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Die Alben

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R&B - Erschienen am 24. Juni 2011 | Parkwood Entertainment - Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Hi-Res Audio
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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 17. April 2019 | Columbia

Hi-Res Auszeichnungen Pitchfork: Best New Music
Das musste in Stein gemeißelt werden. Die mediale Präsentation der Queen Beyoncé bei ihren beiden Konzerten des Coachella Festivals im Jahre 2018, die in einem Dokumentarfilm auf Netflix verewigt wurden, wird, Überraschung, von einem Live-Album begleitet. In Form einer Retrospektive präsentiert uns Beyoncé 40 Titel aus ihrer Karriere, die vor 22 Jahren startete. Neue Stücke gibt es nicht, aber eine Studio-Neufassung mit Tay Keith, und zwar die des Soul-Titels Before I Let Go von Frankie Beverly mit seiner Gruppe Maze aus dem Jahre 1981. Außerdem gibt es etwas von den Destiny’s Child mit Lose My Breath, Say My Name und Soldier, die Gastauftritte von Michelle Williams und Kelly Rowland, Déjà Vu mit ihrem Mann Jay-Z, Get Me Bodied mit ihrer Schwester Solange, die von ihrer Tochter Blue Ivy gesungene afroamerikanische Hymne Lift Every Voice and Sing; und Homecoming zeigt schließlich, warum aus Coachella „Beychella“ geworden ist, denn die Vorstellung ging in die Wurzeln des Festivals ein. Das war auch der Zweck. Mit der imposanten, mit kolossalen Mitteln organisierten, zweistündigen Show, bei der 200 Personen auf der Bühne erschienen und das afrofeministische Empowerment im Mittelpunkt stand, hat Beyoncé ihren Thron sehr wohl verdient. „Ich hätte mich auf den Lorbeeren auszuruhen können, aber ich wollte lieber das Festival Coachella, weil es für mich wichtiger war, unsere Kultur nach Coachella zu bringen.“  Wenn man, abgesehen von den vielen Anspielungen auf die afroamerikanische Geschichte, den Sound der Second Lines der Brassbands aus New Orleans, den einer verstärkten Drumline, und einen Malcolm X in Don’t Hurt Yourself hört, zeigt uns die wie Nefertiti geschminkte Königin des Pop wieder einmal, das Gewicht ihrer Diskografie in Zeiten des dritten Jahrtausends. © Charlotte Saintoin/Qobuz 
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R&B - Erschienen am 4. September 2006 | Sony Urban Music - Columbia

Auszeichnungen Qobuz' Schallplattensammlung
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R&B - Erschienen am 24. Juni 2003 | Columbia

