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Die Alben

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13

Rock - Erschienen am 15. März 1999 | Parlophone UK

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Mercury Prize Selection
Die arme 13, allgemein als Unglückszahl bekannt, muß nun als Titel fürs sechste Blur-Album herhalten. Die einzige berechenbare Konstante am neuen Blur-Sound scheint die Unberechenbarkeit zu sein, mit der die Engländer zu Werke gehen. Hier mal ein Feedback, dort ein Gewummere, knarz und krächz an anderer Stelle, soundtechnisch recht rustikal gehalten, entfalten die Songs ihre herbe Schönheit doch erst nach dem dritten oder vierten Hören. Das ganze hätte sicher auch leicht verdaulicher verpackt werden können, doch so wird die Halbwertszeit erheblich verlängert. Doch halt, es gibt auch die typischen tralala Sachen, die einen netten Kontrast zu dem krachigen Zeugs bilden. Psychedelisch wird's dann auch zuweilen, immer auf Abwechslung bedacht und nach Lied Nr. 13 (klar) und 66 spannenden Minuten ist die Kurzweil auch schon wieder vorbei. Mit "13" sind Blur entgültig aus der Britpop-Schublade geklettert und spielen im Endlos-Streit mit Oasis kräftig mit den Muskeln. What's next??? © Laut
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Rock - Erschienen am 25. April 1994 | Parlophone UK

