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Die Alben

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Klassik - Erschienen am 3. September 2021 | Alpha Classics

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Die Covid-Pandemie verursachte die Absage der Aufführungen von Pelléas et Mélisande an der Opéra National de Bordeaux, die sich daraufhin an Alpha wandte, um eine Audioaufnahme dieses Meisterwerks zu machen. Überraschend entstanden, aber mit Spannung erwartet ist die neue Version, mit einer außergewöhnlichen Besetzung und dem jungen Dirigenten Pierre Dumoussaud, der das Werk bereits in vielen Häusern dirigiert hat. „Sein Dirigat ist einfach nur lobenswert, da es eine feine Balance zwischen analytischer Klarheit und theatralischer Lebhaftigkeit findet und gleichzeitig die außergewöhnliche Modernität dieser berauschenden Musik hervorhebt", schrieb Christian Merlin in Le Figaro über eine der szenischen Aufführungen. Die "entwaffnende Aufrichtigkeit" des Pelléas (Stanislas de Barbeyrac), die "stetige Emotion" der Mélisande (Chiara Skerath), der "beißend intensive Gesang" des Golaud (Alexandre Duhamel) - das sind einige der Kommentare zu den Aufführungen 2018 in der Inszenierung von Philippe Béziat und Florent Siaud, deren geplante Wiederaufnahme in diesem Jahr durch den gesundheitlichen Notstand verhindert wurde. Das Albumcover zeigt ein Foto aus dieser denkwürdigen Produktion. © Alpha Classics
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Klassik - Erschienen am 20. August 2021 | PentaTone

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Sean Shibe hat schon wieder eine Überraschung für uns bereit: nach zwei bei Delphian Records erschienenen Alben mit klassischen Werken für E-Gitarre (SoftLOUD, 2019) und Bearbeitungen der Suiten und Partiten von Bach (Bach: Pour la Luth ò Cembal, 2020), vollführt der junge Gitarrist erneut einen musikalischen Spagat und entführt uns diesmal zu einem französisch-spanischen Tandem der Moderne. Wie er selbst im Begleitheft erklärt, hatte Shibe dieses Album zunächst als Wiedergabe der 18 Monate langen Selbstbeobachtung und Einsamkeit gedacht, die ihm durch die Covid-19-Pandemie auferlegt wurde. Doch dann besann er sich anders: Er zog es vor, alle narzisstische Trübsal loszulassen und zu fröhlichen und unbeschwerten Zeiten zurückzukehren. Diese Stimmung ist auf dem Album deutlich zu hören! Die ausgewählten Werke von de Falla, José, Mompou, Ravel und Poulenc strahlen alle vor Licht und Unschuld. Sean Shibes Neuinterpretation von Poulencs Sarabande und Mompous Suite Compostelana – eines der wenigen Werke für Gitarre des Komponisten von Musica callada und vielleicht der Gipfel an Zartgefühl auf diesem Album – ist absolut zauberhaft. Shibe glänzt durch Fingerfertigkeit, ausgewogene Nuancen und souveräne Tempowechsel und wahrt gleichzeitig den spontanen und einfachen Charakter der Kompositionen. Die subtil durchdachte Zusammenstellung dieses Programms zeigt uns ein anderes Gesicht der "Spanish-French connection": Zwischen spanischer überschwänglicher Begeisterung und manchmal etwas manierierter französischer Raffinesse gehen diese Stücke einen eigenen, schlichten, zarten aber immer ausdrucksstarken Weg. © Pierre Lamy/Qobuz
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Symphonien - Erschienen am 13. August 2021 | CPO

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Klassik - Erschienen am 25. Juni 2021 | ARTALINNA

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Für sein zweites Soloalbum bei Artalinna/Academy befasst sich Marcos Madrigal mit der vielseitigen Welt von Sergei Prokofjew: Zwei Sonaten, die wohlbekannte Siebte und die eher diskrete Fünfte, umrahmen den reichhaltigen Sammelband der Visions fugitives. Hier zeichnet sich Madrigal durch seinen gewissenhaften Umgang mit den Texten aus, seine aufwühlende Zeichenkunst und seine magnetische Kenntnis der Klangfarben. © Artalinna
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Klassik - Erschienen am 25. Juni 2021 | B Records

