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Die Alben

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Soul - Erschienen am 16. Juli 1999 | Curtom Classics, LLC

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Rock - Erschienen am 29. Januar 2016 | Rhino

Jeder zünftige Krieg braucht ein Gesicht, gegen das er geführt werden kann. Ist dieses erst mal gefunden, ist es einfach, all seinen Hass darauf zu konzentrieren. Auf den einzig wahren Antichristen können sich die Prog-Rocker der Siebziger, die wahren Musikfreunde, die vom Radio geschundenen Kinder der Achtziger, die zerrupften Grunger und die einzig trven Genesis-Fans bis heute schnell einigen: Phil Collins. Selbst 2016 kann die pure Erwähnung seines Namens noch zu einer explosiven Diskussion führen. Dabei sollte einem jedoch eines immer bewusst sein: Es gibt keinen Witz über Collins, den er nicht selber schon besser erzählt hat. Nun erscheinen seine acht Soloalben als Deluxe Editions. Das Debüt "Face Value" und das 1993 veröffentlichte "Both Sides" geben den Startschuss zur Sammlerbox "Take A Look At Me Now". Vielleicht wird es Zeit, nun doch einmal auf Lemmy Kilmisters Aussage aus dessen Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu hören: "Ich bin's leid. Collins ist ein großer Drummer. Er hat 'n paar große Songs geschrieben. Ich meine, wenn Mikkey (Motörhead-Schlagzeuger Mikkey Dee, die Red.) sich mal das Gehirn wegsaufen sollte kurz vor einem Auftritt, und angenommen, Phil Collins mit seinem lustigen Gesicht sitzt also zufällig in der Garderobe nebenan, okay? So. Und ich bitte ihn nun sehr, seeeehr höflich um Hilfe - wissen Sie was: Der spielt ein komplettes Set von Motörhead! Unfallfrei! So ist das. Ich ziehe meinen Hut." Befreit man den Sänger und Schlagzeuger vom ewigen Peter Gabriel-Vergleich, seinem zeitlichen Umfeld und seiner sonderlichen Filmografie und betrachtet ihn nüchtern, bieten seine ersten vier Alben vor allem eins: gute bis sehr gute Pop-Musik. Dabei gelang ihm sein bester Longplayer mit "Face Value" gleich zu Beginn seiner Solokarriere. Hier legte er den Grundstein für all das, was ihn später ausmachen sollte: Die Zusammenarbeit mit den Earth, Wind & Fire-Bläsern, den Phenix Horns. Die Balladen, die Collins in den Augen seiner Kritiker später das Genick brechen sollten. Der vorher mit Gabriel für dessen drittes selbstbetiteltes Werk ausgetüftelte Gated Reverb-Drumsound und natürlich "In The Air Tonight". Wie viele Songs gibt es, die man alleine an ihrem Schlagzeugbreak erkennt? Wohl nicht viele. Keiner von ihnen hat sich jedoch so in die Popkultur gefressen wie dieser. Selbst Mike Tyson durfte ihn in "Hangover" in die Luft trommeln. In der Liveversion auf der zweiten CD der Deluxe Edition wird die besondere Faszination dieses kurzen Stücks Musikgeschichte in der spürbaren Anspannung des Publikums und dessen darauf folgender Euphorie greifbar. Um diesen brachialen Break bietet Collins einen düsteren Thriller, der wie so vieles auf "Face Value" aus seiner Trauer um die gescheiterte Ehe mit seiner Frau Andrea entstand. Eine makabere Mixtur aus minimalistischer Pein und donnernder Wut. "Well if you told me you were drowning, I would not lend a hand." Durch den unerbittlich voranschleichenden Drumsound des Roland CR-78 wabern Vocoderstimmen, bis letztlich Collins knochentrockenes Schlagzeug einsetzt. "Sabrina, don't just stare at it, eat it!" In "Thunder And Lightning" und "I Missed Again", das mit einem Saxofonsolo des Jazzers Ronnie Scott aufwartet, etabliert Collins mit seinen von Bläsern geprägten Sound, der später zu "You Can't Hurry Love", "Easy Lover" (mit Philip Bailey) und "Two Hearts" führte. Dabei beruht all dies eher auf einem Zufall. Bei den Aufnahmen zu "Duke" spielten Genesis das Tape zu "Behind The Lines" auf doppelter Geschwindigkeit ab. Onkel Phil gefiel, was er hörte und für sein Debüt entschlackte er den Prog-Rock-Song zu einem lichtdurchfluteten Pop-R'n'B-Track. Auf den ersten Blick erscheint die hoffnungsspendende Ballade "It Must Be Love" simpel und anschmiegsam, verfügt aber über einen komplexen Rhythmus. Zu "If Leaving Me Is Easy" scheint heute nur noch erwähnenswert, dass sich Eric Clapton irgendwo in dieser Ödnis versteckt. Mit dem Beatles-Cover "Tomorrow Never Knows", das der Londoner als Erinnerung an den kurz zuvor ermordeten John Lennon aufnahm, vergaloppiert sich Collins gehörig. Die beiden Instrumentals "Droned" und "Hand In Hand" zeigen "Face Value" ein weiteres Mal von einer komplett andere Seite. Das erste erinnert mit seinem Fusion-Sound, den afrikanischen Klängen und dem Einsatz von Shankars furiosen Violinenspiels und Voicedrumings an die Freiheit von Weather Report. Das Gegenstück "Hand In Hand" lädt mit seinem Kinderchor und Bläsern zu einer überschwänglichen Reise ein, aber erst der zehnminütige Livemitschnitt auf der Bonus-CD wird zu einem farbenfrohen Spektakel. Sollte hier irgendjemand auch nur ansatzweise an Collins Fähigkeiten am Schlagzeug gezweifelt haben, dem dürfte kurz darauf im Brand X-Stück "...And So To F" die Kinnlade auf Kniehöhe herunter klappen. Auch wenn man um die meisten Collins-Alben ab den Neunzigern, vor allem um den "Tarzan"-Soundtrack, einen Umweg machen sollte: Mit "Face Value" und "Both Sides" gelingt ein erfolgreicher Einstieg in die Aufbereitung des Backkatalogs. Die Idee und Umsetzung des Coverdesings ist fabelhaft. Das Bonusmaterial wurde liebevoll zusammengestellt. Der perfekte Moment, um seinen Hass zu überwinden und sich noch einmal ohne Vorurteile mit dem Werk des Künstlers zu beschäftigen. Mehr Liebe für Phil Collins! © Laut
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Soul - Erschienen am 10. Januar 2006 | Rhino

