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Jazzgesang - Erschienen am 1. Oktober 2012 | Verve

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio - Sélection JAZZ NEWS
Sofort springen Cover und Booklet-Fotos ins Auge: die verführerische Pose erinnert sehr an die gleichfalls sinnliche Selbstdarstellung Melody Gardots für ihr Album "The Absence". Setzen die bislang seriösen Jazz-Ladies jetzt auf die Sex-Karte? Musikalisch greift Krall für "Glad Rag Doll" zunächst tief in die Kiste des American Songbook. Neben einigen wenigen Kompositionen jüngeren Datums findet sich der Ursprung der meisten Tracks in den zwanziger und dreißiger Jahren des Vorjahrhunderts. Stilgerecht begleitet sich die Krall auf einem originalen Steinway-Flügel aus dem Jahr 1890. Diana und ihre Musiker verzichten auf verklärende Nostalgie und transferieren die ehrwürdigen Nummern ohne Zuckerguss, aber mit Leidenschaft in die Jetztzeit. Ohnehin steht der Name T Bone Burnett (Plant/Krauss) als Produzent nicht für verstaubte Vorgehensweise. Hochkaräter wie Multi-Gitarrist Marc Ribot (Tom Waits), Keyboarder Keefus Green (Red Hot Chili Peppers), Bassist Dennis Crouch (Johnny Cash) sowie Jay Bellerose (Regina Spektor) an den Drums erschaffen für Diana ein musikalisches Umfeld, in dem sie sich ungewohnt relaxt und sogar lustvoll austobt. "Glad Rag Doll" überzeugt als konsequent gegen den bisherigen Stilstrich gebürstetes Album, über weite Strecken eine Hommage ans verruchte US-amerikanische Varieté der Roaring Twenties. Von Beginn an legt die Krall ihre oft zelebrierte Kühle und Sprödigkeit im Vortrag ab und überrascht mit warmer, lockender Verspieltheit in der Stimme. "You Know - I Know Ev'rything's Made For Love" gefällt als rhythmischer, stompender Musikflirt. Doch trotz aller direkt - und dabei immer geschmackvoll - dargebotenen Verführungskünste bewahrt sich Diana eine spannungsvolle, selbstbewusste Distanz zum Zuhörer. Die alte Maxime "You can look / but you better not touch" platziert sie hier gekonnt und kunstvoll unausgesprochen zwischen jede Zeile. Nach den gediegen gestalteten Jazz-Alben mit häufig einem Hauch Easy Listening zuviel, war für die Musikerin nach eigener Aussage die Zeit reif, sich anders auszuprobieren: "Wenn ich mir eine Ära aussuchen könnte, in die ich per Zeitmaschine zurückreisen könnte, dann wären das die 1920er Jahre. Und zwar allein wegen der wilden Ausgelassenheit, die damals herrschte." Eine vollends enthemmte Krall, auf den Tischen tanzend, findet hier zwar nicht statt. Dafür stets spür- und hörbar echter Spaß an der Sache. Das 1956 durch Ray Charles 1956 zu Hitehren gelangte "Lonely Avenue" aus der Feder von Doc Pomus besticht in der Version der Kanadierin mit seiner düster inszenierten Umsetzung. Prägnante Gitarrentwangs in Verbund mit karg stampfenden Drums zelebrieren eine authentische Baratmosphäre weit, weit nach Mitternacht. Die rauchige und bewusst matte Intonation Dianas setzt das Sahnehäubchen auf einen Song, der prächtig Filme aus Hollywoods schwarzer Serie vor dem inneren Auge heraufbeschwört. Ein effektvoll missmutige Töne anschlagendes Piano rundet den großartigen Gesamteindruck der Nummer vollends ab. Der jüngste Track, "Wide River To Cross" aus dem Jahr 2004, fügt sich mit seinem dezenten Country-Touch solide ins Gesamtwerk ein. Die stärksten Eindrücke hinterlassen jedoch Kralls Interpretationen der ganz frühen Song-Fundstücke. "I'm A Little Mixed Up", gesteht sie in einer zum Mitwippen animierenden Rhythm And Blues-Nummer, und das nimmt man ihr gern ab. Der Mix zwischen ruhigen und aufgedrehter angelegten Tracks stimmt. Das Entdecken so vieler hochklassiger und bislang nahezu unbekannter Titel sorgt für eine Menge Hörvergnügen. Verortete man das bisherige Output der Künstlerin im Bereich gedimmten Lichts, alkoholarmen Cocktails und Nikotinabstinenz, lockt die "Glad Rag Doll" hinein in einen anrüchigen Nachtclub, der nach flackernden Kerzen, Whisky pur und exzessivem Zigarettenkonsum geradezu schreit. Diese Platte lebt, atmet und weckt Assoziationen unterschiedlichster Art. Raus aus dem Mainstream, hinein da, wo die echten Emotionen zu Hause sind. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Oktober 2012 | Verve