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With a cover illustrated by Simon Bailly, which looks like something out of a Blake and Mortimer comic, this production from the Frivolités Parisiennes, under the direction of Dylan Corlay, presents Le Diable à Paris by Marcel Lattès, a pleasant operetta which was written as a cynical, biting satire on Faust. All the characters are idiots and villains, and the devil himself is ridiculed by human perfidy.Unfortunately the devil undoubtedly got the better of the series of shows planned at the Théâtre de l'Athénée in Paris in the wake of the global pandemic. For this recorded version, the long passages of dialogue which didn't make the grade have been cut out and replaced with a narrator summarising the action.Although he is now forgotten, Marcel Lattès was a French composer who died in 1943 after being arrested as a Jew by the police of his own country and languishing for several months in the transit camps of Compiègne and Drancy. Initially released thanks to Sacha Guitry's intervention with the German authorities, he was arrested a second time, deported and gassed upon his arrival in the Auschwitz extermination camp. We owe him a dozen operettas and the music for about thirty films by Pabst, Abel Gance, Maurice Tourneur and Marcel L'Herbier.His melodic and light sound, worthy of the best pages of André Messager, bursts forth in Le Diable à Paris, an operetta first performed in 1927 with Dranem and Raimu and reproduced here in a version full of verve, by a troupe of singers with perfect diction, in a resolutely contemporary and natural style that blows away any cobwebs that might be clinging to the work. © François Hudry/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 25. Juni 2021 | RUBICON