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung - Mercury Prize Selection
Rick Astley war mein Held. Ich sammelte seine LPs und Maxis, war sogar auf seinem Konzert in der Frankfurter Alten Oper. Aus diesem Elend befreite mich meine erste Freundin, die auf den putzigen Namen Mechthild hört. Wir verloren uns in Madchester, zwischen Bands wie The Stone Roses, The Charlatans, James - und Blur. 1992 sah die Welt ganz anders aus. Der vorgegebene Geschmack von MTV sowie der Hass auf Kristiane Backer vereinigte die Jugend Deutschlands. Wer etwas auf sich hielt, war unheimlich depressiv, trug schulterlange Haare, zerfetzte Jeans und Holzfällerhemdchen. Seattle war das Mekka, unsere Bands hießen Nirvana, Pearl Jam und Alice In Chains. Teenager mit Musik depressiv zu machen ist wie Fische aus einem Aquarium zu angeln. Mitten in unser klar strukturiertes Leben platzten wenig später die runderneuerten Blur mit "Girls & Boys". In einer Zeit, in denen Bands nichts wichtiger war als der LP-Aufdruck "No samples, keyboards or synthesizers used in the making of this record", setzten die Briten plötzlich auf genau jene, auf Pop und Spaß. Das ging nun wirklich nicht. Wir rümpften die Nase und verkrochen uns beleidigt in die dunkelste Ecke unserer Lieblingsdisko. Wir hatten zwar eben noch lautstark "Here we are now, entertain us" gefordert - aber doch bitte nicht so! In England war die Wahrnehmung eine komplett andere. Man wollte sich nichts mehr aus Amerika vorschreiben lassen. Selbst Gruppen wie Radiohead zwängte man in das Korsett des Seattle-Sounds. Die Lösung fand man drüben mal wieder in der eigenen glorreichen Vergangenheit. Ein Klang, der seit einigen Jahren unterschwellig mit The La's, Pulp und Suede kursierte, wurde zum Allheilmittel. England schrieb sich Britpop auf die Fahnen. Das Motto: "Yanks go home!" Wenn man heute im Freundes- und Kollegenkreis nachhakt, hört man auf die Frage nach dem liebsten Blur-Album nur selten "Parklife". "Leisure" wird genannt, das späte "13", Kollege Schuh schwört auf "Modern Life Is Rubbish", Kollege Schade auf "Blur". Niemand mag "The Great Escape". Doch nicht die persönliche Größe innerhalb des Blur-Universums macht "Parklife" zum Meilenstein, vielmehr seine große Bedeutung im Raum-Zeit-Kontinuum der Neunziger. Nicht einmal drei Jahre nach "Nevermind" gab es ein zweites Album, das die Musikwelt auf den Kopf stellte. Blur spülten unsere Ohren vom Ballast des Grunge frei. "Parklife" trägt die Blüten von "Modern Life Is Rubbish". Die beim Vorgänger gesäten Ideen gehen nun auf. Endlich Frühling. Trotz des allgegenwärtigen zynischen Untertons bleibt es ein humorvolles Spaß-Album. Viel mehr als jeder Gorillaz-Release stellt "Parklife" eine comicartige Welt vor. Der Soundtrack setzt sich aus Mod-Rock, Power-Pop, Punk und Walzer zusammen. Blur spielen mit Versatzstücken der Kinks, The Small Faces, The Jam, David Bowie oder den Pet Shop Boys. Die Gitarren-Riffs von Graham Coxon, einem sträflich unterschätzten Gitarristen, hängen der Bissigkeit der Texte in keinster Weise hinterher. Denn wie einst Bernhard Grzimek in "Ein Platz für Tiere" beobachtet Damon Albarn seine Landsleute in ihrem natürlichen Lebensraum. Der Engländer, das possierliche Kerlchen. "Following the herd / Down to Greece / On Holiday." Wie es sich gehört, beginnt "Parklife" mit seiner vom Synth- und New Wave-Pop infizierten Hit-Single. In der verschobenen Wahrnehmung der