Pop - Erschienen am 23. April 2016 | Parkwood Entertainment - Columbia

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Und zack, da ist sie, die neue Beyoncé-Platte "Lemonade". Über Nacht erschienen im digitalen Tidal-Äther. Unangekündigt. Ohne Promo-Phase. Von wegen: Denn die Veröffentlichung selbst ist die ultimative Werbeaktion, die den Popstar ins strahlende Rampenlicht rückt. Ganz neu ist die Idee im Übrigen nicht. Beyoncé selbst hatte bereits ihr letztes Album 2013 ohne Ankündigung auf iTunes gepumpt. Drake, Kendrick Lamar, Rihanna und Kanye West zogen mit ihren aktuellen Veröffentlichungen nach (die beiden letztgenannten auch exklusiv auf Jay-Zs Streamingdienst Tidal) und erzielten allesamt durchschlagende Erfolgsergebnisse. Beyoncé beschreibt "Lemonade" als "Visual-Album". Die Musik ist in einen einstündigen, die Grenzen des Video-Genres aufspaltenden Film eingewoben. Ein mehrschichtiges Pop-Epos, das seine eigene Rolle im Hyper-Mainstream aktiv überschreibt und neu ordnet. Die Sängerin ist längst selbst losgelöstes Kunstwerk und Kunstobjekt, deren Gravitas mit Madonna zu vergleichen ist. Ihr Ehemann Jay-Z verkommt dabei immer mehr zu einem Sidekick. Die Ehe zum Tidal-Mogul ist ein entscheidender Faktor auf dem Album. "Lemonade" fährt auf inhaltlicher Ebene zweigleisig: Da ist einerseits die Autobiografie der Mrs. Knowles-Carter, dieser fleischgewordene amerikanische Traum. Und das Thema des Betrogenwordenseins, das immer wieder an die Oberfläche dringt. So kommt man schnell zu dem bekannten Glückskeks-Kalenderspruch: "Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach gefälligst Limonade draus." Das Album beginnt mit merkwürdig vor sich hin gesäuselten Wortfetzen, die dann recht hurtig in eine klassische, mehrstimmige Beyoncé-Pianoballade münden. Ein denkbar angenehmer Einstieg. "Pray You Catch Me" funktioniert wie ein souveräner Hollywood-Trailer, der nicht zu viel verrät, aber dennoch Lust auf mehr macht. Passend also, dass "Lemonade" in einem großen HBO-Special dem amerikanischen TV-Publikum präsentiert wurde. Parallel dazu bietet die Filmebene schwarz-weiße Sequenzen, kryptische Lyrik und junge Frauen, die starr in die Kamera blicken. Das alles erscheint auf den ersten Blick grandios überladen. Der folgende Song "Hold Up" ist ein entspannter Bongo-Sommerbeat, den Beyoncé ultrasouverän bearbeitet. Gegen Ende bricht der Song um in einen kurzen, Trap-Rap-Part samt gejodelter Kopfstimme. Beyoncé singt: "Hold up, they don't love you like I love you (...) Can't you see there's no other man above you?" Das liest sich unterwürfig und verblendet, ja kitschig. Glücklicherweise folgt die Ansage auf dem Fuß: "What a wicked way to treat the girl that loves you." Dazu marschiert die Sängerin im wallenden, zitronengelben Kleid durch eine belebte Straße, schnappt sich sich unter den Anfeuerungsrufen ihres durchgehend weiblichen Publikums einen Baseballschläger und schickt eine Autoscheibe nach der nächsten über den Jordan. Das Signal ist klar: Wir, die afroamerikanischen Frauen, lassen uns nicht mehr verarschen. Finito. Jetzt wird zurück geschlagen, gegen all den Sexismus, Chauvinismus und Rassismus im Kleinen wie im Großen. So nimmt es nicht Wunder, dass sich Beyoncé im Laufe des Albums eine ganze Armada von männlichen und vor allem übertalentierten Featuregästen untertan macht. Zwar kapitulieren Kendrick Lamar, James Blake, Jack White und The Weeknd nicht komplett vor der Pop-Präsenz der Diva wie etwa Coldplay Anfang des Jahres während der Super Bowl-Halbzeitshow. Trotzdem ist immer klar, wer die Hosen an hat. Jack White bringt zwar seinen typisch verkratzten Sound in das dadurch soulig-harte "Don't Hurt Yourself" ein, doch eine außer Rand und Band geratene Beyoncé sprengt die Nummer: "Who the fuck do you think I am? / You ain't married to no average bitch boy / You can watch my fat ass twist boy / As I bounce to the next dick boy / And keep your money, I got my own." Alter Schwede! So wütend und energiegeladen hat man die Sängerin noch nie gehört. Das vielleicht stärkste, weil gleichermaßen sperrige und doch eingängige Stück ist "Freedom" mit Kendrick Lamar und lässt private Spitzen außen vor. Die Hymne, die auf eine sphärische James-Blake-Zwischensequenz ("Forward") folgt, basiert auf einem mächtigen Beat mit 70er-Jahre-Energie, inklusive Chören, die Produzent Just Blaze orchestral zusammenfügt. Ein uneingeschränkter Hit. "Lemonade" ist dennoch kein Meisterwerk geworden, dazu ist die Platte über weite Strecken abseits der aufregenden Features musikalisch zu harmlos. Beyoncé selbst liefert zwar gesangstechnisch absolut ab und zeigt alle denkbaren Varianten ihrer Klang- und Stimmfärbungen, einzig die Kompositionen sind oft recht überraschungsarm. Erst in Kombination mit dem Film entwickelt "Lemonade" seine eindrucksvolle Wirkung und bietet mit Kanyes "Life Of Pablo" eine neue Diskussionsgrundlage für Egomanie im Pop-Mainstream des Jahres 2016. © Laut