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Das verheerende gesellschaftliche Trauma, das durch den Ersten Weltkrieg 1914–18 ausgelöst worden war, lastete auf ganz Europa. In diesem Zusammenhang ist der englische Komponist Frank Bridge eine interessante Figur: Seine Musiksprache wandelte sich zugunsten eines radikal neuen harmonischen Stils. Infolgedessen schwand seine Popularität, und erst Ende des Jahrhunderts wurde sein Einfluss als bedeutender Modernist anerkannt. Diese Aufnahme hat zum Ziel, die Stellung von Bridges monumentaler Klaviersonate durch die Einbettung in ein Programm mit Werken von zwei maßgeblich prägenden Komponisten – Berg und Ravel – sowie von Bridges berühmtestem Schüler, Benjamin Britten, zu veranschaulichen. Sowohl die Sonate als auch jeder einzelne Satz von Ravels Suite sind den Gefallenen des Krieges gewidmet. Während im Repertoire dieses Albums auffallend vielseitige Klänge zum Ausdruck kommen, spiegelt der Titel threnodies – ein Klagelied – den Wesenskern dieser Denkmale wider. Die Vollendung von Bridges Klaviersonate nahm drei Jahre, von 1921 bis 1924, in Anspruch. Zwar spielten dabei unter anderem Bridges penibles Feilen an dem Werk, häufigere Engagements als Dirigent und sogar einer Amerika-Tournee im Jahr 1923 eine Rolle, doch letztendlich ist diese lange Entstehungszeit durch die Lebenssituation des Komponisten im Schatten des Ersten Weltkriegs zu erklären. Er hatte die Zerstörung des Krieges miterlebt und viele Kollegen verloren, darunter den Komponisten Ernest Farrar, dem dieses Werk gewidmet ist. Für den Pazifisten Bridge bedeuteten die Qualen dieser Ereignisse das jähe Ende der Illusionen seines edwardianischen Lebensstils der Vorkriegszeit und folglich einen harten Bruch mit dem spätromantischen Stil seiner früheren Werke. Die Transformation und Assimilation dieser neuen harmonischen Sprache spiegelt seine innere Zerrissenheit und auch den Einfluss von Komponisten wie Debussy und Ravel wider, deren Werke er oft gespielt hatte, sowie solchen, die er vom Hören kannte und bewunderte: die Chromatik Skrjabins, Schönbergs und Bergs. In der Einführung des ersten Satzes wird ein Großteil des motivischen Materials des gesamten Werks präsentiert: die schlagende Glocke vor düsteren aufsteigenden Bass-Akkorden und die sanfte, elegische fallende Phrase, die sich anschließt. Die explosive Unbeständigkeit, Empörung und Düsternis, die im Allegro energico zutage treten, definieren den Schwung des Satzes. Im zweiten Satz wird der Stachel entfernt, obwohl bei der Verschmelzung trübsinniger Klänge mit rhapsodischer Wärme stets Kummer unter der Oberfläche durchschimmert. Der Schlusssatz beginnt mit einem Gewaltmarsch, inklusive Granateneinschlägen im Bassregister. Dann entfaltet sich ein lyrischer und inbrünstiger Mittelteil, doch schließlich kehrt der Marsch zurück, der letztendlich beherzt in haargenau das Material der anfänglichen Einführung übergeht. Das Werk klingt mit einer verblüffenden Coda aus: Die Musik findet zur Ruhe, während die überwältigende innere Zerrissenheit bleibt. Nach dem Erfolg seines Night-Piece (Notturno), das Benjamin Britten für die erste Leeds International Piano Competition komponiert hatte, wurde er gebeten, ein weiteres Wettbewerbsstück für die nächste Ausrichtung des Wettbewerbs im Jahr 1966 zu komponieren. Er begann mit der Arbeit an den Variationen (1965) für Klavier, vollendete dieses Werk jedoch nicht: Aus Skizzen geht hervor, dass Britten mindestens zehn vorgesehen hatte. Colin Matthews hat die bestehenden sechs Variationen bearbeitet und der sechsten und letzten Variation zur Vervollständigung acht Takte hinzugefügt. Die Spielanweisung „wie eine Improvisation“ offenbart die 5 Ungezwungenheit des Werks. Dieser Aspekt spiegelt sich in der besonderen freien Notation wider, die dem Interpreten großzügige Freiheiten einräumt. Das Werk beginnt mit einem schmucklosen Thema, das sich durch Klarheit und Einfachheit auszeichnet. In den Variationen wechselt sich getrübtes Spiel mit überschäumender Virtuosität in einem zunehmend breiten Register und immer komplexeren Texturen ab, die in den rasenden Oktaven der sechsten Variation gipfelt. Obwohl Britten ein angesehener Pianist war, komponierte er relativ wenig für dieses Instrument. Das abrupte Ende des Stücks lässt erahnen, was für ein Meisterwerk es hätte werden können. Alban Bergs Klaviersonate entstand in der letzten Phase seines Studiums bei Arnold Schönberg. Eigentlich hätte sie ein mehrsätziges Werk werden sollen, doch Bergs Mentor ermunterte ihn, die Sonate für sich stehen zu lassen. Das einsätzige Werk schwankt um h-Moll, doch die post-wagnereske Klangsprache passt sich an Chromatik und Dissonanz an. Der Einfluss von Schönbergs Unterricht offenbart sich in der kompakten kontrapunktischen Stimmführung und dem Gebrauch der „entwickelnden Variation“, bei der sich das motivische Material des gesamten Stücks aus den Anfangsgesten ableitet. Die daraus folgende Gebärde, ausladend und doch knapp, mit beklommenen Anklängen und überschwänglicher Schwärmerei, macht diese Sonate zu einer der originellsten des 20. Jahrhunderts. Maurice Ravels letzte Sammlung von Klavierstücken, Le Tombeau de Couperin, huldigt der französischen Klaviertradition des 18. Jahrhunderts, während jeder einzelne Satz einen anderen Freund Ravels ehrt, der im Ersten Weltkrieg fiel. Diese Kombination drückt aus, dass er den Krieg auf eine ganz andere Weise verarbeitete als Bridge: Aus den archaischen Formen und der Modalität ergibt sich ein Werk, in dem Gedenken und Erneuerung zum Ausdruck kommen, nicht Trauer. In einem Rückgriff auf die Formen der barocken Tanzsuite beginnt die Reihe mit dem Prélude in einem lieblichen Perpetuum-Mobile-Stil auf dem Fundament einer Sechs-Ton-Figur. Nach einer klagenden Fugue, Ravels einzigem veröffentlichten Werk dieser Form, folgt die neckische Forlane. Diesen Tanz, den ursprünglich die Gondoliere tanzten, hatte Ravel von dem gleichnamigen Werk Couperins im vierten Concert royal transkribiert, bevor er mit der Suite begann. Der beschwingte Rigaudon offenbart seinen Ursprung als solider französischer Volkstanz und geht der unbeschwerten Eleganz und Schönheit des Menuet voraus. Die Suite endet mit der Toccata, einem brillanten und virtuosen Werk, das Ravel selbst als Gruß an Saint-Saëns bezeichnete. © Rubicon Classics
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Klassik - Erschienen am 11. Juni 2021 | Kings College Cambridge