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio - Sélection JAZZ NEWS
Sofort springen Cover und Booklet-Fotos ins Auge: die verführerische Pose erinnert sehr an die gleichfalls sinnliche Selbstdarstellung Melody Gardots für ihr Album "The Absence". Setzen die bislang seriösen Jazz-Ladies jetzt auf die Sex-Karte? Musikalisch greift Krall für "Glad Rag Doll" zunächst tief in die Kiste des American Songbook. Neben einigen wenigen Kompositionen jüngeren Datums findet sich der Ursprung der meisten Tracks in den zwanziger und dreißiger Jahren des Vorjahrhunderts. Stilgerecht begleitet sich die Krall auf einem originalen Steinway-Flügel aus dem Jahr 1890. Diana und ihre Musiker verzichten auf verklärende Nostalgie und transferieren die ehrwürdigen Nummern ohne Zuckerguss, aber mit Leidenschaft in die Jetztzeit. Ohnehin steht der Name T Bone Burnett (Plant/Krauss) als Produzent nicht für verstaubte Vorgehensweise. Hochkaräter wie Multi-Gitarrist Marc Ribot (Tom Waits), Keyboarder Keefus Green (Red Hot Chili Peppers), Bassist Dennis Crouch (Johnny Cash) sowie Jay Bellerose (Regina Spektor) an den Drums erschaffen für Diana ein musikalisches Umfeld, in dem sie sich ungewohnt relaxt und sogar lustvoll austobt. "Glad Rag Doll" überzeugt als konsequent gegen den bisherigen Stilstrich gebürstetes Album, über weite Strecken eine Hommage ans verruchte US-amerikanische Varieté der Roaring Twenties. Von Beginn an legt die Krall ihre oft zelebrierte Kühle und Sprödigkeit im Vortrag ab und überrascht mit warmer, lockender Verspieltheit in der Stimme. "You Know - I Know Ev'rything's Made For Love" gefällt als rhythmischer, stompender Musikflirt. Doch trotz aller direkt - und dabei immer geschmackvoll - dargebotenen Verführungskünste bewahrt sich Diana eine spannungsvolle, selbstbewusste Distanz zum Zuhörer. Die alte Maxime "You can look / but you better not touch" platziert sie hier gekonnt und kunstvoll unausgesprochen zwischen jede Zeile. Nach den gediegen gestalteten Jazz-Alben mit häufig einem Hauch Easy Listening zuviel, war für die Musikerin nach eigener Aussage die Zeit reif, sich anders auszuprobieren: "Wenn ich mir eine Ära aussuchen könnte, in die ich per Zeitmaschine zurückreisen könnte, dann wären das die 1920er Jahre. Und zwar allein wegen der wilden Ausgelassenheit, die damals herrschte." Eine vollends enthemmte Krall, auf den Tischen tanzend, findet hier zwar nicht statt. Dafür stets spür- und hörbar echter Spaß an der Sache. Das 1956 durch Ray Charles 1956 zu Hitehren gelangte "Lonely Avenue" aus der Feder von Doc Pomus besticht in der Version der Kanadierin mit seiner düster inszenierten Umsetzung. Prägnante Gitarrentwangs in Verbund mit karg stampfenden Drums zelebrieren eine authentische Baratmosphäre weit, weit nach Mitternacht. Die rauchige und bewusst matte Intonation Dianas setzt das Sahnehäubchen auf einen Song, der prächtig Filme aus Hollywoods schwarzer Serie vor dem inneren Auge heraufbeschwört. Ein effektvoll missmutige Töne anschlagendes Piano rundet den großartigen Gesamteindruck der Nummer vollends ab. Der jüngste Track, "Wide River To Cross" aus dem Jahr 2004, fügt sich mit seinem dezenten Country-Touch solide ins Gesamtwerk ein. Die stärksten Eindrücke hinterlassen jedoch Kralls Interpretationen der ganz frühen Song-Fundstücke. "I'm A Little Mixed Up", gesteht sie in einer zum Mitwippen animierenden Rhythm And Blues-Nummer, und das nimmt man ihr gern ab. Der Mix zwischen ruhigen und aufgedrehter angelegten Tracks stimmt. Das Entdecken so vieler hochklassiger und bislang nahezu unbekannter Titel sorgt für eine Menge Hörvergnügen. Verortete man das bisherige Output der Künstlerin im Bereich gedimmten Lichts, alkoholarmen Cocktails und Nikotinabstinenz, lockt die "Glad Rag Doll" hinein in einen anrüchigen Nachtclub, der nach flackernden Kerzen, Whisky pur und exzessivem Zigarettenkonsum geradezu schreit. Diese Platte lebt, atmet und weckt Assoziationen unterschiedlichster Art. Raus aus dem Mainstream, hinein da, wo die echten Emotionen zu Hause sind. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 1. November 2005 | Verve

