sein rechtes Bein nannte er fortan Geraldine, sein linkes Josphine. Als 1952 zuerst seine Mutter Kate starb und 1954 seine Frau Linda folgte, verdüsterten sich die Wolken zunehmend. Als Geraldine 1958 amputiert werden musste, wanderte auch Porters Leben endgültig von Dur zu Moll. Seine letzten Jahre verbrachte er zurückgezogen und verlor mehr und mehr seinen Lebenswillen. Ein schleichendes Ende mit zu vielen Abschieden für den zuvor so lebensbejahenden Menschen. "Everytime we say goodbye, I die a little / Everytime we say goodbye, I wonder why a little / Why the Gods above me, who must be in the know / Think so little of me, they allow you to go." Schwelgerische Geigen leiten in die Big Band-Nummer "Anything Goes", in der Fitzgeralds Stimme mit der Musik auf Tuchfühlung geht. Ein schnieke gestaltetes Liebeslied, das ein milder politischer Unterton begleitet. Der Text schaffte es schließlich in leicht abgewandelter Form in eine Malcolm X-Rede: "Since the Puritans got a shock / When they landed on Plymouth Rock / If today any shock they should try to stem / 'Stead of landing on Plymouth Rock / Plymouth Rock would land on them." 1972 nahm die Sängerin den Song, nun mit Nelson Riddle, noch einmal für "Ella Loves Cole" auf. "Like the beat beat beat of the tom-tom / When the jungle shadows fall / Like the tick tick tock of the stately clock / As it stands against the wall / Like the drip drip drip of the raindrops / When the summer shower is through / So a voice within me keeps repeating you, you, you." Dem ungewöhnlichen "Night And Day" mit seinem dem Rhythmus ergebenen Beginn verleiht Fitzgerald den entscheidenden eleganten Schliff. "I've Got You Under My Skin" aus dem Musical "Born To Dance" gehört natürlich voll und ganz Sinatra, aber auch Fitzgerald swingende Big-Band-Version kann sich hören lassen. Beide Stücke gehörten zu den Highlights der 1990 erschienen AIDS-Benefiz-Kompilation "Red Hot + Blue", für die Künstler wie Sinéad O'Connor, Iggy Pop, David Byrne, Tom Waits und Annie Lennox alte Porter-Lieder neu interpretierten. U2 versetzten "Night And Day" in eine bedrohliche Disharmonie und gestatteten so einen ersten Einblick auf ihre Entwicklungen auf "Achtung Baby". Neneh Cherry ließ nur wenig von "I've Got You Under My Skin" übrig. Für die gute Sache erschütterte sie das Stück bis auf die Grundfesten und bastelte aus den Mauerresten und vier übrig gebliebenen Zeilen ihren eigenen bassverliebten Song und den wohl besten Track ihrer ersten Karrierephase. Mit "Ella Fitzgerald Sings The Cole Porter Songbook" gelang dem Verve Records Label der Überraschungscoup des am besten verkauften Jazz-Albums des Jahres 1956. Nebenbei schaffte es Norman Granz auf diesem Weg, zwei der außergewöhnlichsten Musiker ihrer Zeit zu vereinen. Freilich kann die Platte nur als Einstieg in die von Höhepunkten gespickte Karriere der Ella Fitzgerald dienen. Neben den weiteren Alben der Songbook-Reihe sei hier noch auf ihre Zusammenarbeit mit Louis Armstrong, vor allem auf "Ella And Louis" und Gershwins "Porgy And Bess", die Live-Aufnahme "Mack The Knife: Ella In Berlin" sowie das mit Count Basie und Quincy Jones entstandene "Ella And Basie!" hingewiesen. Aber egal, wo man beginnt und egal, wie man es dreht und wendet: Ella, elle l'a. © Laut
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