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Soul - Erschienen am 1. Mai 1975 | Curtom Classics, LLC

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R&B - Erschienen am 16. Oktober 2020 | Hollywood Records

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Soul - Erschienen am 7. Februar 1965 | Geffen

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Soul - Erschienen am 1. Januar 1990 | CAPITOL CATALOG MKT (C92)

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Soul/Funk/R&B - Erschienen am 27. Februar 2007 | RCA - Legacy

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Soul - Erschienen am 11. Juli 1972 | Curtom Classics, LLC

Soundtracks, die die Filme, zu deren Begleitung sie eigentlich geschaffen wurden, nicht nur überleben, sondern die bewegten Bilder beinahe zu verzichtbarem Beiwerk degradieren, muss man mit der Lupe suchen. "Shaft" gilt nicht: Dem exorbitanten Titeltrack lässt Isaac Hayes auf seinem Album reichlich Füllmaterial folgen, nach dem längst kaum noch ein Hahn kräht. Gleiches gilt für "Spiel Mir Das Lied Vom Tod", "Psycho" und zahllose andere Streifen: Man kennt jeweils einen charakteristischen Song. Das wars. Nach einigem Hirnen kommt "The Harder They Come" in den Sinn. Okay, gekauft. An die so ausgefuchste wie erhabene Schönheit, die Bildhaftigkeit und die schmerzhaft scharfen Beobachtungen, die "Super Fly" von der ersten bis zur letzten Note auszeichnen, reicht aber auch Jimmy Cliff nicht heran. "'Super Fly' steckte ein ganzes musikalisches Genre, den Blaxploitation-Soundtrack, in Brand und beeinflusste auf Jahrzehnte hinaus jeden vom Soul-Sänger bis hin zum Komponisten von Fernseh-Musik", schreibt All Musics John Bush. "Es steht zusammen mit 'Saturday Night Fever' und 'Never Mind The Bollocks Here's The Sex Pistols' exemplarisch für die Pop-Musik der 70er." Dabei handelte es sich ursprünglich lediglich um die musikalische Untermalung eines Kino-Films aus dem Jahr 1972 von Gordon Parks, Jr. - nicht zu verwechseln mit Gordon Parks, Sr., der im Jahr zuvor für "Shaft" verantwortlich zeichnete. Parks, der Ältere, sicherte lediglich - zusammen mit zwei schwarzen Zahnärzten - die Finanzierung des Projekts. "Super Fly" mit Ron O'Neil in der Hauptrolle erzählt die Geschichte des Drogendealers Youngblood Priest, der versucht, aus dem kriminellen Milieu auszusteigen. Mit echten und falschen Freunden, leichten Mädchen, verzweifelten Müttern, kleinen Ganoven, Mafia-Killern und korrupten Cops vereint der Plot das komplette Personal aller amtlichen Ghetto Tales. Priests aufgemotztem Cadillac Eldorado sei Dank, setzt der Streifen ganz nebenbei einen Trend, dem sich erst Dealer, Gangster und Zuhälter anschlossen und der noch Dekaden später einem Format wie der von Xzibit moderierten Show "Pimp My Ride" den Nährboden aufschüttet. "Super Fly", der Film, erntete genau die gleichen Vorwürfe, mit denen sich eine ganze Sparte des Hip Hop wieder und wieder konfrontiert sieht: Der Film glorifiziere den Lebensstil der Dealer, stelle die Existenz als Hustler, als "Pusherman", als eine erstrebenswerte Option dar. In der Bürgerrechtsbewegung regte sich ebenfalls Kritik: Dort glaubte man, indem "Super Fly" die schwarze Community als unentrinnbar im Würgegriff eines Drogenhändler-Netzwerkes gefangen zeigt, unterstelle man dem Civil Rights Movement Unfähigkeit, bessere Lebensbedingungen für die eigenen Leute zu schaffen. Vielleicht