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Die Alben

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Jazz - Erschienen am 1. Januar 2000 | Dreyfus Jazz

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Jazz - Erschienen am 24. November 2017 | Okeh

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Didier Lockwood ist bekannt für seine atypischen musikalischen Reisen und das Album Apesantar aus dem Jahre 2016 stellte da keine Ausnahme dar: Das überraschende, um nicht zu sagen faszinierende Album entstand in einer einzigen Aufnahme. Und so genossen wir diese Jazz-Fusion-Platte ebenfalls in einem Atemzug, wie eine schwerelose Space Oper, in der man sich nur allzu gerne verirrt… Auf Open Doors kehrt er nun zu den Grundlagen des Jazz zurück. Zusammen mit seinem prachtvollen Quartett mit André Ceccarelli am Schlagzeug, dem Pianisten Antonio Farao und Darryl Hall am Kontrabass liefert uns Lockwood hier höchstkreative und inspirierende Improvisation. Keine unnötiger Schnickschnack, sondern reiner Jazz und purer Swing (die Rhythmusgruppe Ceccarelli/Hall ist zum Dahinschmelzen), die an die Schönheit dieses im Jazz so seltenen Instrumentes appellieren: die der Geige. © CM/Qobuz
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Jazz - Erschienen am 2. Mai 2001 | Dreyfus Jazz

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Jazz - Erschienen am 15. November 2019 | JMS Productions

Eine Geige zum Swingen zu bringen ist wie die Besteigung des Matterhorns. Wenige haben es wirklich zum Gipfel geschafft: Eddie South, Stuff Smith, Joe Venuti, Sugarcane Harris, Zbigniew Seifert. Und natürlich die Franzosen – bis heute mit Dominique Pifarély, Mathias Lévy oder Théo Ceccaldi. Ihr Pionier war Stephane Grappelli, der angefeuert von Django Reinhardts Gitarre das Basiswissen schuf. Davon profitierten Jean-Luc Ponty und Didier Lockwood, aber wie Grappelli wollte der Coltrane-Fan Ponty nie klingen und ging zu Frank Zappa; anderen half es, sich an der Saxofon-Phrasierung zu orientieren, so fand der Pole Zbigniew Seifert zu seinem Stil. Grappelli wurde Didier Lockwoods Mentor. Am 18.2.18 ist dieser großartige Jazzgeiger mit 62 Jahren gestorben. Die jetzt neu aufgelegten Alben für JMS in Paris entstanden nach der Zeit mit dem deutschen MPS-Label. Joachim Ernst Berendt hatte den Schreiber dieser Zeilen gebeten, für die Donaueschinger Musiktage '78 eine „French Connection“ zusammenzustellen, und Didier Lockwood, mit unbändiger Spiellust und jugendlicher Frische, wurde als die Entdeckung gefeiert. Kurz darauf nahm Berendt mit dem Newcomer im Nullkommanichts seine vielleicht beste Platte auf: „New World“ (1979, mit Gordon Beck, NHØP und Tony Williams). Als die folgenden Alben immer mehr zum Fusion-Jazz abglitten, wechselte Lockwood von MPS zu JMS, der „elektrische“ wurde zum „akustischen“ Jazz umgedeutet. „Out Of The Blue“ – Allstar-Bands sind meistens eine Enttäuschung, so auch die aus Gordon Beck, Cecil McBee und Billy Hart. 1985 lebte der Geiger ein paar Monate in New York, und sein Spiel hat viel von der Hektik Manhattans. Mit 38 Minuten ein leider zu kurz geratenes, halbherzig wirkendes Unternehmen. 1995 kamen nicht nur 18 Minuten mehr guter Violin-Jazz zustande, „New York Rendez-Vous“ wurde relaxter produziert von dem Keyboarder Jim Beard. Und verdankt einiges der exzellenten Rhythmusgruppe aus Dave Holland und Peter Erskine. Vier Stücke stammten von Lockwood, wie üblich schwer zu spielen, später schrieb er sogar Violinkonzerte. „Don ̓t Drive So Fast“ mahnt ein Thema seines Bruders Francis. Das Sopransaxofon Dave Liebmans passt gut zur Geige. Keine Lockwood-Platte ohne einen Jazz-Waltzer, diesmal sind es „Waltzin ̓“ und „Gordon“. Etwas abrupt lenkt er die Band in den „Anatole Blues“, der gar kein Blues ist; aber beim Solo des Geigers fragt man sich: Wie hat er das bloß wieder hingekriegt? „Reminiscence“ von dem späteren Steely-Dan-Gitarristen Jon Herington verströmt sein immenses Feeling. Gegen Ende kommt das Akkordeon Gil Goldsteins in „Eastern Dance“ dazu, man glaubt sich auf einer anderen Party. Eine interessante Kuriosität ist das dritte Reissue: Lockwoods „Fünfte“, „Fusion“ von 1981. Mitte der 1970er-Jahre hatte der Geiger kurz bei der Avantgardeband Magma mitgewirkt und lud hier nochmal drei Weggefährten ein. Magmas Leader und „Überdrummer“ Christian Vander trommelt völlig unorthodoxes Zeug auf „Fusion“. Es mag ihm eine Supergroup à la John McLaughlin (zirka „Inner Worlds“) vorgeschwebt haben, einmal heult zum Auftakt ein Ferrari auf. Egal, Vander ist umwerfend, die alles dominierende Figur, umtost von allerlei Synthie-Geheul und Jannick Tops Erdbeben-Bass sowie umkränzt von Didiers Teufelsgeiger-Act. © Lippegaus, Karl / www.fonoforum.de
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