mitgrölenden Masse überragt "Girls & Boys" das Album. Gerne wird auch der Pet Shop Boys-Remix gereicht. Im Video von Kevin Godley bouncen Albarn, James, Coxon und Rowntree munter vor der Collage einer niemals enden wollenden Urlaubsparty. Der wahre Grusel liegt im Alltäglichen. In den allgemeinen Wirrungen aus Sexualität und Geschlechterrollen, die im Refrain des Songs ihren Festgesang finden, war ich dann auch drei Minuten in Damon verliebt. "Du bist sehr schon / But we haven't been introduced." Alex James erinnert sich in seinem Buch "Bit Of A Blur", wie die Single erst mit dem Umweg über Schweden den Hype startete, wo die Zuschauer des Hultsfred Festivals am Ende der Songpremiere schon die Refrainzeilen mitgrölten. Als Thom Yorke 2003 gefragt wurde, welchen Song er denn gerne geschrieben hätte, war seine Antwort: "Girls & Boys. Bastards!" Mit einem einzigen gezielten "Oi!" bläst Quadrophenia-Star Phil Daniels den vermeintlichen Überhit hinfort. Eigentlich sollte er die Lyrics für "The Debt Collector" einsprechen. Die liegen aber bis heute nicht vor. Kurzerhand übernahm er die Strophen des Titeltracks und machte aus der wunderbaren ironischen Satire auf die englische Vorstadt gleichzeitig ein Hohelied auf den Cockney-Dialekt. Hierzulande versuchten nicht wenige, Daniels Akzent zu imitieren, was meist zu einem "Porklife" führte. Lena Meyer-Landrut meint wohl immer noch, sie würde diesen perfekt nachahmen. Diese Meinung besitzt sie exklusiv. Gegenpol zu den beiden Songs bildet "To The End", die zweite Single des Albums. Perfekt in die feinste Abendgarderobe geschnürt und stylisch wie ein perlendes Glas Champagner. Diesen Traum, aus John Barry und Scott Walker geschneidert, veredeln die Background-Vocals von Lætitia Sadier (Stereolab). Doch erst in einer später aufgenommenen Version mit Françoise Hardy findet der Song seine endgültige Bestimmung. Doch die drei Titel zeigen nur die Spitze eines Eisbergs, dessen gewaltiger Kiel sich anfangs unter der Singles-Wasserobfläche versteckt. "Bank Holiday" versucht, die Energie von Punk zu kontrollieren und nimmt "Song 2" um Jahre voraus. Mit seinem bis ins Detail brillant gestalteten Bläser-Arrangement kuschelt sich der Pop-Song "Badhead" an den verkaterten Schädel. Die Grundmelodie aus "London Loves" baut auf dem Gitarren-Break aus Bowies "Fashion" auf. Melancholisch setzt sich "End Of A Century" mit dem damals omnipräsenten Wahn der Jahrtausendwende auseinander. Wie recht Albarn doch mit seinen prophetische Zeilen hatte. "End of a century / It's nothing special." Die Größe von "Parklife" zeigt sich nochmals deutlich im Vergleich mit seinem Nachfolger. Im Krieg gegen Oasis versuchten Blur, mit "The Great Escape" nochmals einen draufzusetzen. Das Vorhaben misslang. Bevölkerten "Parklife" noch Figuren, die Albarn trotz allem Spott spürbar am Herzen lagen, schienen ihm der "Charmless Man" und "Dan Abnormal" am Bobbes vorbei zu gehen. Sieht man von der Soundspielerei "Lot 105" ab, endet "Parklife" mit dem Meisterwerk "This Is A Low", einer der besten und bedrückendsten Songs in der Karriere von Blur. Ein episches Ende, basierend auf dem Shipping Forecast der BBC. Die einzig logische Konsequenz nach "This Is A Low" bleibt, das Album noch einmal von Anfang bis Ende zu hören. Immer und immer wieder. There's No Other Way. © Laut
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Rock - Erschienen am 21. April 2003 | Parlophone UK

