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Die Alben

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Klaviersolo - Erschienen am 6. März 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
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Klassik - Erschienen am 28. Februar 2020 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique
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Violinkonzerte - Erschienen am 28. Februar 2020 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - 5 étoiles de Classica
Fast 40 Jahre liegen zwischen der Verklärten Nacht und dem Violinkonzert – das eine noch von Brahms‘ und Wagners Gedankenwelt geprägt, das andere aus dem Schatz jener späteren Epoche schöpfend, in der es Schönberg gelingt, die Grundidee der Zwölftonmusik mit vielen neuen Ansätzen zu verbinden. Diesem Kontrast zwischen ausgehender Postromantik und „klassischer“ Strenge spüren Isabelle Faust und ihre bewährten Partner mit einer außergewöhnlichen Interpretation von zwei der bedeutendsten Werke des Repertoires des 20. Jahrhunderts nach. © harmonia mundi
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Klaviersolo - Erschienen am 17. Januar 2020 | Mirare

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique - 5 étoiles de Classica
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Weltliche Vokalmusik - Erschienen am 29. November 2019 | Decca

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte
Ein gewagtes Cover. Es zeigt Cecilia Bartoli als Hermaphrodit, nackt und behaart, mit dichtem Bart und über ihre Schultern wallenden Haaren. Das Bild nährt den Mythos Farinelli, der im gleichnamigen Kinofilm mit zweifelhafter Sensationslust ausgeschlachtet wird. Demgegenüber präsentiert Patrick Barbier ihn in seinem schönen, dem berühmten neapolitanischen Kastraten gewidmeten Buch mit größter historischer Genauigkeit.Wir wissen, dass die heute verlorene Stimme der Kastraten das sensationssüchtige Publikum damals sehr faszinierte. Die sexuelle Ambiguität verlieh den Sängern eine besondere, mythologischer Gestalten würdige und aufgrund ihrer Zwitterhaftigkeit vermutlich sehr erotische Aura. Dafür empfängliche Musikliebhaber sind seither nicht ausgestorben. Sie erfreuen sich heute an den Meisterleistungen der italienischen Sängerin sowohl auf ihren Alben als auch im Konzert.Für dieses neue Werk zu Ehren Farinellis hat Cecilia Bartoli bekannte Arien aus dem Repertoire des berühmten Sängers ausgewählt und dabei zwischen vokaler Pyrotechnik – ihrem Markenzeichen – und eher introvertierten, dramatischen Arien abgewechselt. Porpora, Hasse, Giacomelli, Caldara und Riccardo Broschi, Farinellis Bruder, sind hier zu einem Feuerwerk zusammengestellt, das versucht, wenn nicht eine hypothetische Stimme wiederzufinden, so doch wenigstens, dank der Kunstfertigkeit und Leidenschaft, die Cecilia Bartoli in alles einbringt, die von dieser Stimme hervorgerufenen Schauer auszulösen. © François Hudry/Qobuz
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Oper - Erschienen am 22. November 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Diapason d'or / Arte
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Kammermusik - Erschienen am 27. September 2019 | Warner Classics

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Choc de Classica - 5 Sterne Fono Forum Klassik
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Klassik - Erschienen am 6. September 2019 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Auszeichnungen Diapason d'or / Arte
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Symphonien - Erschienen am 16. August 2019 | Berlin Philharmonic Orchestra

Hi-Res Auszeichnungen Diapason d'or / Arte
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Symphonien - Erschienen am 10. Mai 2019 | harmonia mundi

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Diapason d'or / Arte - 5 Sterne Fono Forum Klassik
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Klavierkonzerte - Erschienen am 3. Mai 2019 | BIS

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Gramophone Editor's Choice - Diapason d'or / Arte
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Violinensolo - Erschienen am 15. März 2019 | Accentus Music

