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Alternativ und Indie - Erschienen am 8. November 2019 | Kola

Dieser Bursche lässt einfach keine Langeweile aufkommen: Nach dem experimentellen "The Boxer", dem technoid wabernden "Trick" und dem ruhigen Singer/Songwriter-Album "Fatherland" mischt Kele alles in einen großen Topf und braut ein musikalisch wie textlich wuchtiges Gebräu. "2042" trumpft mit 16 Songs auf, darunter drei kurze Interludes, die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können. Von Indierock über Elektro und Alternative bis hin zu Funk steckt alles drin. So bunt wie das Cover gestaltet sich der musikalische Regen, der auf den Hörer einprasselt. Inhaltlich dreht es sich vorherrschend um Rassismus, das fängt direkt beim groovigen "Jungle Bunny" an. Darin erklärt Kele, dass man selbst als privilegierter Bürger in der westlichen Welt nicht vor Diskriminierung gefeit ist oder sie einfach ignorieren kann, sobald man keine weiße Haut hat. Im dunklen "Let England Burn" setzt sich die Gesellschaftskritik fort, gepaart mit mythischen Metaphern aus der Antike. Verzerrte E-Gitarren und ein manisch lachender Kele verdeutlichen seine Geschichten von fehlender Akzeptanz. Dass daraus aber kein verweichlichter, sondern ein charakterlich starker Mann entwuchs, stellt er in "My Business" zur Schau, indem er Respekt einfordert: "Take the bass out of your voice / put your tongue back in your head / Tip toe back to where you came from / because you're writing a check your ass can't cash." Den Finger legt er jedoch an zwei anderen Stellen tiefer in die Wunde, wie die Titel schon erahnen lassen: In "St. Kaepernick Wept" prangert Kele die besonders in den USA zur Schau gestellte Diffamierung von people of color an. Dazu nimmt er neben dem knienden NFL-Star auch den Vorfall des in den 40er-Jahren ermordeten 14-jährigen Emmett Till als Beispiel. Die beiden Täter wurden gegen Zahlung eines Geldbetrags von ihrer Tat freigesprochen. Dieser Skandal markiert, zusammen mit Rosa Parks' Weigerung, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen, den Beginn der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. All dies lässt der Brite Kele mit einem Gospel beginnen, flüstert die erste und rappt die zweite Strophe, bettet das Thema in einen religiös angehauchten Kontext ein und verbindet es mit einem samtigen Refrain aus weichen Synthies und wehenden Gitarren. Ein bemerkenswerter Husarenritt. Das nur von einer traurigen Gitarre begleitete Interlude "A Day Of National Shame" beinhaltet ein längeres Zitat aus der letztjährigen Rede des Abgeordneten David Lammy im britischen House of Commons. Darin fragt er die Regierung nach den Gründen, wie es sein könne, dass man britisch-karibische Bürger der Windrush-Generation fälschlicherweise abschob und man nicht wisse, wie viele es tatsächlich waren. Die Brücke zu "Fatherland" schlägt Kele sowohl atmosphärisch (wie im druckvollen "Cyril's Blood") als auch zwischen den Zeilen, wenn er (wie in "Ceiling Games") von der nigerianischen Filmindustrie Nollywood und vom nordafrikanischen Wind Harmattan spricht. Eine wundervolle Ballade im Bossa Nova-Kleid, mit behutsamem Gesang und verspielten Melodie-Kaskaden. Generell gelingen die Lovesongs auf "2042" gut. Das an Reggae angelehnte "Natural Hair" knüpft an die DNA der früheren Bloc Party an, das an "Trick" erinnernde, butterweiche "Catching Feelings" sowie der nostalgische Schlussakt "Back Burner", in dem Kele über eine vergangene Liebschaft sinniert. Einzig das zu stark fragmentierte und sehr träge "Ocean View" inklusive Autotune fällt ein wenig ab. Apropos Autotune: Im sechsminütigen "Between Me And My Maker" nimmt uns Kele auf eine spirituelle Reise zu seinem Schöpfer, die über raue Klanglandschaften in die Unterwelt führt und am Ende mit breiten Synthies die Himmelspforten aufstößt. Hierauf stellt er mit besagter Stimm-Software kryptische Fragen. "2042" wirkt wie ein farbenprächtiges Kaleidoskop voller Geheimnisse, Metaphern, Gesellschaftskritik und Liebe. Jeder Song ist einzigartig und versprüht eine besondere Aura. Kele verknüpft die vielen Stilrichtungen auf einem Album, ohne dass der Eindruck wahlloser Zusammenstellung entsteht. Dabei hilft ihm seine variable, markante Stimme, die nuanciert jedes Gefühl transportiert. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 11. März 2021 | Kola

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Alternativ und Indie - Erschienen am 21. Juni 2010 | Wichita Recordings

