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Nadine Shah fährt die Krallen aus...

Von Marc Zisman |

Mit "Kitchen Sink" veröffentlicht die Londonerin Nadine Shah ein fabelhaftes kontrastierendes 3. Album, das sich von ihren Einflüssen von PJ Harvey loszulösen wagt...

Als Nadine Shah 2017 Holiday Destination auf den Markt brachte, trat sie mehr oder weniger aus dem ihr vertrauten Underground und so entdeckte das breite Publikum eine perfide junge Frau, die als Cousine x-ten Grades von Anna Calvi und als Erbin von PJ Harvey und Siouxsie Konkurrenz macht. Die gebürtige Londonerin, deren Eltern aus Pakistan bzw. Norwegen stammen, zog mit diesem dritten Album vor allem die Schrauben eines Indie-Rocks fest, den sie mit ziemlicher Spannung an der Grenze zum Post-Punk mit kantigen, nervösen, aber minimal eingesetzten Gitarren und mit einem fast im Free-Style spielenden Saxofon präsentierte.

Drei Jahre später trennt Shah auf Kitchen Sink ein weiteres Stück von dieser belastend wirkenden Nabelschnur ab, um diesen Einfluss loszuwerden, und das vor allem dank ihrer intimen, immer tiefer werdenden Stimme, die sich im hervorragenden Intro Club Cougar bemerkbar macht und gleich den Ton der Platte angibt. Sogar in ihren Texten distanziert sich die Britin von ihren Kolleginnen, wenn sie sich als dreißigjährige Frau selbst schonungslos offenbart, und insbesondere den damit einhergehenden Druck der Gesellschaft und den auf zahlreichen Gebieten vorherrschenden Sexismus anprangert. Wie zum Beispiel in Ladies for Babies (Goats for Love), wo sie eindeutig auf den alten Hit von Ace of Base, All That She Wants, reagiert.



Kitchen Sink ist auch in der Instrumentierung ein Stück gewagter als die Vorgängeralben, weniger rockig und viel ausgefallener, vor allem im Hinblick auf den umwerfenden Einsatz des Schlagzeugs, und das verleiht diesem schönen Album die richtige Würze.

HÖREN SIE "KITCHEN SINK" VON NADINE SHAH AUF QOBUZ



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