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Sie kennen die Orgelmusik von Maurice Duruflé noch nicht? Dann hören Sie sich gleich das Prélude sur l‘Introït de l'Épiphanie, op. 13 aus dem Jahr 1961 an: ein umfassendes Porträt des Komponisten in nur zwei Minuten. Durch ausladende und großzügige kreisförmige Bewegungen entfaltet sich in magischen herbstlichen Registrierungen die Melodie. Wo befinden wir uns eigentlich? Diese Musik atmet Vergangenheit. Ist es die Neuauflage eines Rezitals mit Cromorne von Couperin oder eher eine chromatische Improvisation von Johann Sebastian Bach? Maurice Duruflé verbindet die Melismen und Atempausen des gregorianischen Gesangs mit der modernen Harmonik eines Ravel. Diese geniale Synthese, aus auch die zauberhafte Messe Cum jubilo op. 11 (1966) entstanden ist, macht Duruflés Musik zeitlos. Die Kürze der einzelnen Werke wie auch seines Gesamtwerks erhöht die Intensität des Augenblicks. Als Mann der Kirche und christlicher Traditionen stellte Maurice Duruflé hohe Ansprüche an sich selbst – wie auch sein Kompositionslehrer Paul Dukas einige Jahrzehnte zuvor –und zerstörte einige Entwürfe und bereits vollendete Kompositionen. Duruflés Gesamtkatalog umfasst nur vierzehn Werke, die sich durch ihre Länge nicht voneinander unterscheiden! Duruflés Sinn für Farben scheint überall durch und das erstaunliche Prélude der wunderbaren Suite op. 5 ist eines der anschaulichsten Beispiele dafür. Der erschreckende, an einen Horrorfilm erinnernde Anfang geht langsam in eine psalmodische Threnodie über und endet in einer Meditation im Paradies über das irdische Leben. In eher gemäßigtem Tempo zeichnet Thomas Trotter hier geradezu atemberaubende Nuancierungen – einer der intensivsten Momente in Maurice Duruflés gesamtem Werk. Thomas Trotter, ein 1957 geborener englischer Organist, dessen imposante Decca-Diskographie unbedingt neu bewertet werden muss, offenbart auf diesem Album unschätzbare Musikalität und vor allem Sensibilität. Wenn seine Orgeln auch nicht in ebenso herrlichen Klangfarben erstrahlen können wie die Instrumente der Abtei von Saint-Ouen (Rouen) oder Saint-Etienne du Mont (Paris), so beweist Trotter dennoch seine wunderbare Meisterschaft der Struktur und mehr noch, seinen Sinn für das Erzählerische und Duruflés eigenen Atem. Einfach wunderbar. © Pierre-Yves Lascar/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 9. April 2021 | Universal Music Australia Pty. Ltd.

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Jazz - Erschienen am 12. März 2021 | NoMadMusic

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Klassik - Erschienen am 8. Februar 2021 | Brilliant Classics

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Klassik - Erschienen am 15. Januar 2021 | Accentus Music