Hi-Res Auszeichnungen Diapason d'or / Arte
Mieczyslaw Weinberg (1916-1996) hat die 24 Präludien 1968, ursprünglich für Rostropowitsch, geschrieben. Der berühmte Cellist hatte jedoch nie die Gelegenheit, sie selbst zu spielen. Die meisten großen Solisten unserer Zeit haben die Präludien inzwischen in ihr Repertoire aufgenommen, aber Gidon Kremer bietet sie uns hier in einer Bearbeitung für Geige, die auf dem vorliegenden Album ihre diskografische Weltpremiere erlebt. Eine intensive, oft brutale, manchmal komische und tolldreiste Musik (zweifellos der Einfluss von Schostakowitsch, der allerdings da schon aufhört: Weinbergs Sprache bleibt von einer tiefen persönlichen Originalität), trotz ihrer brillanten, provokanten Bitterkeit oft lyrisch – wir dürfen nicht vergessen, dass im Jahr 1968 die schrecklichen Erinnerungen an die stalinistische Zeit und ihre Säuberungen in der gequälten Seele des Komponisten noch sehr präsent sind –, all dies gibt es hier zu entdecken. Kremer hat offensichtlich seine Leidenschaft für diese Musik entdeckt, die immerhin ein extremes Engagement erfordert, ein Repertoire, das der Öffentlichkeit nicht so einfach angeboten werden kann. Der Komponist vermeidet es, den Eindruck unnötiger Virtuosität zu erwecken: Es handelt sich hier auf keinen Fall um Etüden. Es kommen zwar alle möglichen technischen und expressiven Formen vor, jedoch ohne jegliche Effekthascherei. Manchmal sind Weinbergs polnische Wurzeln zu spüren, aber es geht ihm hier nicht um volkskundliche Erkundungen im Stil von Bartók. Diese Musik sollte man unbedingt entdecken, besonders in dieser Version für Geige, die zwangsläufig spannungsgeladener ist als das Original für Cello und eine völlig andere Auffassung von der Kontinuität des Werkes bietet. © SM/Qobuz
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Operette - Erschienen am 11. Januar 2019 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or de l'année - Gramophone Editor's Choice - Diapason d'or / Arte - Choc de Classica
Die elegante Jodie Devos stellt ihr Talent in den Dienst eines eher unbekannten Gesichts von Offenbach, nämlich in Vergessenheit geratene Werke für besondere Stimmlagen, damals „Koloratursopran“, „leichter Koloratursopran“ oder „Koloratursoubrette“ genannt. Die Arie der Puppe Olympia aus Hoffmanns Erzählungen, oder die Todesklage der Eurydike aus Orpheus in der Unterwelt kennt natürlich jeder. Das große Repertoire des Komponisten an kleineren Werken (die er in der Regel „Operetten“ nannte, um sie von seinen umfangreicheren Werken, den berühmten „Opera buffa“ zu unterscheiden) enthält jedoch eine beeindruckende Anzahl hochvirtuoser Arien für Koloratursopran. Die Sängerin ahmt darin „perlendes“ Klavierspiel oder das „luftige Staccato“ eines Paganini mit einer kontinuierlichen Beherztheit nach, die die wahren Schwierigkeiten hinter scheinbarer Leichtigkeit verbirgt. Im Unterschied zu zahlreichen anderen Belcanto-Komponisten, bei denen aus dieser Virtuosität eine reine vokale und melodische Zurschaustellung wird, legt Offenbach Gefühle, Textsinn, Persönlichkeit und Kontraste hinein. Hier drängt einfache Mechanik niemals die Vielfalt des Ausdrucks in den Hintergrund. Wir entdecken eine schöne Auswahl von Arien aus leider unbekannten Werken. Es wäre höchste Zeit, diese Werke auf die Opernbühne zurückzubringen. © SM/Qobuz
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Cellokonzerte - Erschienen am 30. November 2018 | Sony Classical

