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Weihnachten mal anders... mit fünf neuen Alben!

Wenn Sie auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsalbum sind, das nur eine geringe Portion Glöckchengeklingel und die perfekt dosierte Festtagsstimmung mitbringt, dann haben wir hier fünf neue Alben für Sie...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 23. Dezember 2019
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Einer, der sich viele Gedanken zur Weihnachtszeit gemacht hat, ist Josh Rouse. Etwas weniger traditionell als die anderen und doch in seiner eigenen Tradition des Folk-Pop hat der Songwriter aus Nebraska einen Soundtrack für die ganz besondere Zeit des Jahres zusammengestellt. Sanftes Schlagzeug, sachtes Klavier und eine leise spielende E-Gitarre begleiten die süße Stimme des Sängers während er uns durch New York Holiday auf The Holiday Sounds of Josh Rouse führt. Schläfrig werden wir dabei aber ganz und gar nicht, denn bei Easy Man und Sleigh Brother Bill zieht er ordentlich das Tempo an. Es ist nicht eines dieser Weihnachtsalben, das bewusst nicht nach Weihnachtskitsch klingen möchte - im Gegenteil, auch bei Sleigh Brother Bill erklingen die Glocken, aber Rouse verpackt seine Songs in einen Indiesound, der uns ganz ohne schmierig zu sein, in Feierlaune versetzt. Mit Lights of Town lädt er uns auf einen Spaziergang mit einem leisen Walking-Bass ein, bei dem wir sofort dabei sind. Diese Platte ist ideal für all diejenigen, die ihre gewöhnliche Alben-Sammlung für die Weihnachtszeit satt haben und nach etwas Neuem suchen, das genau so viel Weihnachtsfreude versprüht wie nötig!



Andrew Bird, alias "Der Mann der schönen Melodien", macht es in diesem Jahr mit seiner EP Hark! kurz. Aber diese sechs Titel, die er für sein diesjähriges Weichnachtsgeschenk an uns ausgesucht hat, sind wie eine Auswahl der besten Plätzchen aus Omas Rezeptbuch. Sein erster Song Alabaster ist definitiv mit viel Andrew Bird gewürzt und leitet uns mit einem Gedanken an das Licht in die besinnliche Stimmung ein. Beim zweiten Song Skating wird es mit dem Einsatz des Schlagzeugs ungewöhnlicherweise etwas jazziger und bleibt bei allem durch die Geige und die leichte Melodie festlich. Wie bei einer Fiddle aus vergangenen Zeiten des Gypsy gleitet Bird auf den Saiten seiner Geige dahin und lässt uns bereits ans festlich geschmückte Wohnzimmer denken. Mit Christmas is Coming hören wir schon, dass Weihnachten nicht mehr weit ist und Bird pfeift so schön wie bereits auf seinem diesjährigen fabelhaften Album My Finest Work Yet (Sisyphus) zu einem anfänglichen Jazz, der sich schließlich zum Gypsy entwickelt hat. Und mit einem sachten White Christmas (also doch ein bisschen traditioneller) und Oh Holy Night, das er auch wieder für uns pfeift!, verabschiedet sich Bird mit einem: Frohe Weihnachten allerseits! Und wir sind im siebten Himmel.



Molly Burch aus L.A., die 2017 ihr Debüt mit Please be Mine machte und uns in diesem Jahr bereits mit einem fabelhaften Album First Flower bescherte, teilt mit uns mit ihrem The Molly Burch Christmas Album ihre Version der Weihnachtszeit. Mit eigenen Kompositionen wie Holiday Dreaming oder New Year Love, aber auch Interpretationen von Klassikern I’ll Be Home for Christmas und Featurings mit Jesse Woods und John Early & Kate Barlant nimmt sie uns mit in ihre kleine Folk-Weihnachtswelt. Ihre süße Stimme und schlichten Arrangements tragen dazu bei, die Klänge für diese Jahreszeit in die Welt zu hinauszutragen. Ganz besonders herzerwärmend ist ihre Version des bekannten Have Yourself a Merry Little Christmas, zu dem sie einen kleinen Kinderchor eingeladen hat, und besonders ihre Stimme, die hier etwas kraftvoller als gewöhnlich in den Vordergrund tritt. Und was darf am Ende eines Weihnachtsalbums eigentlich nicht fehlen? Ein Song zum Neuen Jahr, wofür sie hier Abbas Happy New Year ausgesucht hat, womit sie auf alle Fälle mit Agnetha und Anni-Frid mithalten kann. Mit Auld Lang Syne (das deutsche Nehmt Abschied Brüder) und schlichter Klavierbegleitung verabschiedet sich Molly Burch von diesem wunderbaren Moment, den sie uns mit diesem Album beschert hat.