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Natürlich konnte die amtierende Königin des Great American Songbook es sich nicht nehmen lassen, sich im Laufe ihrer Karriere auch einmal dem Kapitel der Weihnachtsklassiker zu widmen. 2005, als die Karriere der kanadischen Jazzsängerin bereits mehr als zehn Jahre andauerte, veröffentlichte Diana Krall Christmas Songs, das zwölf der wohl bekanntesten amerikanischen Weihachtshits in jazzigem Gewand präsentiert. Ohne viel Überraschung und Variation, liefert Diana Krall zuverlässig genau das ab, was man von ihr kennt und von einem typischen Weihnachtsalbum erwartet. Wer auf der Suche nach der perfekten und sanften Begleitmusik für den Weihachtsabend ist, und sich nicht von zu viel Innovation von seinen Traditionen abbringen lassen möchte, der wird an dieser Stelle fündig. Diana Kralls tiefe und unaufgeregte Stimme lullt uns perfekt ein und das Zusammenspiel mit dem Clayton–Hamilton Jazz Orchestra rundet dieses vollkommene Jazz-Weihnachtserlebnis ab. © Mareile Heinke
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Jazzgesang - Erschienen am 27. April 2004 | Impulse!

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Persönlicher, reifer, eigener, mutiger und besser denn je präsentiert sich Diana Krall auf ihrem neuen Album. "Ich habe in den letzten Jahren eine Reihe schwerer persönlicher Verluste und tiefschürfender Veränderungen erlebt (Anm. d. Red.: sie verlor im vergangenen Jahr außer ihrer Mutter zwei enge Freunde). Zum Glück traf ich Elvis Costello und alles bekam eine gute, inspirierte Wendung. Die Heirat mit ihm beschließt für mich ein großes Kapitel in meinem ganz persönlichen Geschichtenbuch. Diese CD handelt davon." Diana Krall eröffnet "The Girl In The Other Room" mit einer deepen Blues-Interpretation von Mose Allisons "Stop This World". Die Atmosphäre, die sie dabei zaubert, füllt den Raum mit Sehnsucht und Leidenschaft. Diese Gefühle durchlebt sie im Verlauf des Albums in all ihren Schattierungen musikalisch, textlich und persönlich. Zum ausgiebig darin Baden laden die Stimmungen ein, mit denen sie das Wohnzimmer flutet. Über Tom Waits zufriedenes Lächeln über ihre gelungene Songwriter-Jazz-Interpretation von "Temptation" durfte sie sich schon bei einem Live-Konzert freuen, zu dem der persönliche Freund ihres Mannes angereist war. Wer schon lange mal wieder eine perfekte Besen-rührt-Snare-Swing-Ballade hören wollte, wird "Almost Blue" lieben, das ursprünglich aus der Feder ihres Gatten stammt. Ideenflow ohne Ende und ein Arrangement, das gesiezt gehört, kennzeichnen die Bonnie Raitt-Adaption "Love Me Like A Man". Als handfester Blues inszeniert, artet der Song gegen Ende in eine Solo-Session aus, die als musikalischen Höhepunkt durchgeknallte Laid-Back-Unisono-Breaks ejakuliert. Wow! So was bekommen nur eingespielte Bands in den Griff. Diana Krall kann sich auf ihre langjährigen Weggefährten Christian McBride (bass), Jeff Hamilton (dr) und Anthony Wilson (git) eben verlassen. "The Girl In The Other Room" überzeugt über die gesamte Länge auf allen Ebenen. Eine hervorragende Produktion, die den Eindruck vermittelt, Diana Krall sitze mit ihrem Flügel im eigenen Wohnzimmer, rundet die musikalische Substanz ab. Tommy LiPuma hat ganze Arbeit geleistet und dem Album einen intimen, warmen und persönlichen Sound verpasst, der den künstlerischen Sinnesrausch vervollkommnet. Der Thron der derzeit erfolgreichsten Jazzsängerin dürfte auch in Zukunft nicht gefährdet sein. "Meine neue CD signalisiert eine neue künstlerische Richtung" erläutert Diana Krall. Dieser neue Weg präsentiert sie als gefühlvolle Songwriterin, virtuose Pianistin, intime Sängerin und ideenreiche Arrangeurin mit klaren Vorstellungen, welche Stimmung transportiert werden soll. Schöner und erwachsener kann moderne, populäre Musik kaum sein. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 30. März 2009 | Verve

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Bossa Nova ist Diana Krall nicht fremd, aber das Album aus dem Jahre 2009 Quiet Nights ist ihre erste Aufnahme, die dem sanft schwingenden Rhythmus gewidmet ist. In dem Zusammenschluss mit dem Arrangeur Claus Ogerman, der auch häufig mit dem Paten des Bossa Nova Antonio Carlos Jobim zusammengearbeitet hat, zieht Krall mit einem weichen, gemütlichen Jazz Album herauf, das an die entspannte Kultiviertheit für späte Stunden des Duetalbums von Jobim mit Frank Sinatra erinnert, das ebenfalls von Ogerman arrangiert und umgesetzt wurde. Es mag hier etwas zu viel klassischer guter Geschmack vorhanden sein -- es findet keine Neuinterpretation statt, nur Hommage -- dies ist jedoch kein Problem, denn Krall verfügt über ausreichendes Können, um auf der hauchdünnen Oberfläche dahin zu gleiten. Schließlich bedürfen manche Dinge keiner Verbesserung, sondern lediglich der Reproduktion. © Stephen Thomas Erlewine /TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 19. September 2006 | Verve