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique
Die Cellistin Sol Gabetta und ihr Lieblingspianist Bertrand Chamayou befassen sich hier mit Schumanns leider viel zu selten gespieltem Repertoire für Cello und Klavier. Dabei ist keines dieser Stücke a priori für Cello geschrieben, auch wenn es in den Originalpartituren bei den Fantasiestücken als Alternative zur Klarinette und beim Adagio und Allegro als Alternative zum Horn genannt wird. Nur die Fünf Stücke im Volkston hat Schumann explizit für Cello geschrieben! Chamayou spielt hier auf einem Pianoforte des Wiener Klavierbauers Streicher, das aus dem Jahr 1847, also drei oder vier Jahre nach der Entstehung der drei vorgestellten Werke, stammt. Das Cellokonzert wird vom Kammerorchester Basel begleitet, dessen Mitglieder ebenfalls auf Instrumenten aus der Romantik spielen. Der Orchesterklang ist weicher und zugleich klarer im Ansatz, mit einer stärkeren Färbung durch die Holzbläser, ganz im Gegensatz zu dem, was heute viele moderne Orchester mit einer übergroßen Streicherbesetzung bieten. © SM/Qobuz
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Opernauszüge - Erschienen am 23. November 2018 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - 5 Sterne Fono Forum Klassik - 5 étoiles de Classica
Dieses neue Vivaldi-Album feiert ein doppeltes Jubiläum: 30 Jahre enge Zusammenarbeit zwischen Cecilia Bartoli und dem berühmten englischen Label Decca sowie 20 Jahre Entdeckung der ersten Oper von Vivaldi, die bei ihrer Erscheinung für Furore gesorgt hat. Cecilia Bartoli hat dieses Mal Giovanni Antonini und sein Ensemble Il Giardino Armonico im Stich gelassen, um französische Musiker als Partner zu wählen, die sich mit Vivaldis Musik bestens auskennen, so als ob sie damit die Universalität des roten Priesters unter Beweis stellen wollte. Jean-Christophe Spinosi und sein Ensemble Matheus haben mit ihrer Instrumentalmusik von Vivaldi von Anfang an auf sich aufmerksam gemacht. Zu Beginn ihrer Zusammenarbeit haben sie in München, Prag, Baden-Baden und Versailles fünf Konzerte gegeben, die natürlich dem venezianischen Komponisten gewidmet waren. Für ihre erste gemeinsame Aufnahme haben sie ein Dutzend Opernarien ausgewählt, von denen neun auf dem Album von 1999 nicht enthalten sind. Die übergroße Fülle von Vivaldis Opern bietet Solisten eine wahre Fundgrube, aus der sie leicht ein äußerst lebendiges Programm zusammenstellen und schönste Kleinode eines außergewöhnlich eloquenten Komponisten versammeln können, mit mitreißenden Melodien, die immer wieder in Staunen versetzen. Diese Ausgabe ist mit dem Booklet auch ein schönes Objekt (sie können es bei Qobuz herunterladen oder online lesen) mit wundervollen Portraitfotos von Cecilia Bartoli, die von der rumänischen Fotografin Vivienne Purdom realisiert wurden. Ihr Lebenswerk besteht darin, mit viel Talent große Musiker der klassischen Welt zu fotografieren. Herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Album! © François Hudry/Qobuz
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Symphonien - Erschienen am 16. November 2018 | Deutsche Grammophon (DG)

Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Choc de Classica
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Symphonien - Erschienen am 24. August 2018 | Deutsche Grammophon (DG)

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Diapason d'or / Arte - 5 Sterne Fono Forum Klassik - Preis der deutschen Schallplattenkritik - 5 étoiles de Classica
Leonard Bernsteins Zweite Sinfonie nach dem gleichnamigen Gedicht von W. H. Auden, “The Age of Anxiety“, ist ein relativ frühes Werk des Komponisten und Dirigenten, da er es zwischen 1948 und 1949 geschrieben hatte – er war also gerade mal um die 30 Jahre alt. Die Sinfonie sieht aus wie eine Reihe von Variationen, die jedoch nicht um ein ursprüngliches Thema kreisen. Nein: Jede Variation übernimmt Elemente der vorangegangenen Variation und variiert sie immer weiter. Man könnte also von einer Art kontinuierlicher Metamorphose sprechen. Wie man sich schon denken kann, kombiniert Bernstein hier Elemente klassischer Sinfonien mit Jazz-Elementen, insbesondere im Solopart für Klavier – der hier von Krystian Zimerman gespielt wird. Dieser hatte das Glück gehabt, zahlreiche Male gemeinsam mit Bernstein aufzutreten. Dies ist seine ganz persönliche Hommage anlässlich des 100. Jahrestages der Geburt des Komponisten, und zwar insbesondere deswegen, weil Zimerman, wie dieser im Booklet erwähnt, von Bernstein ersucht worden sei, „diese Sinfonie mit ihm zu seinem 100. Geburtstag zu spielen.“ Das Versprechen wird sozusagen eingehalten, abgesehen davon, dass es sich beim Orchester um die Berliner Philharmoniker handelt und der Dirigent Sir Simon Rattle heißt. © SM/Qobuz
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Trios - Erschienen am 20. Juli 2018 | Alpha