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
Das ist doch die Stimme der Gorillaz?! Gar nicht abwegig anzunehmen, dass sich so mancher über diesen Zugang dem neuen Werk der Britpop-Pioniere Blur nähern wird. "Think Tank" ist Studioalbum Nummer sieben von Damon Albarns Stamm-Band, aber das erste nach dem Übererfolg der Comic-Combo. Zudem sind Blur nach dem Ausstieg ihres Gitarristen Graham Coxon Ende vergangenen Jahres bekanntlich zum Trio geschrumpft. So paarten sich im Vorfeld hohe Erwartungen der Kritiker mit diffusen Ängsten der Fans, die nach dem bereits recht experimentellen Vorgängerwerk "13" eine endgültige Abkehr ihrer Lieblinge vom Gitarrenpop befürchteten. Um so mehr überrascht die extreme Entspanntheit, die als Grundatmosphäre das neue Album beherrscht. Nichts ist da zu spüren von Spannungen. Stattdessen: Spielfreude und die Lust am Experimentieren mit verschiedensten Einflüssen, von Dub über Soul bis Krautrock. Stilistisch eingrenzen lassen sich Blur schon lange nicht mehr. Sie haben einen Status erreicht, der es ihnen erlaubt, sich über jegliche Publikumserwartung hinwegzusetzen. Ganz ähnlich einer anderen britischen Band, die dieser Tage ihr neues Album veröffentlicht. Und doch anders, denn hier wirkt nichts verkopft oder bemüht artifiziell. Bei aller künstlerischen Freiheit, die sie sich nehmen, vergessen Blur doch nie ihren Grund-Kontext: Popmusik. Zugänglichkeit ist insofern ein wichtiger Aspekt aller Blur-Songs. Sie erfolgt über schlicht wunderbare Melodien. In den meisten Stücken getragen von Albarns Stimme, die wie selten zuvor das zentrale, verbindende Element bildet. Melodien makelloser Schönheit, nur unzureichend verhüllt von einem dünnen Mäntelchen aus Knarz und Bleep. Etwa auf der wunderbaren Vorab-Single "Out Of Time" oder dem unheimlich gelösten "Caravan": "Sometimes everything is easy". Umwoben sind die Stücke von fremdländischen Geräusch-Impressionen, ohne jedoch in Worldmusic-Kitsch abzurutschen. Dazwischen dann plötzlich ein enormer Punkrockkracher: "We've Got A File On You". Und Stücke mit den notorischen Dancehit-Produzenten Norman Cook und William Orbit, die jedoch nur begrenzt auf den Tanzboden zielen. Aber Namedropping hat die Platte ohnehin nicht nötig. Ebenso wenig wie den hidden Track "White Noise", den erreicht, wer zu Beginn von Song eins knapp sieben Minuten zurückspult. Denn auf einem Album so voller Freiheiten muss nichts versteckt werden. Journalisten bezeichneten das 99er Werk "13" als Blurs "White Album". In dem Fall ist dieses hier: das "bunte Album". © Laut
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Rock - Erschienen am 30. Juli 2012 | Parlophone UK