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Auf „From This Moment On” (2006) kehrt Diana Krall sowohl zum Klassik-Repertoire als auch zu ihrem Big-Band-Sound zurück und gibt dem Ganzen ein Gefühl des „wieder zu Hause zu sein“. Kralls Klavier- und Gesangsleistungen zeichnen sich auf dem ganzen Album durch Autorität und Eleganz aus und ihr subtiler und sanfter Ansatz klingt mühelos und unverkennbar künstlerisch. Bei einer Liedliste, zu der „Little Girl Blue”, „Willow Weep for Me" und „Isn't This a Lovely Day" gehören, könnte man darüber besorgt sein, dass Krall sich auf zu vertrautem Terrain bewegt. Diesbezüglich hat es die kanadische Sängerin nicht versäumt, jeder der elf Kompositionen ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Das Clayton-Hamilton Jazz-Orchester gibt bei den Up-tempo-Nummern zwar seriösen Swing zum Besten, allerdings ist es Kralls wunderschöne melancholische Balladendarbietung, die dem Orchester die Show stiehlt. © Anthony Tognazzini /TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Oktober 2012 | Verve

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Sofort springen Cover und Booklet-Fotos ins Auge: die verführerische Pose erinnert sehr an die gleichfalls sinnliche Selbstdarstellung Melody Gardots für ihr Album "The Absence". Setzen die bislang seriösen Jazz-Ladies jetzt auf die Sex-Karte? Musikalisch greift Krall für "Glad Rag Doll" zunächst tief in die Kiste des American Songbook. Neben einigen wenigen Kompositionen jüngeren Datums findet sich der Ursprung der meisten Tracks in den zwanziger und dreißiger Jahren des Vorjahrhunderts. Stilgerecht begleitet sich die Krall auf einem originalen Steinway-Flügel aus dem Jahr 1890. Diana und ihre Musiker verzichten auf verklärende Nostalgie und transferieren die ehrwürdigen Nummern ohne Zuckerguss, aber mit Leidenschaft in die Jetztzeit. Ohnehin steht der Name T Bone Burnett (Plant/Krauss) als Produzent nicht für verstaubte Vorgehensweise. Hochkaräter wie Multi-Gitarrist Marc Ribot (Tom Waits), Keyboarder Keefus Green (Red Hot Chili Peppers), Bassist Dennis Crouch (Johnny Cash) sowie Jay Bellerose (Regina Spektor) an den Drums erschaffen für Diana ein musikalisches Umfeld, in dem sie sich ungewohnt relaxt und sogar lustvoll austobt. "Glad Rag Doll" überzeugt als konsequent gegen den bisherigen Stilstrich gebürstetes Album, über weite Strecken eine Hommage ans verruchte US-amerikanische Varieté der Roaring Twenties. Von Beginn an legt die Krall ihre oft zelebrierte Kühle und Sprödigkeit im Vortrag ab und überrascht mit warmer, lockender Verspieltheit in der Stimme. "You Know - I Know Ev'rything's Made For Love" gefällt als rhythmischer, stompender Musikflirt. Doch trotz aller direkt - und dabei immer geschmackvoll - dargebotenen Verführungskünste bewahrt sich Diana eine spannungsvolle, selbstbewusste Distanz zum Zuhörer. Die alte Maxime "You can look / but you better not touch" platziert sie hier gekonnt und kunstvoll unausgesprochen zwischen jede Zeile. Nach den gediegen gestalteten Jazz-Alben mit häufig einem Hauch Easy Listening zuviel, war für die Musikerin nach eigener Aussage die Zeit reif, sich anders auszuprobieren: "Wenn ich mir eine Ära aussuchen könnte, in die ich per Zeitmaschine zurückreisen könnte, dann wären das die 1920er Jahre. Und zwar allein wegen der wilden Ausgelassenheit, die damals herrschte." Eine vollends enthemmte Krall, auf den Tischen tanzend, findet hier zwar nicht statt. Dafür stets spür- und hörbar echter Spaß an der Sache. Das 1956 durch Ray Charles 1956 zu Hitehren gelangte "Lonely Avenue" aus der Feder von Doc Pomus besticht in der Version der Kanadierin mit seiner düster inszenierten Umsetzung. Prägnante Gitarrentwangs in Verbund mit karg stampfenden Drums zelebrieren eine authentische Baratmosphäre weit, weit nach Mitternacht. Die rauchige und bewusst matte Intonation Dianas setzt das Sahnehäubchen auf einen Song, der prächtig Filme aus Hollywoods schwarzer Serie vor dem inneren Auge heraufbeschwört. Ein effektvoll missmutige Töne anschlagendes Piano rundet den großartigen Gesamteindruck der Nummer vollends ab. Der jüngste Track, "Wide River To Cross" aus dem Jahr 2004, fügt sich mit seinem dezenten Country-Touch solide ins Gesamtwerk ein. Die stärksten Eindrücke hinterlassen jedoch Kralls Interpretationen der ganz frühen Song-Fundstücke. "I'm A Little Mixed Up", gesteht sie in einer zum Mitwippen animierenden Rhythm And Blues-Nummer, und das nimmt man ihr gern ab. Der Mix zwischen ruhigen und aufgedrehter angelegten Tracks stimmt. Das Entdecken so vieler hochklassiger und bislang nahezu unbekannter Titel sorgt für eine Menge Hörvergnügen. Verortete man das bisherige Output der Künstlerin im Bereich gedimmten Lichts, alkoholarmen Cocktails und Nikotinabstinenz, lockt die "Glad Rag Doll" hinein in einen anrüchigen Nachtclub, der nach flackernden Kerzen, Whisky pur und exzessivem Zigarettenkonsum geradezu schreit. Diese Platte lebt, atmet und weckt Assoziationen unterschiedlichster Art. Raus aus dem Mainstream, hinein da, wo die echten Emotionen zu Hause sind. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Oktober 2012 | Verve