hätten all diese Empörten ein wenig genauer hinsehen und vor allem dem Soundtrack mehr Aufmerksamkeit schenken sollen. Dass die Verantwortlichen ausgerechnet Curtis Mayfield mit der Bereitstellung desselben betrauten, darf man getrost als die glücklichste Entscheidung des gesamten Unterfangens betrachten. Zum einen hatte sich Mayfield über die Jahre längst einen festen Stand im Musikgeschäft erarbeitet. Als Mitbegründer der Impressions entwickelte und verfeinerte er seine Songwriter-Qualitäten. Er macht den Übergang vom Doo-Wop der 50er über den bedeutungsvoll aufgeladenen Soul der 60er hin zum Funk nicht nur mit, sondern treibt den Wandel entscheidend voran. Zwei Alben hat er Anfang der 70er unter eigenem Namen veröffentlicht. Songs aus seiner Feder, darunter "Poeple Get Ready", "Keep On Pushing" oder "Move On Up" zählen zum Kanon des Civil Rights Movements, weil sie stets auch eine politische Dimension besitzen, Black Pride und ein spirituelles (Selbst-)Bewusstsein predigen. Curtis Mayfield kennt seine Hood haargenau und zeigt keinerlei Scheu, die Zustände - auch und gerade die Missstände - beim Namen zu nennen. Er porträtiert für "Super Fly" folglich mitnichten den strahlenden Dealer-König, sondern zerrissene Existenzen, gefangen in oft ausweglosen Situationen. Der Kunstgriff, der dieses Album so über die Maßen anschaulich macht: Mayfield verharrt nicht in einer Perspektive, sondern wechselt ständig die Positionen. Er blickt einmal als allwissender, über dem Geschehen stehender Erzähler auf die Szenerie herab, zeichnet den Lebensweg eines vernachlässigten Kindes nach. Das Resultat: das schier zwangsläufige Abgleiten in Drogensucht und Beschaffungskriminalität. "Little Child Running Wild", "mama cries, you know ..." Der "Pusherman" setzt sich als King im Ring in Szene: "I'm your mama, I'm your daddy, I'm that nigga in the alley, I'm your doctor when in need / Want some coke? Have some weed! You know me, I'm your friend, your main boy, thick and thin. I'm your pusherman." Dabei belässt es Curtis Mayfield keineswegs bei der Selbstdarstellung als dicker Max. Er fügt der zur Schau getragenen Oberfläche, "super cool, super mean", eine weitere Dimension hinzu. Hinter der Fassade steckt eben auch nur ein Opfer der Umstände, "a victim of ghetto demands". "Misused, ripped off, abused" kommt Youngblood Priests Sidekick zu Tode: "Freddie's Dead", "his hope was a rope, he should have known." Aus "Eddie You Should Know Better" sprechen dann wieder das Unverständnis und die Hilflosigkeit der Umstehenden, die zusehen müssen, wie einer der ihren im Abwärtsstrudel versumpft. Mit "Give Me Your Love" wirft Curtis Mayfield zudem einen flehentlichen, fiebrigen Lovesong ins Geschehen. Der abschließende Titeltrack bringt die Beschränktheit der Optionen, den ständigen Drahtseilakt zwischen Gedeih und Verderb noch einmal auf den Punkt: "The only game you know is do or die." Was sollte daran erstrebens- oder nachahmenswert sein? Mayfields Musik illustriert das Geschehen auf der Leinwand so perfekt, dass man die Handlung des Films auch ohne Bilder nachvollziehen kann. Tickende Hi-Hats, ein grummelnder Bass und nervöse Percussion skizzieren ganz ohne Text die Hetzjagd von "Junkie Chase". Das zweite Instrumental fordert in Gestalt eines üppig instrumentierten Walzers: "Think"! Bob Donat vom Rolling Stone Magazine sieht in "Super Fly" mit vollem Recht nicht