Genre :

Oehl, wenn Island und Österreich sich treffen...

Das isländisch/österreichische Duo überrascht uns mit einem Debütalbum, das uns an die elektronischen Nebelschwaden der isländischen Szene erinnert, gepaart mit deutschen Texten und einem

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 29. Januar 2020
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Was geschieht, wenn man einen Österreicher und einen Isländer gemeinsam in einen Keller sperrt… ? Es kommt das Duo namens Oehl dabei heraus. Der österreichische Liedermacher Ari Ohel lernte den isländische Multiinstrumentalist Hjörtur Hjörleifsson über Social Media kennen. Aus einer einfachen privaten Message wurde ein Treffen und da es in diesem Sommer besonders heiß war, fand dies bei Ari im Keller statt. Ihre Ideen sollten sich aber nicht nur als Duo realisieren lassen, sondern von einem Kollektiv gestaltet werden. Auf ihrer Debütplatte Über Nacht, die sie bei keinem anderen Label als Herbert Grönemeyers Grönland Records veröffentlichen, ist genau diese Vielfalt ein Thema, weshalb bei jedem Track irgendjemand anderes aus ihrem Kreis beteiligt ist, mitsingt, mitkomponiert oder mitspielt…



Vielfalt findet sich auch im Klang wieder, denn auch wenn der Sound mit einem Auge dem Londoner Duo Honne zuzuzwinkern scheint, ist der isländische Einfluss deutlich herauszuhören. Es sind diese elektronischen Nebelschwaden, die uns sofort in das Land der Gletscher und Vulkane reisen lassen (Himmel) und gleichzeitig fühlen wir uns, als hätten die beiden auch mit Bilderbuch mal ein Bierchen (Anlegen) gezischt. Bei den Lyrics haben sie sich für Deutsch entschieden, denn für Ari liefert Sprache der Musik das nötige gewisse Intellektuelle, so schafft er es, dem leichten Song Wolken mit seinem Text etwas Schwere zu verleihen. Diese Platte hat auch nach mehrmaligem Hören noch Interessantes zu bieten und wir hoffen, dass diese beiden Newcomer ihre Flügel noch weiter ausbreiten werden.



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