R&B - Erschienen am 24. November 2014 | Parkwood Entertainment - Columbia

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 19. Juli 2019 | Parkwood Entertainment - Columbia

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R&B - Erschienen am 14. November 2008 | Music World Music - Columbia

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R&B - Erschienen am 20. März 2009 | Music World Music - Columbia

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R&B - Erschienen am 29. Mai 2007 | Columbia

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 19. Juni 2020 | Parkwood Entertainment - Columbia

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Hip-Hop/Rap - Erschienen am 31. Juli 2020 | Parkwood Entertainment - Columbia

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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 16. April 2019 | Columbia

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Sollte es zwischendurch Zweifler gegeben haben: Spätestens mit "Homecoming: The Live Album", dem Mitschnitt ihres Coachella-Auftrittes im vergangenen Jahr, dürfte der Glaube an Beyoncés Allmacht wieder hergestellt sein. Eigentlich hätte sie ja schon 2017 den Headliner-Platz auf dem Coachella übernehmen sollen - da kamen jedoch ihre beiden Zwillinge dazwischen. Dafür machte sie 2018 das Festival zu ihrem ganz eigenen Homecoming und deklarierte es kurzerhand in "Beychella" um. Zugegeben, tadellos ist das Live-Album nicht. Hier und da wirken die Cuts zwischen den einzelnen Songs etwas hart - was sich allerdings kaum vermeiden lässt, wenn man Live-Mitschnitte von zwei verschiedenen Wochenenden aneinanderreiht. (Das Coachella-Festival findet mittlerweile an zwei Wochenenden hintereinander statt.) Und auch wirken die Einspieler, die sowohl auf dem Album, als auch in der dazugehörigen Netflix-Doku erscheinen, nicht wirklich stimmig. Sie sollen eine Meta-Ebene zum Auftritt liefern, seinen historischen Kontext erläutern. Gebraucht hätte es sie jedoch nicht, ebensowenig wie die zwei Zusatz-Songs am Ende des Albums. Der Live-Mitschnitt funktioniert auch ohne Zusatzmaterial als eine Demonstration gleich mehrerer Besonderheiten, die Beyoncé in sich vereint. Zum einen: Der Frauenpower. Das gesamte Homecoming-Set richtet sich an Frauen jeden Alters, jeder Coleur, jedes Seins. Beyoncé zelebriert nicht nur das Frausein, sie fordert die Frauen, die ihr zuhören, aktiv auf, verdammt noch mal stolz auf ihre Weiblichkeit zu sein. Und diese endlich mit Kraft und nicht mit Unterwerfung gleich zu setzen. Sie tut das nicht nur mit Songs wie "Bow Down", "Diva", "Flawless" oder "Run The World (Girls)", sondern fügt in ihre Show auch kleine Szenen ein, in denen sie männlichen Tänzern Befehle erteilt. Eine Rollenumkehrung, wie sie selten auf derartig großen Bühnen geschieht. Zum zweiten: Der afro-amerikanischen Kultur. Nicht umsonst besteht ihre Bühnencrew, also Tänzer, Sänger und Band, fast ausschließlich aus schwarzen Künstlern und Musikern. Nicht umsonst performt sie gleich am Anfang mit "Lift Every Voice" die afro-amerikanische Nationalhymne. Nicht umsonst verteilt sie immer wieder Verweise auf schwarze Künstler und Persönlichkeiten wie Kurtis Blow, Malcom X oder Maya Angelou. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass eine afro-amerikanische Frau ein derart großes Festival wie das Coachella anführt. Und das zelebriert Beyoncé, als gebe es kein morgen mehr. Sie zeigt der Welt (und vor allem dem weißen amerikanischen Publikum) stolz ihre Wurzeln, die Geschichte, die ihre Kultur noch immer prägt und das Vermächtnis, das die Angehörigen ebenjener Kultur in ihre Zukunft mitnehmen werden. Und sie zeigt der Welt, was sie all die Jahre verpasst hat, als sie schwarzen KünstlerInnen den Weg auf die großen Bühnen dieser Erde versperrte. Die Versionen der Songs, die Beyoncé gemeinsam mit ihren Sängern, Tänzern und Musikern performt, sind alle unterlegt mit Brass-Elementen, wie man sie von den Marching Bands des US-amerikanischen Südens kennt. Die Energie, die dieses Team auf die Bühne bringt, wird selbst ohne Visuals greifbar. Das Trommeln und Stampfen und der gemeinsame, kraftvolle Gesang geben der Show und damit dem Album diesen eigenen, energetischen und mitreißenden Rhythmus, dessen Wurzeln bis tief in die afrikanische Erde zurückreichen. Zu guter letzt: Beyoncés Auftritt ist eine Demonstration ihrer selbst. Seit über zwanzig Jahren ist diese Frau nicht nur ein fester Bestandteil des popkulturellen Zeitgeistes, sondern hat ihn in großen Teilen selbst geprägt. Erst die brachiale Aneinanderreihung ihrer Hits macht einem bewusst, wie viele sie tatsächlich zu verantworten hat. "Single Ladies", "Check On It", "Crazy In Love" mit ihrem Ehemann Jay-Z, "Baby Boy" mit Sean Paul, "7/11", "Bug-A-Boo" oder "Survivor" mit Destiny's Child, die übrigens für drei Songs auf "Homecoming" wieder gemeinsam performen, "Get Me Bodied", "Love On Top" - mindestens einer dieser Titel löst allein beim Lesen einen mittelschweren bis tagelangen Ohrwurm aus. Egal ob Hits aus den Neunzigern, 2000ern oder 2010ern. Sie waren immer das: Hits. Keiner kam und kommt an ihr vorbei - das führt Beyoncé mit "Homecoming" gnadenlos jedem vor, der dieses Album hört oder die Doku sieht. Und das zu recht. Hail to the Queen of Pop! Oder wie Queen Bee es selbst sagen würde: "Bow down, Bitches." © Laut
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Pop - Erschienen am 4. September 2015 | Parkwood Entertainment - Columbia

