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Rock - Erschienen am 2. August 2019 | Craft Recordings

Hi-Res
Creedence waren die ersten, die sich für Woodstock anmeldeten. Im April 1969 kassierte die Band der Fogerty-Brüder schon einen 10.000 Dollar Scheck ein. Und die Organisatoren waren sich sehr wohl im Klaren darüber, dass mit einer derartigen großen Nummer weitere Kaliber folgen würden und mitmachen möchten bei dem, was das Festival des Jahres schlechthin zu werden versprach… Die Gruppe sollte dann jedoch enttäuscht sein, so spät abends, zwischen halb eins und zwanzig nach eins, auf dem Programm zu stehen, und noch dazu nach The Grateful Dead. Ihrem meisterhaften Auftritt, den man sich mit dieser kompletten geremasterten Edition zu Gemüte führen kann, tut das aber keinen Abbruch. In jenem Jahr 1969 zählen Creedence Clearwater Revival schon dank ihrer drei Alben, Creedence Clearwater Revival (Mai 1968), Bayou Country (Januar 1969) und Green River (August 1969, 14 Tage vor ihrem Woodstock-Konzert) zu den beliebtesten Gruppen. Genau zu dem Zeitpunkt, als die Beatles/Stones das Sagen haben, hat die von John Fogerty angeführte Band die originelle Idee, mit ihrem wilden, rauen, brutalen, schnörkellosen Rock’n’Roll in Richtung Blues und Countrymusic zu steuern. Creedence zeichnet sich nun dadurch aus, dass sie auf ihre eigene Art Rednecks und Hippies, Tradition und modernen Rock’n’Roll auf einen Nenner bringen. Mit Unterstützung seines Bruders Tom, des Schlagzeugers Doug Clifford und des Bassisten Stu Cook sollte John Fogerty teuflische Hits wie Born On The Bayou, Proud Mary und Green River präsentieren, deren Interpretationen hier in recht energiegeladenen und kompakten Versionen zu hören sind. Wie immer brüllt Fogerty wie ein Besessener in sein Mikrofon (seine Version des I Put a Spell on You von Screamin’ Jay Hawkins ist umwerfend), wobei er gleichzeitig nüchterne, einschneidend wirksame Gitarreneinlagen zum Besten gibt. Weder langatmige Soli noch unenthaltsam Psychedelisches gibt es bei Creedence. Es heut einen einfach direkt um. Bumm! © Marc Zisman/Qobuz
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Rock - Erschienen am 1. Januar 1976 | Fantasy Records

