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Als Ella Berlin verzauberte...

Das Meisterwerk von Ella Fitzgerald, das sich 1958 dem Repertoire von Irving Berlin widmete, ist nun endlich in Hi-Res 24-Bit zu genießen...

Von Marc Zisman | Video des Tages | 10. August 2019
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Ella Fitzgeralds überaus weitläufige Diskografie enthält diese acht Alben aus der Serie Ella Fitzgerald Sings The Complete American Songbook, die man als unantastbare Denkmal bezeichnen könnte. Die Idee solcher Platten stammt vom Produzenten Norman Granz, dem Manager der Sängerin, der vor allem auch der Gründer des Labels Verve Records ist.

Das erste Album, Ella Fitzgerald Sings The Cole Porter Songbook erscheint 1956 und ist nicht nur beim Publikum ein Riesenerfolg, sondern wird auch von den Kritikern gelobt. Und das in einem Maße, dass Ella noch im selben Jahr mit Sings the Rodgers & Hart Songbook fortfährt und 1957 gleich Sings the Duke Ellington Songbook veröffentlicht.

Das vorliegende Album, das nun endlich auch in Hi-Res 24-Bit verfügbar ist, ist Irving Berlin gewidmet und entstand bei den Aufnahmesessions zwischen dem 13. und 19. März 1958 mit einem Orchester unter der Leitung des eher diskreten und fabelhaften Paul Watson. Es ist nicht leicht, Worte zu diesem (damals als zwei einzelne Alben veröffentlichten) Doppelalbum zu verfassen, ohne dabei tonnenweise Superlative zu verwenden. Mit dieser mustergültigen Platte können sogar Neuankömmlinge den Aufstieg des Everest namens Ella Fitzgerald riskieren!

Mit einem überwältigenden Repertoire (Berlin, der 1989 im Alter von 101 Jahre verstarb, hatte mehr als 800 Songs geschrieben!), in dem unbeschwerte, heitere Stücke den Vorrang haben, verherrlicht Ellas Stimme die zu keinem Zeitpunkt kitschige Romantik des Autors. Sein Kollege, der Komponist Jerome Kern, ist der Meinung, dass in Irving Berlins Worten im Wesentlichen sein Glaube an das einheimische Amerika zum Ausdruck kommt, und dass seine Songs mit der Geschichte und dem Bild, das man von diesem Land hat, unzertrennlich verbunden sind.



Watsons Arrangements von total abgedroschenen Hits wie Cheek to Cheek, der vorherrschende Swing sowie der gefühlvoll bewegte Gesang der damals 41-jährigen Amerikanerin führen zu höchster Vollkommenheit. Da bleibt einem nur Eines übrig: hören, hören und wieder hören…

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