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R&B - Erschienen am 10. März 2003 | Columbia

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R&B - Erschienen am 17. Oktober 2008 | Music World Music - Columbia

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R&B - Erschienen am 8. Februar 2010 | Music World Music - Columbia

Pop - Erschienen am 23. April 2016 | Parkwood Entertainment - Columbia

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Und zack, da ist sie, die neue Beyoncé-Platte "Lemonade". Über Nacht erschienen im digitalen Tidal-Äther. Unangekündigt. Ohne Promo-Phase. Von wegen: Denn die Veröffentlichung selbst ist die ultimative Werbeaktion, die den Popstar ins strahlende Rampenlicht rückt. Ganz neu ist die Idee im Übrigen nicht. Beyoncé selbst hatte bereits ihr letztes Album 2013 ohne Ankündigung auf iTunes gepumpt. Drake, Kendrick Lamar, Rihanna und Kanye West zogen mit ihren aktuellen Veröffentlichungen nach (die beiden letztgenannten auch exklusiv auf Jay-Zs Streamingdienst Tidal) und erzielten allesamt durchschlagende Erfolgsergebnisse. Beyoncé beschreibt "Lemonade" als "Visual-Album". Die Musik ist in einen einstündigen, die Grenzen des Video-Genres aufspaltenden Film eingewoben. Ein mehrschichtiges Pop-Epos, das seine eigene Rolle im Hyper-Mainstream aktiv überschreibt und neu ordnet. Die Sängerin ist längst selbst losgelöstes Kunstwerk und Kunstobjekt, deren Gravitas mit Madonna zu vergleichen ist. Ihr Ehemann Jay-Z verkommt dabei immer mehr zu einem Sidekick. Die Ehe zum Tidal-Mogul ist ein entscheidender Faktor auf dem Album. "Lemonade" fährt auf inhaltlicher Ebene zweigleisig: Da ist einerseits die Autobiografie der Mrs. Knowles-Carter, dieser fleischgewordene amerikanische Traum. Und das Thema des Betrogenwordenseins, das immer wieder an die Oberfläche dringt. So kommt man schnell zu dem bekannten Glückskeks-Kalenderspruch: "Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach gefälligst Limonade draus." Das Album beginnt mit merkwürdig vor sich hin gesäuselten Wortfetzen, die dann recht hurtig in eine klassische, mehrstimmige Beyoncé-Pianoballade münden. Ein denkbar angenehmer Einstieg. "Pray You Catch Me" funktioniert wie ein souveräner Hollywood-Trailer, der nicht zu viel verrät, aber dennoch Lust auf mehr macht. Passend also, dass "Lemonade" in einem großen HBO-Special dem amerikanischen TV-Publikum präsentiert wurde. Parallel dazu bietet die Filmebene schwarz-weiße Sequenzen, kryptische Lyrik und junge Frauen, die starr in die Kamera blicken. Das alles erscheint auf den ersten Blick grandios überladen. Der folgende Song "Hold Up" ist ein entspannter Bongo-Sommerbeat, den Beyoncé ultrasouverän bearbeitet. Gegen Ende bricht der Song um