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Obwohl Mieczyslaw Weinbergs Instrument das Klavier war, schrieb er viele wunderbare Kompositionen für die Geige. Das leuchtet sowohl auf künstlerischer als auch auf persönlicher Ebene ein, denn die Geige war sowohl das perfekte Vehikel für die elegischen, von jüdischer Folklore inspirierten Melodien, die aus seiner Feder flossen, als auch das Instrument seines Vaters, der zusammen mit Weinbergs Mutter und Schwester während des Zweiten Weltkriegs in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager in Polen umkam (Weinberg blieb dieses Schicksal erspart, da er bei Kriegsausbruch in die Sowjetunion geflohen war).What's more, it's arguably Weinberg's love for the violin we now have to thank for his music's recent rediscovery, given that this has been spearheaded by violinist and Kremerata Baltica director Kidon Kremer.Außerdem haben wir es wohl Weinbergs Liebe zur Violine zu verdanken, dass seine Musik in jüngster Zeit wiederentdeckt wurde, da sich der Geiger und Leiter der Kremerata-Baltica Gidon Kremer sehr für sie eingesetzt hat. Das viersätzige Violinkonzert von 1959 in sinfonischen Proportionen ist eines der wenigen Werke Weinbergs, das im Aufnahmestudio durchaus nicht unterrepräsentiert ist. Sein Widmungsträger Leonid Kogan nahm es bereits 1961 mit Kirill Kondrashin und den Moskauer Philharmonikern auf und es existieren auch einige neuere Interpretationen. Die Tatsache, dass die vorliegende Aufnahme von Kremer stammt, sollte uns aufhorchen lassen. Die Live-Aufnahme wurde im Februar 2020 bei einem Konzert des Gewandhausorchesters Leipzig unter der Leitung von Daniele Gatti im Rahmen einer Konzertreihe zu Ehren des 100. Geburtstags von Weinberg realisiert. Wer die Interpretation von Kogan kennt, mag sich zunächst über das langsamere Tempo, das Kremer und Gatti in dem eröffnenden Allegro molto anschlagen, wundern, denn es unterscheidet sich stark von Kogans und Kondrashins raschem Galopp. Dennoch mangelt es dieser Interpretation nicht an Dramatik: Die wütenden Fortissimos des Orchesters wühlen ordentlich auf, während in den Momenten, in denen Weinberg plötzlich die Zeit stillstehen lässt, Gatti eine spannungsgeladene, schwebende Atmosphäre schafft. Kremer selbst spielt lieblicher und lyrischer denn je, seine Geige behält auch in den dramatischsten Momenten ihre singende Qualität und fasziniert in den klagenden Lamenti besonders, so dass der langsame dritte Satz so intensiv klingt, wie man ihn sich wünschen würde. Neben dem Violinkonzert enthält das Album ein weiteres Werk für Violine von Weinberg aus dem Jahr 1959, die Sonate für zwei Violinen, die Kremer zusammen mit dem Konzertmeister der Kremerata Baltica, Madara Pētersone, interpretiert. Durch ihren Sinn für Folklore, ihre breite Klangfarben-Palette und technische Finesse machen die beiden Musiker diese Sonate zu einem Hörerlebnis, das vielleicht noch mehr fesselt als das Konzert – wobei dies bitte als Lob für die Sonate zu verstehen ist, und nicht als Kritik an dem, was Kremer und Gatti uns gegeben haben! © Charlotte Gardner/Qobuz
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Klassik - Erschienen am 4. Dezember 2020 | Claves Records

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or
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Klassik - Erschienen am 25. November 2020 | La discothèque idéale de Diapason

Auszeichnungen Diapason d'or
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Kammermusik - Erschienen am 13. November 2020 | Alkonost Classic

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
Die Kammermusik Reynaldo Hahns ist bei uns noch weniger bekannt als seine Lieder und seine Bühnenmusik. Unverständlich, denn die beiden Streichquartette und das Klavierquintett sind qualitätvolle Beiträge im Stil des Franckisme: leidenschaftlich, dicht gearbeitet, aber auch mit Anklängen an die Volksmusik, wie etwa im ersten Quartett, wo ein provenzalisches Weihnachtslied zitiert wird. Durch Miniaturen für Violine oder Violoncello und Klavier werden diese hörenswerten Höhepunkte in Hahns Œuvre auf diesem Album glücklich ergänzt. Die Tchalik-Geschwister lassen erkennen, dass Hahn ihnen ein Herzensanliegen ist. © Friesenhagen, Andreas / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 6. November 2020 | BIS