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 11. September 1995 | Parlophone UK

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 1. Januar 1995 | Parlophone UK

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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Rock - Erschienen am 25. April 1994 | Parlophone UK

Hi-Res
Rick Astley war mein Held. Ich sammelte seine LPs und Maxis, war sogar auf seinem Konzert in der Frankfurter Alten Oper. Aus diesem Elend befreite mich meine erste Freundin, die auf den putzigen Namen Mechthild hört. Wir verloren uns in Madchester, zwischen Bands wie The Stone Roses, The Charlatans, James - und Blur. 1992 sah die Welt ganz anders aus. Der vorgegebene Geschmack von MTV sowie der Hass auf Kristiane Backer vereinigte die Jugend Deutschlands. Wer etwas auf sich hielt, war unheimlich depressiv, trug schulterlange Haare, zerfetzte Jeans und Holzfällerhemdchen. Seattle war das Mekka, unsere Bands hießen Nirvana, Pearl Jam und Alice In Chains. Teenager mit Musik depressiv zu machen ist wie Fische aus einem Aquarium zu angeln. Mitten in unser klar strukturiertes Leben platzten wenig später die runderneuerten Blur mit "Girls & Boys". In einer Zeit, in denen Bands nichts wichtiger war als der LP-Aufdruck "No samples, keyboards or synthesizers used in the making of this record", setzten die Briten plötzlich auf genau jene, auf Pop und Spaß. Das ging nun wirklich nicht. Wir rümpften die Nase und verkrochen uns beleidigt in die dunkelste Ecke unserer Lieblingsdisko. Wir hatten zwar eben noch lautstark "Here we are now, entertain us" gefordert - aber doch bitte nicht so! In England war die Wahrnehmung eine komplett andere. Man wollte sich nichts mehr aus Amerika vorschreiben lassen. Selbst Gruppen wie Radiohead zwängte man in das Korsett des Seattle-Sounds. Die Lösung fand man drüben mal wieder in der eigenen glorreichen Vergangenheit. Ein Klang, der seit einigen Jahren unterschwellig mit The La's, Pulp und Suede kursierte, wurde zum Allheilmittel. England schrieb sich Britpop auf die Fahnen. Das Motto: "Yanks go home!" Wenn man heute im Freundes- und Kollegenkreis nachhakt, hört man auf die Frage nach dem liebsten Blur-Album nur selten "Parklife". "Leisure" wird genannt, das späte "13", Kollege Schuh schwört auf "Modern Life Is Rubbish", Kollege Schade auf "Blur". Niemand mag "The Great Escape". Doch nicht die persönliche Größe innerhalb des Blur-Universums macht "Parklife" zum Meilenstein, vielmehr seine große Bedeutung im Raum-Zeit-Kontinuum der Neunziger. Nicht einmal drei Jahre nach "Nevermind" gab es ein zweites Album, das die Musikwelt auf den Kopf stellte. Blur spülten unsere Ohren vom Ballast des Grunge frei. "Parklife" trägt die Blüten von "Modern Life Is Rubbish". Die beim Vorgänger gesäten Ideen gehen nun auf. Endlich Frühling. Trotz des allgegenwärtigen zynischen Untertons bleibt es ein humorvolles Spaß-Album. Viel mehr als jeder Gorillaz-Release stellt "Parklife" eine comicartige Welt vor. Der Soundtrack setzt sich aus Mod-Rock, Power-Pop, Punk und Walzer zusammen. Blur spielen mit Versatzstücken der Kinks, The Small Faces, The Jam, David Bowie oder den Pet Shop Boys. Die Gitarren-Riffs von Graham Coxon, einem sträflich unterschätzten Gitarristen, hängen der Bissigkeit der Texte in keinster Weise hinterher. Denn wie einst Bernhard Grzimek in "Ein Platz für Tiere" beobachtet Damon Albarn seine Landsleute in ihrem natürlichen Lebensraum. Der Engländer, das possierliche Kerlchen. "Following the herd / Down to Greece / On Holiday." Wie es sich gehört, beginnt "Parklife" mit seiner vom Synth- und New Wave-Pop