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Sofort springen Cover und Booklet-Fotos ins Auge: die verführerische Pose erinnert sehr an die gleichfalls sinnliche Selbstdarstellung Melody Gardots für ihr Album "The Absence". Setzen die bislang seriösen Jazz-Ladies jetzt auf die Sex-Karte? Musikalisch greift Krall für "Glad Rag Doll" zunächst tief in die Kiste des American Songbook. Neben einigen wenigen Kompositionen jüngeren Datums findet sich der Ursprung der meisten Tracks in den zwanziger und dreißiger Jahren des Vorjahrhunderts. Stilgerecht begleitet sich die Krall auf einem originalen Steinway-Flügel aus dem Jahr 1890. Diana und ihre Musiker verzichten auf verklärende Nostalgie und transferieren die ehrwürdigen Nummern ohne Zuckerguss, aber mit Leidenschaft in die Jetztzeit. Ohnehin steht der Name T Bone Burnett (Plant/Krauss) als Produzent nicht für verstaubte Vorgehensweise. Hochkaräter wie Multi-Gitarrist Marc Ribot (Tom Waits), Keyboarder Keefus Green (Red Hot Chili Peppers), Bassist Dennis Crouch (Johnny Cash) sowie Jay Bellerose (Regina Spektor) an den Drums erschaffen für Diana ein musikalisches Umfeld, in dem sie sich ungewohnt relaxt und sogar lustvoll austobt. "Glad Rag Doll" überzeugt als konsequent gegen den bisherigen Stilstrich gebürstetes Album, über weite Strecken eine Hommage ans verruchte US-amerikanische Varieté der Roaring Twenties. Von Beginn an legt die Krall ihre oft zelebrierte Kühle und Sprödigkeit im Vortrag ab und überrascht mit warmer, lockender Verspieltheit in der Stimme. "You Know - I Know Ev'rything's Made For Love" gefällt als rhythmischer, stompender Musikflirt. Doch trotz aller direkt - und dabei immer geschmackvoll - dargebotenen Verführungskünste bewahrt sich Diana eine spannungsvolle, selbstbewusste Distanz zum Zuhörer. Die alte Maxime "You can look / but you better not touch" platziert sie hier gekonnt und kunstvoll unausgesprochen zwischen jede Zeile. Nach den gediegen gestalteten Jazz-Alben mit häufig einem Hauch Easy Listening zuviel, war für die Musikerin nach eigener Aussage die Zeit reif, sich anders auszuprobieren: "Wenn ich mir eine Ära aussuchen könnte, in die ich per Zeitmaschine zurückreisen könnte, dann wären das die 1920er Jahre. Und zwar allein wegen der wilden Ausgelassenheit, die damals herrschte." Eine vollends enthemmte Krall, auf den Tischen tanzend, findet hier zwar nicht statt. Dafür stets spür- und hörbar echter Spaß an der Sache. Das 1956 durch Ray Charles 1956 zu Hitehren gelangte "Lonely Avenue" aus der Feder von Doc Pomus besticht in der Version der Kanadierin mit seiner düster inszenierten Umsetzung. Prägnante Gitarrentwangs in Verbund mit karg stampfenden Drums zelebrieren eine authentische Baratmosphäre weit, weit nach Mitternacht. Die rauchige und bewusst matte Intonation Dianas setzt das Sahnehäubchen auf einen Song, der prächtig Filme aus Hollywoods schwarzer Serie vor dem inneren Auge heraufbeschwört. Ein effektvoll missmutige Töne anschlagendes Piano rundet den großartigen Gesamteindruck der Nummer vollends ab. Der jüngste Track, "Wide River To Cross" aus dem Jahr 2004, fügt sich mit seinem dezenten Country-Touch solide ins Gesamtwerk ein. Die stärksten Eindrücke hinterlassen jedoch Kralls Interpretationen der ganz frühen Song-Fundstücke. "I'm A Little Mixed Up", gesteht sie in einer zum Mitwippen animierenden Rhythm And Blues-Nummer, und das nimmt man ihr gern ab. Der Mix zwischen ruhigen und aufgedrehter angelegten Tracks stimmt. Das Entdecken so vieler hochklassiger und bislang nahezu unbekannter Titel sorgt für eine Menge Hörvergnügen. Verortete man das bisherige Output der Künstlerin im Bereich gedimmten Lichts, alkoholarmen Cocktails und Nikotinabstinenz, lockt die "Glad Rag Doll" hinein in einen anrüchigen Nachtclub, der nach flackernden Kerzen, Whisky pur und exzessivem Zigarettenkonsum geradezu schreit. Diese Platte lebt, atmet und weckt Assoziationen unterschiedlichster Art. Raus aus dem Mainstream, hinein da, wo die echten Emotionen zu Hause sind. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 25. September 2020 | Verve