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte
Bohuslav Martinů gehört immer noch zu den Komponisten, denen man außerhalb Tschechiens eher selten begegnet. Wann steht einmal eine seiner sechs Sinfonien oder eines seiner sieben Streichquartette auf einem Konzertprogramm? Von den vielen Kammermusikwerken in teils exotischen Besetzungen ganz zu schweigen. Martinůs Violinkonzerte finden in letzter Zeit vermehrt Interesse. Zu der überschaubaren Zahl an Geigern, die damit im Konzertsaal zu hören sind und auf höchstem Niveau für diese Musik werben, gehört Frank Peter Zimmermann. Dass er die Werke einspielen würde, war wohl nur eine Frage der Zeit. Und damit ist ihm ein großer Wurf gelungen. 1973 entstand maßstabsetzend die Aufnahme der beiden Konzerte mit Josef Suk und der Tschechischen Philharmonie unter Václav Neumann. In diese Kategorie der Referenzaufnahmen gehört jetzt auch die Version mit Zimmermann und den Bamberger Symphonikern, die von ihrem aus Brünn stammenden Chefdirigenten Jakub Hrůša geleitet werden. In dieser Konstellation stimmt einfach alles. Hier kommen prachtvolle Klangentfaltung und ein sicheres Gespür für das Idiom von Martinůs Musik glücklich zusammen. Und Zimmermanns Beherrschung der technisch diffizilen Soloparts ist einfach herausragend, von einer Souveränität, die einfach nur staunen macht. Dazu kommt der samtige, gerundete, nie aggressive Ton, den er seiner Stradivari entlockt. Auf dieser Konzert-CD Béla Bartóks Sonate für Violine solo zu begegnen erstaunt etwas. Zimmermann hat sie bislang noch nicht eingespielt und es nun glücklicherweise getan. Es ist eine der erfindungsreichsten und differenziertesten Aufnahmen des Werkes entstanden, die zudem betörend schön klingt. © Hornig, Norbert / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 23. Oktober 2020 | LSO Live

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Klassik - Erschienen am 29. September 2020 | Donemus Musicians' Voice

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Klassik - Erschienen am 11. September 2020 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama
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Oper - Erschienen am 4. September 2020 | Chandos

Hi-Res Booklet
Vor die Wahl gestellt, welches Musiktheaterwerk Benjamin Brittens er als englischer Chefdirigent eines Orchesters im norwegischen Bergen zuerst erarbeiten sollte, entschied Edward Gardner sich logischerweise für „Peter Grimes“: die gleiche See, der Geruch nach Fisch und Salz sowie holzgeschnitzte, wetterfeste Charaktere da wie dort. Die Uraufführung des Stücks im Jahre 1945 an Sadler’s Wells in London war ein Wendepunkt für Brittens eigene Opernkarriere und markierte zugleich eine neue Ära britischer Musik. Die Schallplatte bescherte dem Werk ein günstiges Schicksal mit zahlreichen wichtigen Einspielungen: unter anderem – neben Brittens eigener mit Peter Pears von 1959 – die aus dem Jahr 1978 unter Colin Davis mit Jon Vickers sowie jene unter Bernard Haitink (1992, mit Anthony Rolfe Johnson) und die Chandos-Aufnahme von 1995 unter Richard Hickox mit Philip Langridge. Nun kommt diese beispielhafte Aufnahme aus Bergen unter Edward Gardner hinzu, mit einer dynamischen Skala, die man selten so reich ausgehört erlebt. Und mit der sehr individuellen Interpretation der Titelfigur durch Stuart Skelton: eine intensive Seelen-Studie dieses in sich selbst gefangenen, autistisch anmutenden Charakters. Im Kontrast dazu Erin Wall als das Reine, Unschuldige dieser Figur berührend einbringende Ellen Orford. Aus einer intensiven Sängerrige darf man noch Roderick Williams ̓ Balstrode, Susan Bickleys Auntie und die unverwüstliche Mrs. Sedley von Catherine Wyn-Rogers herausheben. Großartig der aus verschiedenen Ensembles assemblierte Chor und natürlich das Orchester unter Edward Gardners aufregender und exemplarischer Leitung. © Persché, Gerhard / www.fonoforum.de
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Klassik - Erschienen am 24. Juli 2020 | Mode Records