infizierten Hit-Single. In der verschobenen Wahrnehmung der mitgrölenden Masse überragt "Girls & Boys" das Album. Gerne wird auch der Pet Shop Boys-Remix gereicht. Im Video von Kevin Godley bouncen Albarn, James, Coxon und Rowntree munter vor der Collage einer niemals enden wollenden Urlaubsparty. Der wahre Grusel liegt im Alltäglichen. In den allgemeinen Wirrungen aus Sexualität und Geschlechterrollen, die im Refrain des Songs ihren Festgesang finden, war ich dann auch drei Minuten in Damon verliebt. "Du bist sehr schon / But we haven't been introduced." Alex James erinnert sich in seinem Buch "Bit Of A Blur", wie die Single erst mit dem Umweg über Schweden den Hype startete, wo die Zuschauer des Hultsfred Festivals am Ende der Songpremiere schon die Refrainzeilen mitgrölten. Als Thom Yorke 2003 gefragt wurde, welchen Song er denn gerne geschrieben hätte, war seine Antwort: "Girls & Boys. Bastards!" Mit einem einzigen gezielten "Oi!" bläst Quadrophenia-Star Phil Daniels den vermeintlichen Überhit hinfort. Eigentlich sollte er die Lyrics für "The Debt Collector" einsprechen. Die liegen aber bis heute nicht vor. Kurzerhand übernahm er die Strophen des Titeltracks und machte aus der wunderbaren ironischen Satire auf die englische Vorstadt gleichzeitig ein Hohelied auf den Cockney-Dialekt. Hierzulande versuchten nicht wenige, Daniels Akzent zu imitieren, was meist zu einem "Porklife" führte. Lena Meyer-Landrut meint wohl immer noch, sie würde diesen perfekt nachahmen. Diese Meinung besitzt sie exklusiv. Gegenpol zu den beiden Songs bildet "To The End", die zweite Single des Albums. Perfekt in die feinste Abendgarderobe geschnürt und stylisch wie ein perlendes Glas Champagner. Diesen Traum, aus John Barry und Scott Walker geschneidert, veredeln die Background-Vocals von Lætitia Sadier (Stereolab). Doch erst in einer später aufgenommenen Version mit Françoise Hardy findet der Song seine endgültige Bestimmung. Doch die drei Titel zeigen nur die Spitze eines Eisbergs, dessen gewaltiger Kiel sich anfangs unter der Singles-Wasserobfläche versteckt. "Bank Holiday" versucht, die Energie von Punk zu kontrollieren und nimmt "Song 2" um Jahre voraus. Mit seinem bis ins Detail brillant gestalteten Bläser-Arrangement kuschelt sich der Pop-Song "Badhead" an den verkaterten Schädel. Die Grundmelodie aus "London Loves" baut auf dem Gitarren-Break aus Bowies "Fashion" auf. Melancholisch setzt sich "End Of A Century" mit dem damals omnipräsenten Wahn der Jahrtausendwende auseinander. Wie recht Albarn doch mit seinen prophetische Zeilen hatte. "End of a century / It's nothing special." Die Größe von "Parklife" zeigt sich nochmals deutlich im Vergleich mit seinem Nachfolger. Im Krieg gegen Oasis versuchten Blur, mit "The Great Escape" nochmals einen draufzusetzen. Das Vorhaben misslang. Bevölkerten "Parklife" noch Figuren, die Albarn trotz allem Spott spürbar am Herzen lagen, schienen ihm der "Charmless Man" und "Dan Abnormal" am Bobbes vorbei zu gehen. Sieht man von der Soundspielerei "Lot 105" ab, endet "Parklife" mit dem Meisterwerk "This Is A Low", einer der besten und bedrückendsten Songs in der Karriere von Blur. Ein episches Ende, basierend auf dem Shipping Forecast der BBC. Die einzig logische Konsequenz nach "This Is A Low" bleibt, das Album noch einmal von Anfang bis Ende zu hören. Immer und immer wieder. There's No Other Way. © Laut
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Rock - Erschienen am 29. Januar 1997 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 11. September 1995 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 30. Oktober 2000 | Parlophone UK