nur einen "überlegenen, einfallsreichen Soundtrack, sondern darüber hinaus auch feine funky Musik und das beste der vier Alben, die Curtis Mayfield aufgenommen hat, seit er die Impressions verlassen hat". Dabei witterten die Verantwortlichen der Musikindustrie, wie im Fall von Marvin Gayes "What's Going On", keinerlei kommerzielles Potenzial hinter einem sozialkritischen Konzeptalbum über die Lebensrealität in den schwarzen Ghettos der frühen 70er. Wie im Fall von Marvin Gayes "What's Going On" lagen sie gründlichst daneben. "Super Fly", der Soundtrack, entpuppt sich als Instant Classic. Die Singles "Freddie's Dead" und der Titelsong gehen gemeinsam ruckzuck mehr als zwei Millionen Mal über die Ladentheken, schießen in die Top 10 sowohl der R'n'B- als auch der Pop-Hitparade. Wochenlang steht "Super Fly" an der Spitze der Alben-Charts und wird im Jahr darauf noch einmal gelistet - unter den besten Jazz-Alben. In der Rock And Roll Hall of Fame würdigt man "Pusherman" als einen der "500 songs that shaped rock and roll". Ein Crossover-Erfolg, wie er im Buche steht. Curtis Mayfield verpasst in der Folge noch sechs weiteren, thematisch ähnlich gelagerten Filmen die Tonspur, arbeitet dafür und für andere Alben mit den Größen des Soul- und Funk-Zirkus' zusammen. Als ihm 1990 bei einem Open Air-Auftritt in Brooklyn eine herab stürzende Lichttraverse buchstäblich das Genick bricht, wähnen viele sein Schaffen für beendet. Doch noch nicht einmal eine Lähmung vom Hals abwärts hält einen echten Soul Man auf. 1996 legt er mit "New World Order" sein Comeback hin. Den Grammy für sein Lebenswerk hat Curtis Mayfield zu diesem Zeitpunkt längst auf dem Kaminsims stehen. Der Soundtrack zu "Super Fly" markierte in dieser bemerkenswerten Karriere den kreativen Durchbruch und dient darüber hinaus noch heute als stetig sprudelnder Sample-Quell. Joseph Lucky Scotts prägnanter Bass und Master Henry Gibsons Percussion spielen neben Wah-Wah-Gitarre und Mayfields zuckersüßem, aber abgründigen Falsett die unbestrittenen Hauptrollen. "Curtis Mayfield war einer der seltenen amerikanischen Poeten, einer der dünn gesäten sozialkritischen Kommentatoren, die gleichermaßen wohl gezielte Schläge in Richtung der US-Behörden austeilen und, noch kontroverser, schwierige, sondierende Fragen an seine eigene Community aufwerfen konnten", konstatiert Greg Boraman für die BBC. Nur in den Augen der oberflächlichsten Betrachter verhüllt der Zauber der Musik die in bissigen Worten auf dem Silbertablett servierte Realität. Nur der tumbste Holzkopf kann "Super Fly" allen Ernstes als Verherrlichung des Drogenhändler-Daseins fehldeuten. Kritikern, die in diese Richtung schießen, muss wohl die Kernaussage von Mayfields Inner City Blues entgangen sein: "... and there is no happiness." © Laut
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Soul - Erschienen am 1. Januar 1997 | Curtom Classics, LLC

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Reggae - Erschienen am 13. Juli 2018 | Dub Store Records

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Soul - Erschienen am 1. Januar 1988 | Curtom Classics, LLC

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Soul - Erschienen am 11. November 1997 | Curtom Classics, LLC

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Soul - Erschienen am 1. Januar 1977 | Curtom Classics, LLC

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