Ihr Warenkorb ist leer!

Genre :

Ähnliche Künstler

Die Alben

Ab
HI-RES19,49 €
CD16,99 €

Lateinamerika - Erschienen am 11. Dezember 2020 | WM Spain

Hi-Res
Ab
HI-RES16,99 €
CD14,49 €

Folk - Erschienen am 1. Januar 1966 | Columbia - Legacy

Hi-Res
Ab
CD8,99 €

Hörbücher - Erschienen am 18. Dezember 2019 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 8. April 2016 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 14. April 2016 | ORF SHOP

Ab
CD5,49 €

Pop - Erschienen am 9. August 2018 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 30. November 2017 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 12. Dezember 2018 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Hörbücher - Erschienen am 30. April 2019 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 11. Dezember 2018 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Hörbücher - Erschienen am 6. März 2020 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Hörbücher - Erschienen am 2. Juli 2019 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 17. April 2019 | ORF SHOP

Ab
CD14,99 €

Klassik - Erschienen am 24. Juli 1993 | Warner Classics

Ab
CD19,99 €

Pop/Rock - Erschienen am 26. Februar 1999 | Columbia - Legacy

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 5. April 2016 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 4. April 2016 | ORF SHOP

Ab
CD8,99 €

Pop - Erschienen am 15. August 2017 | KVM-Hörwelten

Ab
CD8,99 €

Klassik - Erschienen am 11. September 2015 | Sony Classical

Ab
CD8,99 €

Hip-Hop/Rap - Erschienen am 26. August 2015 | Epic - Freebandz - A1

Drogen und Musik harmonieren seit jeher recht gut miteinander. Die bewusstseinserweiternde Erfahrung eines Rauschgift-Trips sorgt bei Hörern und Künstlern gleichermaßen für eine stark erweiterte Kreativität, die das Wahrnehmen und Erschaffen von Musik beeinflusst. Das weiß auch Future. Der trinkt den verschreibungspflichtigen Hustensaft nämlich auch, wenn er nicht erkältet ist. Der Doublecup ist randvoll mit einem klebrigen Gemisch aus Codein und Limonade: Das ist Dirty Sprite. Dafür steht das "Ds" im Titel von Futures neuem Album. Mit dem ersten Teil der Serie hatte der Rapper aus Atlanta 2011 seinen Durchbruch. An seiner Vorliebe für Lean hat sich seitdem nichts geändert – was er auch nicht müde wird, zu erwähnen: "I just took a piss and I seen codeine coming out" rappt er auf "Thought It Was A Drought" bildhaft. Der Konsum ist Futures Steckenpferd und scheinbar genau das, was ihn so gut macht. Denn eigentlich ist Nayvadius Cashs Musik extrem simpel: Die Themen sind Sex, Geld und Drogen, instrumental bekommt man meist das typische Trap-Gedudel aus Atlanta zu hören. Doch der Rapper baut aus diesen Voraussetzungen einen Trademark-Sound, den man so nirgends sonst bekommt. Unter der einfach gestrickten Oberfläche verbirgt sich eine genauso komplexe, wie dichte Atmosphäre, bestehend aus verschwommen Rauschfantasien. Denn das ist es, was Future mit seiner Musik tut: Er bildet den Trip ab, den er selbst erlebt. Auf seiner letzten Platte "Honest" war Future noch der brave Ehemann von Ciara, der sich an poporientierten Songs versucht hat. Nach der Trennung von seiner Frau entwickelte er sich über die drei Mixtapes "Monster", "56 Nights" und "Beastmode" und zurück zum Monstrum. So ist "Ds2" rau und kompromisslos: "Tryna make a pop star and they made a monster." ("I Serve The Base") Massenkompatible Pop-Hooks oder kitschige Lovesongs darf man auf dieser Platte – zum Glück – nicht erwarten. In nahezu jedem der 18 Tracks stehen Frauen, Luxus und natürlich das Lean sippen im Vordergrund. Trotzdem kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Textlich bietet Future zwar wenig Abwechslung, doch die Art und Weise, wie er seine Lyrics vorträgt, ziehen einen immer wieder in den Bann. In unvergleichlicher Art wiederholt der Rapper fragmenthafte Phrasen und Ausdrücke. Sein Stimmeinsatz ist dabei genauso simpel, wie genial: Eingängige Melodien verleihen den spartanischen Songtexten eine hypnotisierende Wirkung. So setzt Future Hendrix nicht nur textlich, sondern gesamtmusikalisch das Leitthema der Platte um: Der Hörprozess verkommt zur psychedelischen Erfahrung. "Ds2" mag keine lyrische Meisterleistung sein. Stattdessen aber gibt es hinter dem düsteren, dichten Klangteppich, den Future aufbaut, viel zu entdecken. Nayvadius Cash ist ein Charakter voller Gegensätze. Der harte Straßenrapper verzichtet textlich fast komplett auf Gefühlsausdrucke. Durch den Drogenkonsum verdrängt er, verwandelt sich zum Monster und entfremdet sich vom Menschsein. Das schlägt sich auch stimmlich wider: Future nutzt den Autotune-Effekt auf eine ganz eigene Weise. Seine Stimme ist monoton und roboterhaft, schlägt aber immer wieder aus – wird mal wütend und aggressiv, mal ruhig und nachdenklich. Die Mensch-Maschine Future ist abgehärtet, bitter und vergnügungssüchtig – doch die Fassade zeigt immer wieder Risse. In der extrem eigensinnigen Stimme des Interpreten schwingt immerzu ein Hauch von Melancholie mit. Selbstzweifel werden zwar im Codein ertränkt und der Protagonist entmenschlicht sich sowohl auf der Text-, wie auch auf der Soundebene so weit es geht. Doch seine Zerbrechlichkeit bleibt bestehen und bohrt sich immer wieder subtil an die Oberfläche – bis er sie auf "Kno The Meaning" komplett entfaltet: "Best thing I ever did was fall out of love." Futures Musik mag im ersten Moment substanzlos und banal daherkommen. Aber hinter den stumpfen Aufzählungen von Luxusartikeln und Hustensaft-Synonymen verbirgt sich eine vielschichtige Hörerfahrung, die einen immer wieder packt. Der Rapper macht weder technisch versierten Hochglanz-Rap, noch Poesie. Doch er vermag es, seine Stimme genau so zu verfälschen und einzusetzen, dass sie die maximale Wirkung erzielt. Es ist der Vibe, der "Ds2" so spannend macht. Das Fenster in Futures Welt ist sperrangelweit offen und der akustische Codein-Trip lässt einen nicht mehr los. "It's about the feeling." © Laut