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Marianne Faithfull - Give My Love To London

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Give My Love To London

Marianne Faithfull

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Dieses Jahr feiert Marianne Faithfull ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. In dieser langen Zeit gab es schwindelnde Höhen wie abgründige Tiefen zuhauf. Mit Jagger lebte sie ebenso glamourös wie hernach elend als Junkie auf der Straße. Sie hat umjubelt Brecht gesungen und Tschechow im Theater gespielt. Doch erst jetzt, nach 20 Alben, macht die Mother of Song den Sack richtig zu und liefert mit "Give My Love To London" die beste Platte ihrer gesamten Karriere ab. Die Scheibe bietet elf große Lieder in klassischen 40 Minuten Spielzeit. Ein paar Interpretationen, ein paar eigene Tracks und einige Kollabos mit Kumpels von Nick Cave bis Roger Waters bieten das perfekte musikalische Büffet. Von Sarkasmus über zornige Verachtung bis hin zu purer Lebensfreude und tiefer Melancholie zieht die Ur-Nichte Leopolds von Sacher-Masoch ("Venus Im Pelz") alle Register an Stimmungen. Wer im künstlerischen Genie-Quartett Leonard Cohen, Tom Waits, Scott Walker und last but not least Jacques Brel schon immer eine explizit weibliche Note vermisst, erhält mit Queen Mary die verdiente Dame auf dem Schachbrett. Die Ausnahmekünstlerin Faithfull war - von Musik bis Film - schon immer eine herausragende Teamspielerin. Nach vielen guten LPs scheint sie anno 2014 nun endlich die perfekte Mannschaft versammelt zu haben. Allen voran Pianozauberer und gelegentlicher Co-Writer Ed Harcourt sowie Violinist Warren Ellis samt seinem hier produzierenden Bruder Rob kann man gar nicht genug Komplimente machen. Jede Melodie ist hier für die Ewigkeit arrangiert, mal zart, dann wieder kraftvoll, dabei stets filigran und ästhetisch. Ausgerechnet der ambivalente Patrick Leonard, der bei der Produktion des aktuellen Cohen-Werks "Popular Problems" wahrlich nicht nur Glanztaten ablieferte, erledigt seinen Job beim machtvollen Edelrock "Mother Wolf" so gut wie selten zuvor. Zum wuchtigen Sound erhebt Faithfull ihre wutentbrannte Stimme in jenem chansonesken Sprechgesang, den ihre mitgenommenen Stimmbänder mit kraftvollem Schauspielertalent so lässig etablieren. "You murder each other for enjoyment only, and with absurd, abstract excuses / My God, how you disgust me!" Die Waters-Kollaboration "Sparrows Will Sing" ist analog Bowies "Queen Bitch" genau jener Velvet Underground-Song, den Reed und Cale nicht schrieben. Und die beiden mit Cave realisierten Nummern "Late Victorian Holocaust" und "Deep Water" schimmern im sanften Dialog von Harcourts Piano mit Ellis' Viola bzw Alto-Flöte so zerbrechlich schön wie silbrig schimmerndes Mondlicht am Ufer der nachtblauen Themse. Schwermut und Verspieltheit reichen einander zu hypnotischen Melodien die Hände. Mit "True Lies" und "Falling Back" gibt es jene große Sixties-Geste, die die Pionierin bereits auf den ersten Platten und mit dem von ihr mit komponierten "Sister Morphine" entwickelte. Der leichte Hauch Walker Brothers-Pomp macht sich hervorragend zu ihren abgerockten Vocals und den jeglicher Illusion beraubten Zeilen. Sogar der für Faithfull-Verhältnisse nahezu poppig-countryeske Grundton des Titelsongs passt in seiner nur scheinbaren Harmlosigkeit als gelungener Kontrast zu den angebittert-poetischen Zeilen über die London Riots vor einigen Jahren. Nach der gelungenen Cohen-Hommage "Going Home" (im Original von seinem "Old Ideas") gibt es zum krönenden Abschluss dann ihre ureigene Variante des oft gespielten Standards "I Get Along Without You Very Well" (Hoagy Carmichael, 1938). Chet Baker mag hier die bekannteste Version abgeliefert haben. Faithfull hingegen erobert das Stück mit dem sensibelsten String- und Streicherarrangement, das der Song je sah. Inmitten fernöstlich gezupfter Schönheit thront ihr rauer "Seeräuber Jenny"-Gesang als unauflöslicher Kontrast. Das Ergebnis ist eine großartige künstlerische Vorstellung, so widersprüchlich wie das Leben selbst.
© Laut

