Genre :

Nach Kentucky mit Joan Shelley

Mit "Like the River Loves the Sea" veröffentlicht die amerikanische Folk-Sängerin einen ergreifenden Liebesbrief an den Staat, der ihr beim Großwerden zugesehen hat...

Von Marc Zisman | Video des Tages | 2. September 2019
Meinung äußern

Als rechte Erbin von Sandy Denny, Vashti Bunyan, Joan Baez, Linda Thompson, Nick Drake oder noch viel ähnlicher, Gillian Welch, hält die Amerikanerin Joan Shelley den Kurs. Die Folksängerin aus Louisville, die mit dem Produzenten Jeff Tweedy von Wilco für ihr Album von 2017 zusammengearbeitet hatte, beginnt hier ihre Rundreise durch die Natur und das mit ihrer stetigen Klasse und Einzigartigkeit. Die Melodien und Rhythmik der Songs von Like the River Loves the Sea sind Fragmente zahlreicher musikalischer Traditionen, die die Klangwelt ihrer Heimat Kentucky repräsentieren: irische, britische, afrikanische, um nur einige zu nennen.



Für Shelly ist “die schönste Musik, eine Unterhaltung mit Gott, der alles gesehen hat, oder mit den ältesten Bäumen, die Zeugen der ganzen menschlichen Geschichte sind. Diese Songs sind teilweise eine solche Unterhaltung.” Dieses Göttliche ist da, auf dem Titel When What It Is, bei dem das Klavier ganz diskret die Gitarre auf ihrem Weg unterstützt und eine fast jungfräuliche Stimme - diese Einheit lässt einen selig werden…



Wie auch bei ihren Vorgänger(innen) bedient sich Joan Shelly keiner Oberflächlichkeit um ihre Folk-Kunst leuchten zu lassen. Raum und Pausen reichen ihr völlig aus, um Schönheit in ihrer Reinheit zu schaffen. Less is more, mehr denn je…



HÖREN SIE LIKE THE RIVER LOVES THE SEA VON JOAN SHELLEY AUF QOBUZ


Um nichts von Qobuz zu verpassen, folgen Sie uns auf Facebook !

Von Ihnen gelesene Artikel