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Am 13. März 2017 starb Tommy LiPuma im Alter von 80 Jahren. Im Jahr davor hatte der großartige, mit Grammy-Auszeichnungen überhäufte Produzent begonnen, am neuen Album seines Schützlings Diana Krall zu arbeiten. Die Kanadierin musste also die Sache alleine unter Dach und Fach bringen. Immerhin hatte sie ein tolles Casting, insbesondere mit den Gitarristen Russell Malone und Anthony Wilson, den Bassisten John Clayton und Christian McBride sowie dem Schlagzeuger Jeff Hamilton. Mit dem Gitarristen Marc Ribot, dem Violinisten Stuart Duncan, dem Akkordeonisten Randall Krall, dem Schlagzeuger Karriem Riggins und mit Tony Garnier, dem Bassisten von Bob Dylan, war nach einer allerletzten Session die Einspielung dieses This Dream of You dann im Kasten. Ja genau, Dylan. Denn bei ihm, den Krall so anhimmelt, und bei einem Song aus seinem Album Together Through Life aus dem Jahr 2009, hat sie den Titel dieses fünfzehnten, bei Verve erscheinenden Albums ausgeliehen. "Madame Costello" spielt und singt im Duo, Trio und im Quartett über verschiedene Themen, aber sie kehrt immer wieder zu ihrem Lieblingsrepertoire zurück: dem Great American Songbook. Es sind unendlich oft gehörte Klassiker, aber auf zauberhafte Weise schafft sie es, etwas Neues zu erfinden. Vernon Dukes Autumn in New York, Irving Berlins How Deep is the Ocean, aber auch das ohne Gene Kelly unvorstellbare Singing in the Rain macht sie zu ihrem Eigentum, genauso wie ein paar andere Klassiker, die Giganten wie Sinatra und Nat King Cole zu verdanken sind. Diana Krall macht das Rennen mit einem Geflüster, einem Gemurmel, einem schlichten Arrangement, einem instrumentalen Fundstück. Und das immer und immer wieder! Man kann ihr zwar jedes Mal den Vorwurf machen, sich nicht auf ein neueres Repertoire einzulassen, da aber ihre Neuinterpretationen ein dermaßen hohes, und noch dazu so tiefgründiges Niveau erreichen, kann man sich vor ihr nur verbeugen. Eine wichtige Veränderung gibt es allerdings: zum ersten Mal ist Diana Kralls Gesicht nicht auf einem ihrer Plattencover zu sehen! © Marc Zisman/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 5. Mai 2017 | Verve

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Nach einigen Pop- und Bossa-Eskapaden und auch Ausflügen in die 20er und 30er Jahre, bei denen sie auf Tom Jobim oder Burt Bacharach traf, oder auch die Eagles und 10CC, besinnt sich Diana Krall mit Turn Up The Quiet auf den Jazz und die Tradition des Great American Songbook und findet bei dieser Gelegenheit ihren Glücks-Produzenten Tommy Lipuma wieder. Mit ihm hat sie bereits große Platten wie All For You, The Look Of Love und Live In Paris aufgenommen: "Ich denke schon seit geraumer Zeit an diese Songs", erklärt die Kanadierin. "Von einigen meiner besten Freunde umgeben zu sein hat mir ermöglicht, Geschichten exakt so zu erzählen, wie ich es möchte. Die Stimme zu senken ist manchmal das beste Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen..." Damit ist schon alles über diesen neuen Gipfelsturm der Rafinesse gesagt. Diana Krall ist zunächst eine Jazz-Pianistin, doch hat sie sich bei diesem Album in eine richtige Dirigentin verwandelt. Sie suchte selbst die Titel aus, komponierte Arrangements und bildete drei verschiedene Gruppen für die Aufnahme-Sessions. Seit der still und heimlichen Bekanntgabe dieses Turn Up The Quiet mit einer Wiederaufnahme von Blue Skies, bei dem sie vom Kontrabassisten Christian McBride und Gitarristen Russell Malone begleitet wird, steht das Dekor - vom allerfeinsten und zielstrebig bis zum Ende. Dasselbe Trio finden wir bei Dream von Johnny Mercer mit einem Arrangement von Alan Broadbent wieder. Bei einigen Titeln hat sich Diana Krall ein Quintett mit Karriem Riggins am Schlagzeug und Tony Garnier am Bass zusammengestellt. So ist I’ll See You In My Dreams um den Violinisten Stuart Duncan und Moonglow um den Gitarristen Marc Ribot bereichert. Die dritte Gruppe mit dem Gitarristen Athony Wilson, dem Bassisten John Clayton Jr. und dem Schlagzeuger Jeff Hamilton brilliert mit einer filmischen Qualität seiner Interpretationen, ganz besonders mit dem umwerfenden Cover von Sway…Mit diesem Album erscheint das Great American Songbook, gefiltert von Diana Krall, als wäre es verzaubert worden. Dort liegt die Stärke einer Platte, die man sich zunächst als gewöhnlich und glatt vorstellt, was sie jedoch keinesfalls ist! Ganz große Kunst! © MD/Qobuz
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Jazzgesang - Erschienen am 2. Februar 2015 | Verve