13 swingende Wintergrüße, die das für die Saison üblich gewordene süße Geklingel konsequent entzuckern, liefern uns Echoes of Swing mit Winter Days of Schloss Elmau. Respektvoll, aber mit völlig neuem Schwung knüpfen die Echoes of Swing erneut an die Jazz-Tradition an und überführen sie mit unbestechlichem Geschmack, unerschöpflichem Einfallsreichtum und überragender Musikalität in ihren zeitlosen Musikkosmos. Wer den klassischen Jazz in all seinen Facetten frisch und unverbraucht genießen will, der kommt seit über 20 Jahren an den Echoes of Swing nicht vorbei. Das Quartett mit Bernd Lhotzky am Piano, Colin T. Dawson an der Trompete, Chris Hopkins am Altsaxophon und Oliver Mewes am Schlagzeug renoviert seitdem den Fundus der großen Ära des Jazz mit spieltechnischer Raffinesse, außergewöhnlichen Arrangements und viel Humor. Und fügt ihm eigene Kompositionen hinzu. Ihre Alben stehen dabei gerne unter einem Thema: Nach Blue Pepper, Dancing, Travelin` und dem Tribute to Bix Beiderbecke folgt nun Winter Days of Schloss Elmau – ein swingender Winterspaziergang, der die ACT-Tradition herausragender, im großen Konzertsaal des Schlosses entstandener Aufnahmen weiterführt. Wo fände sich gerade für ein Winteralbum mehr Inspiration als an dies… © Act



Eines darf in dieser Auswahl nicht fehlen, auch wenn es das "klassischste" unter den neu erschienenen Weihnachtsalben ist. Auch Robbie Williams beteiligt sich an der Weihnachtsfreude: Das Endergebnis ist The Christmas Present, ein Doppelalbum voller klassischer Weihnachtscover sowie einer großen Portion Originalsongs (wie Coco's Lullaby, das seiner Tochter gewidmet ist), die garantiert jeden in Weihnachtsstimmung versetzen. Passend zum Genre beginnt dieses Album mit heißblütigen Streichern und einer sanften Bläsersektion, um entspannende, jazzige Töne effektiv in die Musik einzubringen - ein kleiner Ausflug, den Robbie Williams, geschickt mit seiner Charts-lastigen Popmusik verzahnt. Sein Kollege Jamie Cullum ist auf dem zweiten Track vertreten, einem Cover von Slades kitschigem, aber klassischem Merry Xmas Everybody, diesem starken Opener, der einen auf die anderthalb Stunden Weihnachtsstimmung vorbereitet. Williams hat sich Deutschlands erfolgreichste Künstlerin, Helene Fischer, mit ins Boot geholt, die auf einem verführerischen Cover von Santa Baby performt sowie den legendären Rod Stewart auf Fairytales und Bryan Adams auf Christmas (Baby Please Come Home). Am überraschendsten ist jedoch der britische Champion-Schwergewichtsboxer Tyson Fury auf Bad Sharon, ein unbeschwertes Lied, das all das fröhliche Unheil lobt, das man zur Weihnachtszeit erlebt. Gegen Ende fällt der Sound eher in die Pop-Kategorie, aber die festliche Stimmung schwankt niemals. Ein fröhliches Album, bei dem die Originalsongs so originell und erfrischend und die Cover zeitlos und beruhigend sind.



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