Creedence Clearwater Revival. Eine Band, die sich in den Sechzigern anschickte, eine wunderbar eingängige Melange aus allem zu zaubern, das die damalige Musikszene so hergab. Eigentlich in der Bay Area beheimatet, hatten sie es trotzdem weniger mit kalifornischen Surf-Sounds oder psychedelischen Abhandlungen. In der CCR-Wundertüte fand sich neben dem unvermeidlichen Rock'n'Roll auch eine gute Portion Country, Soul, Blues und ein Southern Rock-Feeling ein. Das Ganze ergibt, gut durchgemengt, einen Sound, der auch Jahrzehnte nach Veröffentlichung nichts an Anziehungskraft, Power und Charme eingebüßt hat. Wie bei so vielen Formationen jener Zeit üblich, warfen Sänger und Bandleader John Fogerty und seine Mannen eine Veröffentlichung nach der anderen auf den Markt. In nicht einmal fünf Jahren erschienen so sieben Alben, die dafür verantwortlich zeichnen, dass der Name Creedence Clearwater Revival ein für allemal im Musik-Geschichtsbuch verewigt steht. Da die Kalifornier vom Typus her im Grunde immer eine Single-Band waren, wundert es nicht, dass es unzählige Compilations und Sampler von fast ebenso vielen Labels gibt. Die vorliegende Zusammenrottung an Hits erschien zum ersten Mal 1976. Da war die Combo schon längst Geschichte. Ironischerweise landeten sie mit diesem Album ihren größten kommerziellen Wurf überhaupt. Zehnfach Platin sollte am Ende in den USA auf der Habenseite stehen, und auch in Übersee ging das Doppel-Album weg wie geschnitten Brot. Woran das lag, lässt sich beim Durchhören schnell erkennen: Im Hintergrund legen Schlagzeuger Doug Clifford und Bassist Stu Cook ein grundsolides Fundament. Im Verbund mit Rhythmusgitarrist Tom Fogerty rollt das Trio einen eleganten roten Teppich aus, auf dem der unbestrittene Fixpunkt und Star John Fogerty ins Mikro röhren durfte. Sein teilweise hysterisch gepresster, aber stets emotional am oberen Limit agierender Gesang stammt der Legende nach von frühen Bar-Auftritten, bei denen er gegen den Krach seiner Mitmusiker anschreien musste. Falls dem so war, kann man fast dankbar sein: Sein variabel einsetzbares Organ klingt unverwechselbar. Leider ist John diese Power in der Stimme mit der Zeit völlig flöten gegangen, weshalb sich seine Solo-Auftritte mittlerweile anhören wie die von irgendwelchen schlechten Cover-Dumbos. Aber zurück auf Start: Bemerkenswert bei CCR erschien immer, wie sie sich fremdes Liedgut aneigneten. Screaming Jay Hawkins' "I Put A Spell On You" oder Marvin Gayes "I Heard it Through The Grapevine" gehören in die Güteklasse der Songs, an der man sich nicht ungestraft vergreift. Castingshow-Teilnehmer machen darum - nicht ganz ohne Grund - einen großen Bogen. Um so anerkennenswerter, wie CCR sich diesen Titeln nähern. Die Hawkins-Nummer bekommt bei ihnen eine düstere Note. Wo im Original noch das Saxofon trötet, grummeln die Gitarren, und auch der Gesang Fogertys bewegt sich vom Voodoo weg hin zu einem manisch wütenden Derwisch. Die Adaption von Marvin Gayes Stück bewegt sich näher am Original. Mit dem zarten Soul-Schmelz konnten die Rocker nicht aufwarten, sie greifen stattdessen auf mehr Krach zurück. Funktioniert beide Male ganz hervorragend. Aber in erster Linie sind CCR für ihre eigenen Hits bekannt. Allen voran "Green River" und nicht zuletzt "Proud Mary". Das Lied über einen Schaufelrad-Dampfer auf dem Mississippi feiert in der hibbeligen Uptempo-Version von Ike und Tina Turner einen fast ebenso großen Charterfolg. Auch hier bewahrheitet sich eine alte Weisheit, der zufolge ein guter Song immer ein guter Song bleibt, in welchem Outfit man ihn auch verkauft. Überhaupt Charts. Wenn man sich die Evergreens in der Trackliste ansieht, mutet es wie ein schlechter Treppenwitz der Musikgeschichte an, dass Creedence Clearwater Revival nie (n-i-e!) einen Nummer-eins-Hit in ihrer Heimat verbuchten. Fünfmal landeten sie auf dem zweiten Platz, die Pole Position blieb ihnen zu Lebzeiten verwehrt - und das angesichts zeitloser Perlen wie dem Duffzack von "Bad Moon Rising", dem schon fast hardrockende "Sweet Hitchhiker", "Down On The Corner" (more cowbell!) oder dem sentimentalen "Who'll Stop The Rain". Dabei waren CCR keine naiv drauf los musizierenden Zausel, sondern thematisierten in ihren Songs auch politische Fragen. Zuvorderst sei hier "Fortunate Son" erwähnt. Das setzt sich damit auseinander, dass die ärmeren Bevölkerungsschichten die Suppe auslöffeln müssen, die die Mächtigen ihnen eingebrockt haben. Nationalismus, Militarismus und Korruption ... auch inhaltlich zeitlos. Kein Wunder, traten CCR auch beim Woodstock-Festival auf. Dass hiervon kein Fitzelchen auf dem offiziellen Soundtrack und dem Film zu sehen ist, liegt am Veto von Band und Plattenfirma, die die Aufnahmen für zu schlecht befanden. Sachen gibts ... Wenn es darum geht, die Essenz der späten 60er und frühen 70er einzufangen, kommt man an Creedence Clearwater Revival (eigentlich ein durch und durch beknackter Bandname) nicht vorbei. "Chronicle, Vol.1" fängt das Treiben des Quartetts ganz hervorragend ein. Wer als Fan gut gemachter Rockmucke von dieser Formation noch nie etwas gehört hat, sollte sich was schämen. © Laut
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Der Interpret

Creedence Clearwater Revival im Magazin
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    Creedence at Woodstock! Endlich ist das gesamte Konzert der Bande um John Fogerty live vom Woodstock Festival in Hi-Res 24Bit erhältlich. Ein Rückblick auf den 16. August 1969...