"I don't know what you've been told / But this starts now walk tall, walk tall". Kele Okereke macht keinen Hehl aus seinen Absichten. Direkt im Intro von "The Boxer" presst er uns zu stampfenden Elektrobeats seine Intention auf die Ohren. Der Anbruch einer neuen Ära, auf zu neuen Ufern! Der Sänger mobilisiert mit seiner ersten Soloplatte zum Neuanfang und lässt alte Dinge hinter sich. Wie ein Phoenix aus der Bloc Party-Asche auferstanden, kämpft sich Kele auf "The Boxer" aus Altbekanntem hin zu neuen Ebenen. Der rote Faden der Scheibe folgt einem klaren Muster: Wiederaufrappeln, nachdem man auf den Boden geschlagen wurde, neue Terrains entdecken, und aus dem unbekannten Vollen schöpfen. Völliges Neuland betritt Kele auf Solopfaden. Während seine Bandkollegen Pause machen, konnte er die Finger nicht still halten und begann, an den Reglern von Synthesizer und Drumcomputer rumzuspielen. Dementsprechend elektronisch ist "The Boxer" ausgefallen. Die Erwartungshaltung der Bloc Party-Fans bewusst brechend, knarzen, poltern und schnarren Keles neue Tracks, dass es nur so knallt. In freudig-nervöser Erwartung binden wir uns die Boxbandagen um und steigen in den Ring. Die erste Faust ins Gesicht platziert er mit "Walk Tall" treffsicher: Die Kompanie Kele Okereke ruft in Marschmanier in eine neue Richtung. Wir folgen im Gleichschritt zu repetitiven Beats und verzerrter Stimme. Der Track steigert sich mit pochendem Wummern und Wabern, dominanten Bass- und Drumlines zu einem Sound, der einschlägt wie eine Bombe ins umkämpfte Gebiet. Elektro? Pop? Wave? Techno? Wer will sich schon festlegen? Schubladen sind langweilig. Das Magnesiumpulver staubt zwischen den Händen, wir werden heiß auf den Fight. Bevor es richtig losgeht, feuert Kele mit "On The Lam" und "Tenderoni" elektronische Beatsalven auf uns ab, als gäbe es kein morgen. Wer behauptet, "Tenderoni" sei ein Abklatsch von Wileys "Wearing My Rolex", der sollte sich mit schamgesenktem Kopf in die Ecke verziehen. Watteweich besingt Kele seinen East Londoner Background. Das vibrierende Metropolenleben zittert durch die Boxen. Synkopierte Rhythmen, Breakbeat-Loops und Reminiszenzen an den technoiden Soulwax-Sound - Kele tischt dick auf. Aus Flicken verschiedenster Genres schneidert er sich sein neues Soundgewand auf den muskelgestählten Boxer-Leib. Mit treibendem Beat und immer wieder aufflackernden kleinen Sample-Überraschungen lockt uns Kele aus der Deckung und tänzelt leichtfüßig über die Matte. Mit "The Other Side" und "Everything You Wanted" gönnt er uns eine kleine Auszeit. Locker-flockiger Popbeat, enthusiastische Gitarrenriffs und ein bisschen Funk - die Songs könnten fast von Bloc Party sein. Die Finger vom Synthie kann Kele nicht ganz lassen. Immer wieder fließen Drumbeats vom PC, verzerrte Töne und verfälschte Stimme ein. Wie mit seiner Band stellt Kele auf "The New Rules" und "All The Things I Could Never Say" interessante Dichotomien gegeneinander: Ravebeat zu orgelhaften Klängen und himmlisch-sanften Engelszungen hier, kaum verständliche Stimmensamples und ruhiger Gesang zu klar gezupfter, zügiger Melodie dort. Dualismus à la Kele Okereke. Er spielt mit uns, bis er uns endgültig im Schwitzkasten hat. Glockenspiel und Xylophon auf "Rise" wirken erst harmlos, doch der Beat kommt langsam ins Spiel. Die Elektronik im Sound entfacht sich nach einem langsam aufbauenden Intro und steigert sich dann sirenenartig in eine wuchtige Nummer, in der sich melodiöser Gesang mit Rave-Gefiepse und Elektro-Geschrammel auf dem Boden wälzt. Kampf? Liebesspiel? Beides. Mit den Füßen stampft er auf den Ringboden, bevor er zum finalen Kick in die Seite ausholt. Erschöpft und ausgelaugt liegen wir am Boden, mit blauem Auge und bluttriefender Nase. Zahnlos grinsen wir in beseelter Glückseligkeit, bevor die Ohnmacht über uns fällt. Betörend, hypnotisch und gewaltig bricht "The Boxer" über uns herein. Peitschende Bassline, technoider Gospel, verwegene Beats, scheppernde Drums - das Testosteron sprüht einem nicht nur auf Cover und Booklet entgegen. Gleichzeitig verliert sich Kele mit seiner Soundästhetik und der melancholisch-dunklen Stimme in Höhen und Tiefen wie einst die Altmeister des elegischen Indierock von The Smiths und The Cure. Mit seinem ersten Solowerk verpasst uns Kele ordentlich eins in die Fresse. Ein Electronica-Feuerwerk prasselt auf uns ein, in dem es Rave, Techno und Pop orgiastisch miteinander treiben. In Indiemanier nerdig zucken oder mit dem Discofinger gen Himmel abspacken - da passt beides. Damit hat der gute Kele es mal wieder geschafft, die Lager zu vereinen, und wagt sich auf neue Terrains der Intelligent Dance Music. Absolute Dancefloor-Feger zum enthemmten gemeinsamen an-die-Decke-Steilgehen. © Laut
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Alternativ und Indie - Erschienen am 4. September 2019 | Kola

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Alternativ und Indie - Erschienen am 3. Juli 2020 | Kola

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Alternativ und Indie - Erschienen am 2. Oktober 2019 | Kola

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Alternativ und Indie - Erschienen am 29. Oktober 2019 | Kola

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Electronic - Erschienen am 4. September 2018 | Leave To Remain

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Alternativ und Indie - Erschienen am 1. September 2017 | BMG Rights Management (UK) Limited

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Alternativ und Indie - Erschienen am 5. Juli 2017 | BMG Rights Management (UK) Ltd

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Alternativ und Indie - Erschienen am 28. April 2017 | BMG Rights Management (UK) Ltd

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Alternativ und Indie - Erschienen am 7. Juni 2010 | Wichita Recordings