in einen kurzen, Trap-Rap-Part samt gejodelter Kopfstimme. Beyoncé singt: "Hold up, they don't love you like I love you (...) Can't you see there's no other man above you?" Das liest sich unterwürfig und verblendet, ja kitschig. Glücklicherweise folgt die Ansage auf dem Fuß: "What a wicked way to treat the girl that loves you." Dazu marschiert die Sängerin im wallenden, zitronengelben Kleid durch eine belebte Straße, schnappt sich sich unter den Anfeuerungsrufen ihres durchgehend weiblichen Publikums einen Baseballschläger und schickt eine Autoscheibe nach der nächsten über den Jordan. Das Signal ist klar: Wir, die afroamerikanischen Frauen, lassen uns nicht mehr verarschen. Finito. Jetzt wird zurück geschlagen, gegen all den Sexismus, Chauvinismus und Rassismus im Kleinen wie im Großen. So nimmt es nicht Wunder, dass sich Beyoncé im Laufe des Albums eine ganze Armada von männlichen und vor allem übertalentierten Featuregästen untertan macht. Zwar kapitulieren Kendrick Lamar, James Blake, Jack White und The Weeknd nicht komplett vor der Pop-Präsenz der Diva wie etwa Coldplay Anfang des Jahres während der Super Bowl-Halbzeitshow. Trotzdem ist immer klar, wer die Hosen an hat. Jack White bringt zwar seinen typisch verkratzten Sound in das dadurch soulig-harte "Don't Hurt Yourself" ein, doch eine außer Rand und Band geratene Beyoncé sprengt die Nummer: "Who the fuck do you think I am? / You ain't married to no average bitch boy / You can watch my fat ass twist boy / As I bounce to the next dick boy / And keep your money, I got my own." Alter Schwede! So wütend und energiegeladen hat man die Sängerin noch nie gehört. Das vielleicht stärkste, weil gleichermaßen sperrige und doch eingängige Stück ist "Freedom" mit Kendrick Lamar und lässt private Spitzen außen vor. Die Hymne, die auf eine sphärische James-Blake-Zwischensequenz ("Forward") folgt, basiert auf einem mächtigen Beat mit 70er-Jahre-Energie, inklusive Chören, die Produzent Just Blaze orchestral zusammenfügt. Ein uneingeschränkter Hit. "Lemonade" ist dennoch kein Meisterwerk geworden, dazu ist die Platte über weite Strecken abseits der aufregenden Features musikalisch zu harmlos. Beyoncé selbst liefert zwar gesangstechnisch absolut ab und zeigt alle denkbaren Varianten ihrer Klang- und Stimmfärbungen, einzig die Kompositionen sind oft recht überraschungsarm. Erst in Kombination mit dem Film entwickelt "Lemonade" seine eindrucksvolle Wirkung und bietet mit Kanyes "Life Of Pablo" eine neue Diskussionsgrundlage für Egomanie im Pop-Mainstream des Jahres 2016. © Laut
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R&B - Erschienen am 24. Juni 2011 | Parkwood Entertainment - Columbia

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