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Nachdem sie sich auf dem 2012 veröffentlichten Album Glad Rag Doll den Jazzsongs der 20er und 30er Jahre widmete, wendet sich Jazzsängerin Diana Krall auf dem Nachfolgealbum Wallflower den Siebzigern und Achtzigern zu – genaugenommen jenen Songs, die sie in den frühen Tagen ihrer Karriere beeinflussten. So covert sie unter anderem "Desperado" von den Eagles, "California Dreamin'" von The Mamas & the Papas, "I'm Not in Love" von 10cc und "Wallflower" von Bob Dylan. Als Gäste sind Michael Bublé und Bryan Adams dabei; Paul McCartney steuert eine neue Komposition namens "If I Take You Home Tonight" bei. © TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 18. September 2001 | Verve

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Diana Krall has a good voice and plays decent piano, but this somewhat ridiculously packaged Verve CD seems like an obvious attempt to turn her into a pop icon, and sex symbol to boot. The bland arrangements by Claus Ogerman (who conducts the London Symphony Orchestra or the Los Angeles Session Orchestra on each track) border on easy listening, while Krall and her various supporting musicians, including John Pisano, Russell Malone, Christian McBride, and Peter Erskine (among others), clearly seem stifled by their respective roles. There are plenty of strong compositions here, including standards like "I Remember You," "The Night We Called It a Day," and "I Get Along Without You Very Well," but the unimaginative and often syrupy charts take their toll on the performances. What is even sillier is the label's insistence on attempting to photograph the artist in various sultry poses, which she evidently wants to discourage by refusing to provide much of a smile (the rumor is that she's not happy with this part of the business at all). If you are looking for unchallenging background music, this will fit the bill, but jazz fans are advised to check out Krall's earlier releases instead. © Ken Dryden /TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2002 | Impulse!

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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 1998 | Impulse!

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With this CD, the young Canadian singer/pianist/arranger joins forces with producer Tommy LiPuma, who places his orchestral stamp on eight of the 13 tracks. It is the latest attempt to push Krall to an even wider pop/smooth jazz audience than she already enjoys. After all, Nat Cole, Wes Montgomery, and George Benson, among others, went this route. Wonder if she'd agree the cuts sans strings were more fun and challenging? Krall does get to it with central help from bassists John Clayton and Ben Wolfe, drummers Jeff Hamilton and Lewis Nash, and guitarist Russell Malone, all stellar players. Krall's voice is sweet and sexy. She's also flexible within her range and at times a bit kitschy, mostly the hopeless romantic. On this CD of love songs, it's clear she's cool but very much in love with this music. Bob Dorough's "Devil May Care" and the insistent "Best Thing for You" really click. Favorites are a decent Shearing-esque "Let's Fall in Love" with vibist Larry Bunker; a suave slow bossa on the opening number, "Let's Face the Music"; the lusher-than-lush title track; and especially an incredible horn-fired fanfare intro/outro on the hip "Pick Yourself Up." Some might call this fluff or mush, but it depends solely on your personal taste. This will certainly appeal to Krall's fans, lovers, and lovers at heart. © Michael G. Nastos /TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 27. April 2004 | Impulse!