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique - 5 étoiles de Classica
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Gesamtaufnahmen von Opern - Erschienen am 2. Mai 2018 | PentaTone

Hi-Res Booklet Auszeichnungen 4F de Télérama - Gramophone Record of the Month - Diapason d'or / Arte - Le Choix de France Musique - Choc de Classica
Die Geschichte der Pêcheurs de perles (Die Perlenfischer) von Bizet ist alles andere als einfach: nach der Uraufführung 1863 fiel die Partitur – deren Manuskript sich in Privatbesitz befindet und daher nicht einsehbar ist – in Vergessenheit und kam erst lange nach dem Tod des Komponisten, nachdem er durch Carmen berühmt geworden war, wieder zu Ehren. Leider haben verschiedene Operndirektoren in großer Selbstüberschätzung das Werk munter überarbeiten lassen, und an manchen Stellen gekürzt, an anderen etwas hinzugefügt, sodass es einschließlich des Schlusses stark verändert wurde. Diese alberne Fassung wurde bis in die 1960er-Jahre aufgeführt – das Libretto ist an sich schon banal genug, warum noch zusätzliche Absurditäten hinzufügen? Bis sich Musikwissenschaftler näher mit den verfügbaren Originaldokumenten befasst haben, insbesondere dem von Bizet selbst verfassten Klavierauszug sowie der damaligen Orchesterpartitur, die einige Instrumentierungshinweise enthält. Die uns hier vorliegende Version, 2014 von Hugh MacDonald, von auserlesenen jungen französischen Sängern interpretiert – Julie Fuchs, Florian Sempey, Cyrille Dubois und Luc Bertin-Hugault – gibt die Urfassung des Werkes so treu wie möglich wieder, sodass der Hörer einige große, und zwar schöne Überraschungen erleben wird: zusätzliche Arien, zahlreiche melodische und dramatische Entwicklungen, es ist geradezu eine ganz neue Partitur. © Marc Trautmann/Qobuz
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Opernauszüge - Erschienen am 2. März 2018 | Decca Music Group Ltd.