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Alternativ und Indie - Erschienen am 27. April 2015 | Parlophone UK

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Unbestritten gehört Blur zu den Gewinnern des Britpop, die in den 90er Jahren aufgekommen sind. Die Band um Damon Albarn hat ihren Sound stets weiterentwickelt und Grenzen ausgeschöpft, um neue Klanggefilde zu erkunden. Während die einzelnen Blur-Mitglieder eigenständig ihren Weg gegangen sind, und das zumeist sehr erfolgreich, hat es nun 12 Jahre gebraucht, um nach Think Tank (2003) ein gemeinsames Projekt zu veröffentlichen.The Magic Whip bedeutet auch das Comeback des Gitarristen Graham Coxon, auf den für Think Tank verzichtet werden musste. Dabei entstand The Magic Whip aus einem Zufall, dank einer Konzertabsage in Hong Kong, durch die die Band etwas Zeit füreinander übrig hatte. Eine fünftägige Jam Session im Studio wurde so das Fundament für The Magic Whip, das von Albarns Ausflügen in die Weltmusik und das experimentelle Delirium von Coxons Soloaufnahmen bereichert wurde. Die von Stephen Street produzierte "Folk Science Fiction", wie Coxon das Album beschreibt, ist nicht nur kraftvoll und beständig, sondern auch voll von vielzeitigen Klängen und Einflüssen. The Magic Whip ist keinesfalls ein Aufpolieren vergangener Sternstunden, sondern ein Kaleidoskop der Ideen und Eindrücke. © AG, Qobuz 2015
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Rock - Erschienen am 10. Mai 1993 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 30. Juli 2012 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 30. Juli 2012 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 30. Juli 2012 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 27. August 1991 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 13. August 2012 | Parlophone Records Limited

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Rock - Erschienen am 25. April 1994 | Parlophone UK

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Rock - Erschienen am 5. Mai 2003 | Parlophone UK

Das ist doch die Stimme der Gorillaz?! Gar nicht abwegig anzunehmen, dass sich so mancher über diesen Zugang dem neuen Werk der Britpop-Pioniere Blur nähern wird. "Think Tank" ist Studioalbum Nummer sieben von Damon Albarns Stamm-Band, aber das erste nach dem Übererfolg der Comic-Combo. Zudem sind Blur nach dem Ausstieg ihres Gitarristen Graham Coxon Ende vergangenen Jahres bekanntlich zum Trio geschrumpft. So paarten sich im Vorfeld hohe Erwartungen der Kritiker mit diffusen Ängsten der Fans, die nach dem bereits recht experimentellen Vorgängerwerk "13" eine endgültige Abkehr ihrer Lieblinge vom Gitarrenpop befürchteten. Um so mehr überrascht die extreme Entspanntheit, die als Grundatmosphäre das neue Album beherrscht. Nichts ist da zu spüren von Spannungen. Stattdessen: Spielfreude und die Lust am Experimentieren mit verschiedensten Einflüssen, von Dub über Soul bis Krautrock. Stilistisch eingrenzen lassen sich Blur schon lange nicht mehr. Sie haben einen Status erreicht, der es ihnen erlaubt, sich über jegliche Publikumserwartung hinwegzusetzen. Ganz ähnlich einer anderen britischen Band, die dieser Tage ihr neues Album veröffentlicht. Und doch anders, denn hier wirkt nichts verkopft oder bemüht artifiziell. Bei aller künstlerischen Freiheit, die sie sich nehmen, vergessen Blur doch nie ihren Grund-Kontext: Popmusik. Zugänglichkeit ist insofern ein wichtiger Aspekt aller Blur-Songs. Sie erfolgt über schlicht wunderbare Melodien. In den meisten Stücken getragen von Albarns Stimme, die wie selten zuvor das zentrale, verbindende Element bildet. Melodien makelloser Schönheit, nur unzureichend verhüllt von einem dünnen Mäntelchen aus Knarz und Bleep. Etwa auf der wunderbaren Vorab-Single "Out Of Time" oder dem unheimlich gelösten "Caravan": "Sometimes everything is easy". Umwoben sind die Stücke von fremdländischen Geräusch-Impressionen, ohne jedoch in Worldmusic-Kitsch abzurutschen. Dazwischen dann plötzlich ein enormer Punkrockkracher: "We've Got A File On You". Und Stücke mit den notorischen Dancehit-Produzenten Norman Cook und William Orbit, die jedoch nur begrenzt auf den Tanzboden zielen. Aber Namedropping hat die Platte ohnehin nicht nötig. Ebenso wenig wie den hidden Track "White Noise", den erreicht, wer zu Beginn von Song eins knapp sieben Minuten zurückspult. Denn auf einem Album so voller Freiheiten muss nichts versteckt werden. Journalisten bezeichneten das 99er Werk "13" als Blurs "White Album". In dem Fall ist dieses hier: das "bunte Album". © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 24. April 2015 | Parlophone UK