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Persönlicher, reifer, eigener, mutiger und besser denn je präsentiert sich Diana Krall auf ihrem neuen Album. "Ich habe in den letzten Jahren eine Reihe schwerer persönlicher Verluste und tiefschürfender Veränderungen erlebt (Anm. d. Red.: sie verlor im vergangenen Jahr außer ihrer Mutter zwei enge Freunde). Zum Glück traf ich Elvis Costello und alles bekam eine gute, inspirierte Wendung. Die Heirat mit ihm beschließt für mich ein großes Kapitel in meinem ganz persönlichen Geschichtenbuch. Diese CD handelt davon." Diana Krall eröffnet "The Girl In The Other Room" mit einer deepen Blues-Interpretation von Mose Allisons "Stop This World". Die Atmosphäre, die sie dabei zaubert, füllt den Raum mit Sehnsucht und Leidenschaft. Diese Gefühle durchlebt sie im Verlauf des Albums in all ihren Schattierungen musikalisch, textlich und persönlich. Zum ausgiebig darin Baden laden die Stimmungen ein, mit denen sie das Wohnzimmer flutet. Über Tom Waits zufriedenes Lächeln über ihre gelungene Songwriter-Jazz-Interpretation von "Temptation" durfte sie sich schon bei einem Live-Konzert freuen, zu dem der persönliche Freund ihres Mannes angereist war. Wer schon lange mal wieder eine perfekte Besen-rührt-Snare-Swing-Ballade hören wollte, wird "Almost Blue" lieben, das ursprünglich aus der Feder ihres Gatten stammt. Ideenflow ohne Ende und ein Arrangement, das gesiezt gehört, kennzeichnen die Bonnie Raitt-Adaption "Love Me Like A Man". Als handfester Blues inszeniert, artet der Song gegen Ende in eine Solo-Session aus, die als musikalischen Höhepunkt durchgeknallte Laid-Back-Unisono-Breaks ejakuliert. Wow! So was bekommen nur eingespielte Bands in den Griff. Diana Krall kann sich auf ihre langjährigen Weggefährten Christian McBride (bass), Jeff Hamilton (dr) und Anthony Wilson (git) eben verlassen. "The Girl In The Other Room" überzeugt über die gesamte Länge auf allen Ebenen. Eine hervorragende Produktion, die den Eindruck vermittelt, Diana Krall sitze mit ihrem Flügel im eigenen Wohnzimmer, rundet die musikalische Substanz ab. Tommy LiPuma hat ganze Arbeit geleistet und dem Album einen intimen, warmen und persönlichen Sound verpasst, der den künstlerischen Sinnesrausch vervollkommnet. Der Thron der derzeit erfolgreichsten Jazzsängerin dürfte auch in Zukunft nicht gefährdet sein. "Meine neue CD signalisiert eine neue künstlerische Richtung" erläutert Diana Krall. Dieser neue Weg präsentiert sie als gefühlvolle Songwriterin, virtuose Pianistin, intime Sängerin und ideenreiche Arrangeurin mit klaren Vorstellungen, welche Stimmung transportiert werden soll. Schöner und erwachsener kann moderne, populäre Musik kaum sein. © Laut
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 1997 | Impulse!

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Vocalist/pianist Diana Krall was a very hot property by the time this Impulse CD was released. Teamed in a trio with her regular guitarist Russell Malone and bassist Christian McBride, Krall here mostly emphasizes ballads having something to do with love. She is at her best on "I Don't Know Enough About You," "I Don't Stand a Ghost of a Chance With You," and "How Deep Is the Ocean." However, Krall's earlier Nat King Cole tribute had more variety in tempos and moods and is recommended first. A decent but not essential release. © Scott Yanow /TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 12. März 1996 | Impulse!

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Pianist/vocalist Diana Krall pays tribute to the Nat King Cole Trio on her Impulse! set. In general, the medium and up-tempo tunes work best, particularly such hot ditties as "I'm an Errand Girl for Rhythm," "Frim Fram Sauce," and "Hit That Jive Jack." Krall does not attempt to directly copy Cole much (either pianistically or vocally), although his influence is obviously felt on some of the songs. The slow ballads are actually as reminiscent of Shirley Horn as Cole, particularly the somber "I'm Through With Love" and "If I Had You." Guitarist Russell Malone gets some solo space on many of the songs and joins in on the group vocal of "Hit That Jive Jack," although it is surprising that he had no other opportunities to interact vocally with Krall; a duet could have been delightful. Bassist Paul Keller is fine in support, pianist Benny Green backs Krall's vocal on "If I Had You," and percussionist Steve Kroon is added on one song. Overall, this is a tasteful effort that succeeds. © Scott Yanow /TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 1993 | Justin Time Records

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Jazzgesang - Erschienen am 1. Januar 2007 | Verve

„The Very Best of Diana Krall” ist eine übergreifende Titelsammlung der Pianistin/Sängerin, die sich von „All for You“ aus ihrem 1996 veröffentlichten Durchbruchsalbum bis hin zu „From This Moment On" aus dem Jahr 2006 erstreckt. Dabei handelt es sich vorwiegend um urbane und moderne Aufnahmen, die von ihrer innigen und schwingenden Trio-Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Russel Malone und dem Bassisten Christian McBride bis hin zu ihren opulenten Nummern mit Orchester und Big Band reichen. Obwohl dieses Album primär eine Kompilation für Fans der niveauvollen, an Jazz-Standards orientierten Krall ist, verdient das Plattenlabel Verve einige Pluspunkte dafür, dass eine Version ihres höchst persönlichen „The Girl in the Other Room" auch darauf zu finden ist. Wenn man ein Fan von geradlinigem Jazz mit einem guten Schuss Romantik ist und Kralls Arbeit noch nicht kennt, dann bietet „The Very Best" eine hervorragende Möglichkeit, um sich darin einzuarbeiten. © Matt Collar /TiVo
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Jazzgesang - Erschienen am 18. September 2015 | Verve

Der Interpret

Diana Krall im Magazin