Hi-Res Booklet Auszeichnungen Diapason d'or - Diapason d'or / Arte - Qobuzissime - 5 Sterne Fono Forum Klassik
Heutzutage wäre es ziemlich merkwürdig, einen Komponisten als “Gesangslehrer” zu bezeichnen, doch im 18. Jahrhundert war das gang und gäbe. In Italien komponierte nahezu jeder Komponist von Bedeutung opere serie (Porpora schrieb wenigstens 45): Die ernste Oper war die vorherrschende musikalische Gattung, die vor allem die menschliche Stimme verherrlichte. Mit ihr stand oder el das musikalische Ansehen, und die besten Sänger wurden zu den ersten Superstars der Musik. Deshalb mussten Komponisten, auch wenn sie generell vom Ruhm ihrer führenden Sänger und Sängerinnen überstrahlt wurden, die menschliche Stimme und all ihre beachtlichen technischen wie dramatischen Fähigkeiten verstehen, um die Möglichkeiten der Gattung Oper in einer Zeit zu nutzen, in der jene “Gesangsmaschinen”, die Kastraten, die Gesangskunst auf eine zuvor unbekannte und seither nicht mehr erreichte Höhe der Perfektion gebracht hatten. Mit dieser Aufnahme anlässlich seines 250. Todestages wird Porpora wieder ins Blickfeld gerückt, doch war er wohl bis vor kurzem trotz seiner bemerkenswerten Qualitäten als Komponist eher als Gesangslehrer berühmt, einfach, weil zwei der namhaftesten Kastraten zu seinen zahlreichen Schülern gehörten, nämlich Gaetano Majorano, bekannt als Caffarelli, den Porpora einmal als “den besten Sänger in Europa” bezeichnet hat und der auch für seine amourösen Kapriolen und seine Arroganz auf und jenseits der Bühne bekannt war, sowie der noch berühmtere Carlo Broschi, der unter seinem Bühnennamen Farinelli 15 Jahre lang in ganz Europa das Publikum in Staunen und die Herzen in Wallung versetzte, bis er nach Spanien gerufen wurde um dort den schwermütigen König mit der Kraft seiner Stimme zu heilen. Max Cencic äußert dazu: “Porpora war meiner Meinung nach ein strenger Lehrer, fast sadistisch vielleicht mit seinen Ansprüchen — man musste den Atem, den Kopf und die Stimme fast 120%ig kontrollieren”. Tatsächlich soll Porpora einer Legende nach Caffarelli in sechs Jahren nichts anderes als ein einzelnes Blatt mit Stimmübungen gelehrt haben. Hinter dem formalen Wechsel von Arie und Rezitativ in der opera seria verbirgt sich eine breitgefächerte emotionale Ausdruckskraft, jene varietas, die Erasmus bekanntlich beschrieben hat als “so kraftvoll in jedem Bereich, dass es absolut nichts, wie glänzend auch immer, gibt, das nicht gedämpft wird, wenn es sich nicht durch Vielfalt emp ehlt”. In Formen wie der verzierten aria di bravura oder der lyrischen aria di sostenuto stellte der Komponist bloß einen Rahmen bereit, der vom Sänger ausgeschmückt wurde: Die Fertigkeit des Interpreten in Verzierungen und anderen emotionalen Mitteln war von höchster Bedeutung. Porporas langjährige Erfahrung als Lehrer wie als Komponist machten ihn Max Cencics Meinung nach “zu einem der besten zehn Komponisten der italienischen Barockoper. Ich habe die Arien für diese Aufnahme fast instinktiv nach meinem Gefühl für das Richtige ausgewählt. Man kann einen Komponisten dieser Qualität nicht in einem Album erfassen, und jedes Stück ist ein Juwel für sich. Auch wenn die Technik überall herausgestellt wird — Sprünge, schnelle Skalen, Triller, lange Phrasen —, scheint doch Porporas besondere und äußerst fesselnde melodische Begabung überall durch.” Alle Arien stammen aus Werken, die Porpora in der Zeit seiner größten Berühmtheit komponiert hat: von Ezio (Venedig 1728; “Se tu la reggi al volo” ist ein spektakuläres Stück in Sechzehnteln) bis Filandro (Dresden 1747, mit einem hinreißenden siciliano in “Ove l’erbetta tenera, e molle”); dazu noch die Arien aus drei Opern, die er in den 1730er Jahren im direkten Wettbewerb mit Händel in London komponiert hat (Arianna in Nasso 1733, Enea nel Lazio 1734 — ein wahres Feuerwerk hier in “Chi vuol salva” — und I genia in Aulide 1735). Im Teatro San Carlo in Neapel, dem damals wohl berühmtesten Opernhaus, fand 1740 die Premiere von Il trionfo di Camilla statt, und die beiden hier aufgenommenen Arien zeigen Porpora von seiner besten Seite: die Musik von “Va per le vene il sangue” passt stimmungsvoll zu dem dunklen suggestiven Text, “Torcere il corso all’onde” hingegen verbindet rasante Koloraturen mit eleganter Linienführung. In den drei Arien aus Carlo il Calvo (Teatro delle Dame, Rom 1738) soll sich der Sänger Porporas varietas mit seiner eigenen stimmlichen Bandbreite anpassen: von den hastenden oriture in “So che tiranno io sono” bis zu den hochliegenden Phrasen in “Se rea ti vuole il cielo” und dem betörenden hypnotischen Sostenuto in “Quando s’oscura il cielo”. Porporas Orchesterstil ist ebenfalls von bemerkenswerter Vielfalt, umso mehr, als er im Allgemeinen nur Streicher verwendet, am besten in den kunstvollen Linien der Arie “Torbido intorno al core” aus Meride e Selinunte (Venedig 1726), in der Stimme und Geigen sich kunstvoll in einem gefühlvollen suggestiven Gewebe verzierter Wiederholungen ver echten. Gelegentlich zieht er jedoch alle Klangregister, wie in der martialischen Arie “Destrier, che all’armi usato”, in der die Trompeten und Hörner bei der Erstaufführung 1731 im Teatro Regio, Turin mit der unvergleichlichen Stimmkraft Farinellis wetteiferten. Max Cencic meint: “Wie können wir die großen Kastraten nachahmen? Das lässt sich kaum festlegen, aber diese Stimmen waren die Seele von Porporas Musik.” - Nicholas Clapton © 2018 – Decca Group Limited. Übersetzung : Christiane Frobenius