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Moses Boyd, magischer Schlagzeugstick

Der britische Schlagzeuger verschiebt die Grenzen zwischen Jazz, Soul, Afrobeat, Electro und Worldmusic auf seinem ersten Qobuzissime-Album!

Von Marc Zisman | Video des Tages | 24. Februar 2020
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Die neue englische Jazzszene ist eine unerschöpfliche Quelle und lässt sich in ihrer Kreativität nicht beirren, denn jetzt kommt Moses Boyds erstes, wahrhaftes Soloalbum. Die szenekundigen Fans kennen bereits diesen vielseitigen jungen Drummer, der insbesondere Shabaka Hutchings, Zara McFarlane, Nubya Garcia, Joe Armon-Jones, Theon Cross oder Ashley Henry zur Seite gestanden hat. Noch dazu ist er die bessere Hälfte von Binker & Moses, dem stürmischen Duo, das er zusammen mit dem Saxofonisten Binker Golding bildet.

Boyds Dark Matter ist eher die Platte eines Produzenten als die eines Schlagzeugers. Eine weitläufige Erzählung über das, was er ist und repräsentiert: ein Musiker, der mit dem Traum groß wurde, ein neuer Max Roach oder Tony Williams zu werden, der gleichzeitig Dizzee Rascal und Wiley als auch Rhythmen aus der Karibik, Reggae und Elektro hört.



Das Best an Dark Matter ist, dass es diese ganze Gilde mit allerlei Idolen auf einen Nenner bringt und das ergibt dann eine schöne, farbenfrohe Momentaufnahme aus dem heutigen London. Das klangvolle, von Jazz genährte Album wechselt vom Afrobeat (BTB) zum Dubstep (2 Far Gone) und erlaubt sich dann auch schon mal einen Abstecher zum Post-Rock (What Now?).


Moses Boyd hat sich mit den Stimmen von Poppy Ajudha, Obongjayar und Nonku Phiri sowie dem Kontrabass des ehemaligen Jazz Warriors Gary Crosby eine Orgie voller außergewöhnlicher Rhythmen ausgedacht. Eine solche Platte ist noch viel schwerer einzuordnen als diejenigen seiner Freunde, die aus derselben englischen Szene stammen. Dieses Album ist ein wahrer Energiespender.

HÖREN SIE "DARK MATTER" VON MOSES BOYD AUF QOBUZ



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