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Mit Till Brönner in die Herbstferien...

Von Marc Zisman |

Als würden sie den altbekannten Spruch „Gemeinsam sind wir stark“ verkünden wollen veröffentlichen nun der deutsche Trompeter und Sänger Till Brönner und der amerikanische Pianist Bob James gemeinsam dieses On Vacation, eine Art sanften, hedonistischen Jazz. Noch bevor Bob James zum Godfather des Smooth Jazz wurde, den alle Rapper in der ganzen Welt zu Tode sampeln (sein Nautilus landete auf mehr als 400 Titeln, die in sämtlichen Diskographien wiederzufinden sind, insbesondere der von Public Enemy, A Tribe Called Quest oder Ghostface Killah), spielte er waschechten Jazz und begleitete zwischen 1965 und 1968 sogar die großartige Sarah Vaughan. Eine Musik, die Lichtjahre entfernt ist von der funkigen Fusion-Musik, mit der er in den 70ern und 80ern dann sein Bankkonto auffüllen sollte. Was den um 30 Jahre jüngeren Brönner an Bob James so gefällt, das ist natürlich dessen außergewöhnliche Geschmeidigkeit. In dem von den beiden Musikern geschaffenen Werk gibt es weder Ecken noch Kanten und das Cover spiegelt das ziemlich genau wieder: soulige Themen mit sanftem, erbaulichem Groove. Übrigens ist anzumerken, dass auf mehr als der Hälfte aller Titel ein Crack aus der Reihe der Jazz’n’Funk-Drummer mit von der Partie ist, nämlich der umwerfende Harvey Mason...



Insgesamt kommt Till Brönners Trompete ganz federleicht daher und seine Laid-Back-Stimme hört sich auf den wenigen gesungenen Titeln so unbekümmert an wie die von Donald Fagen. Gerade die schlichtesten Stücke aber, wie etwa Miranda, berühren uns letzten Endes mit ihrer stilistischen Tiefgründigkeit am meisten – es sind jene, die vom üblichen Weg abweichen und wo Brönner und James ganz ohne Rhythmussektion auskommen.

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