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Irgendwie fühlte Graham Coxon, dass er Blur nach seinem Ausstieg während der Arbeiten an "Think Tank" zumindest dieses eine Album schuldig war. Also nahm er sich Ende 2014 mit Produzent Stephen Street noch einmal die im Mai 2013 entstandenen Demoaufnahmen vor. Damals waren die vier wiedervereinigten Briten nach ihrem ausgefallen Auftritt beim Tokyo Rocks Music Festival in Hong Kong gestrandet und nutzten die fünf freien Tage in den Avon Studios, um erstmals wieder an neuen Songs zu arbeiten. Vom Ergebnis nicht sonderlich angetan, sah es danach eher so aus, als müsste die Welt auch weiterhin auf ein neues Blur-Album verzichten. Vor allem Damon Albarn stellte sich öffentlich mehrfach quer. Niemals aufgeben, niemals kapitulieren! Coxon gab sich nicht geschlagen, zerlegte die Aufnahmen in ihre Einzelteile, arrangierte sie neu, füllte die Lücken mit seinen charakteristischen Licks und unkonventionellen Soli, ohne sich dabei ins Rampenlicht zu drängeln. So lange, bis er zufrieden war und Albarn, James und Rowntree einen Weg aufzeigte, in welche Richtung sich die erste wirkliche Blur-Platte seit "13" entwickeln könnte. Vielleicht liegt genau in Coxons Herzblut der Grund, warum einem nie das Gefühl überkommt, einfach nur einem weiteren Albarn-Projekt zuzuhören, sondern, dass hier tatsächlich Blur am Werk sind. Zwar steht der Frontmann naturgemäß im Mittelpunkt, doch gehört "The Magic Whip" mindestens zum gleichen Teil dem einst verloren gegangenen Gitarristen. Immer wieder verirren sich asiatische Klänge und Melodien in die zutiefst britischen Arrangements. Um sich inspirieren zu lassen und die Texte zu vollenden, kehrte Albarn nochmals an den Ort der Aufnahmen zurück. Anstatt London und England bilden nun Hong Kong und China die Spielwiese für seine Beobachtungen. In diesem Schmelztiegel, in dem einem selbst das beste Englisch keinen Schritt weiter hilft, wirken Blur ebenso Lost In Translation wie einst Bill Murray in den Straßenschluchten Tokios. "Green neon / carved out of grey white skies." ("New World Towers") Mit "Lonesome Street", einem beruhigendem Echo ihrer vergangenen Britpop-Tage, gelingt ihnen mit Grahams hastigen Gitarrenriffs und Alex' sprudelnden Bass ein zuversichtlicher Einstieg. Ähnlich wie im später folgenden "Ong Ong" zelebrieren Blur die große Kunst des alles verbindenden "La-la-las", haben ein munteres Pfeifen auf den Lippen und nehmen den "5.14 to East Grinstead", direkt ins Jahr 1995. Doch die Perspektive ändert sich abrupt. "There are too many of us / in tiny houses here and there / all looking through the windows / on everything we share." Albarns düstere Gedanken über die zunehmende Überbevölkerung unseres Planeten, nicht nur in China, verfestigen sich im stickigen Smog Hong Kongs. Eingeengt zwischen einem grimmigen Militärmarsch und entrückten Keyboards vergisst der Sänger dabei nicht, dass das Wort "us" eben auch ihn selbst einbezieht. Wir sind alle kein Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Unter dem rotzig verschrobenen Überschwang von "Go Out" baut sich langsam, aber deutlich, unheilvolles Misstrauen auf. Während Damon in ein kauziges "To the local, to the lo-o-o, I go out, To the lo-o-o-o-ocal, by myself" verfällt, lässt James seinen Bass ruckartig aufschlagen. Grahams spröder Lärm steigert sich zu einem misstönenden Solo. Das "Ghost Ship" lädt mit dem von Rowntree und James vorgelegten schlendernden Dub-Sound und Coxons sonnendurchfluteten Gitarren zu einer zurückgelehnten Kreuzfahrt mit The Clash und The Specials ein. Kindlich verspielt klickt, fiept, ziept und sprudelt "Ice Cream Man". Langsam baut sich um eine simple Akkordfolge Spannung auf. Mag der erste Blick eine wehmütige Erinnerung an einen Sommertag des Jahres 1989 herauf beschwören, handelt es sich doch bei genauerer Betrachtung um Albarns Erinnerungen an das Tian'anmen-Massaker in Peking im Jahr 1989. "With a swish of his magic whip, all the people in the party froze." Das eindrucksvolle "Pyongyang", benannt nach der nordkoreanischen Hauptstadt, leiht seinen Basssound bei Japans Mick Karn. Ein beklemmendes, graues Stück, in dessen Verzweiflung und spürbarer Unterdrückung sich auch subtile Akzente von Trost und Hoffnung finden. "Thought I Was A Spaceman" beginnt wie ein übrig gebliebenes "Everyday Robots"-Stück. In weiter Ferne singt ein trauernder Albarn zu minimalistischer Elektronik: ein eiskaltes Echo einer untergegangenen Kultur. "The desert had encroached upon the places were we lived." Mehr und mehr schmuggeln sich James Bass und Coxons leise schnarrende Gitarre ins Bild, bis Rowntrees Einstieg einen Blick auf eine vollkommen runderneuerte Blur-Identität freigibt. Packend, komplex und verdreht. Im letzten Drittel übernimmt Coxon das Mikro. Die Temperatur sinkt um weitere zehn Grad, bis sein Solo, von seiner Dramaturgie dem von Mick Ronson in Bowies "Moonage Daydream" nicht unähnlich, weiter und weiter ins All abdriftet. Weder rennen Blur mit "The Magic Whip" der "Parklife"-Hitdichte nach, noch zeigen sie sich auch nur halb so verkopft wie auf ihren letzten Longplayern. Viel mehr stellen sie sich entspannt ihrem Erbe, klingen natürlich und unverkrampft und lassen all die Einflüsse, die sie mit Coxons Solo-Werken, den Gorillaz, The Good, The Bad And The Queen, Rocket Juice And The Moon, Mali Music, Monkey oder letztendlich Albarns "Everyday Robots" gesammelt haben, einfließen. Fast scheint es, als hätte es all diese Abenteuer nur gegeben, um den Kopf frei zu bekommen, sich endlich wieder aufeinander einzulassen und die gesammelten Erfahrungen miteinander zu verbinden. Während sich andere Bands nach ihrem Comeback in der Sicherheit ihrer eigenen Legende suhlen, erliegen Blur nicht der Verlockung der Selbstkopie. Viel mehr definieren sie mit zwölf Schnappschüssen aus Hong Kong, mal kunterbunt schreiend, mal im harten, körnigen Schwarzweiß gehalten, ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und ihre Zukunft. Danke Graham, dass du diese Platte nicht verloren gegeben hast. © Laut