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Give My Love To London

Marianne Faithfull

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1
Give My Love To London
00:03:56

Marianne Faithfull, Performer - Steve Earle, Composer

2014 naïve

2
Sparrows Will Sing
00:03:51

Marianne Faithfull, Performer - Dimitri Tikovoï, Performer - Rob Ellis, Performer - Ben Christophers, Performer - Andy Hughes, Performer - Roger Waters, Composer

2014 naïve

3
True Lies
00:02:29

Marianne Faithfull, Performer - Edward Harcourt, Performer, Composer - Dimitri Tikovoï, Composer

2014 naïve

4
Love More Or Less
00:03:27

Marianne Faithfull, Performer - Tom McRae, Composer

2014 naïve

5
Late Victorian Holocaust
00:04:26

Marianne Faithfull, Performer - Edward Harcourt, Performer - Nick Cave, Composer

2014 naïve

6
The Price of Love
00:02:16

Marianne Faithfull, Performer - Rob Ellis, Performer - Anna Calvi, Performer - The Everly Brothers, Composer

2014 naïve

7
Falling Back
00:03:49

Marianne Faithfull, Performer - Edward Harcourt, Performer - Anna Calvi, Performer, Composer - Rob Ellis, Performer

2014 naïve

8
Deep Water
00:03:07

Marianne Faithfull, Performer - Cave/cave/cave, Composer

2014 naïve

9
Mother Wolf
00:04:06

Marianne Faithfull, Performer - Edward Harcourt, Performer - Leonard Patrick, Composer

2014 naïve

10
Going Home
00:04:22

Marianne Faithfull, Performer - Edward Harcourt, Performer - Rob Ellis, Performer - Brian Eno, Performer - Leonard Patrick, Composer

2014 naïve

11
I Get Along Without You Very Well
00:03:45

Marianne Faithfull, Performer - Hoagy Carmichael, Composer

2014 naïve

Albumbeschreibung

Dieses Jahr feiert Marianne Faithfull ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. In dieser langen Zeit gab es schwindelnde Höhen wie abgründige Tiefen zuhauf. Mit Jagger lebte sie ebenso glamourös wie hernach elend als Junkie auf der Straße. Sie hat umjubelt Brecht gesungen und Tschechow im Theater gespielt. Doch erst jetzt, nach 20 Alben, macht die Mother of Song den Sack richtig zu und liefert mit "Give My Love To London" die beste Platte ihrer gesamten Karriere ab. Die Scheibe bietet elf große Lieder in klassischen 40 Minuten Spielzeit. Ein paar Interpretationen, ein paar eigene Tracks und einige Kollabos mit Kumpels von Nick Cave bis Roger Waters bieten das perfekte musikalische Büffet. Von Sarkasmus über zornige Verachtung bis hin zu purer Lebensfreude und tiefer Melancholie zieht die Ur-Nichte Leopolds von Sacher-Masoch ("Venus Im Pelz") alle Register an Stimmungen. Wer im künstlerischen Genie-Quartett Leonard Cohen, Tom Waits, Scott Walker und last but not least Jacques Brel schon immer eine explizit weibliche Note vermisst, erhält mit Queen Mary die verdiente Dame auf dem Schachbrett. Die Ausnahmekünstlerin Faithfull war - von Musik bis Film - schon immer eine herausragende Teamspielerin. Nach vielen guten LPs scheint sie anno 2014 nun endlich die perfekte Mannschaft versammelt zu haben. Allen voran Pianozauberer und gelegentlicher Co-Writer Ed Harcourt sowie Violinist Warren Ellis samt seinem hier produzierenden Bruder Rob kann man gar nicht genug Komplimente machen. Jede Melodie ist hier für die Ewigkeit arrangiert, mal zart, dann wieder kraftvoll, dabei stets filigran und ästhetisch. Ausgerechnet der ambivalente Patrick Leonard, der bei der Produktion des aktuellen Cohen-Werks "Popular Problems" wahrlich nicht nur Glanztaten ablieferte, erledigt seinen Job beim machtvollen Edelrock "Mother Wolf" so gut wie selten zuvor. Zum wuchtigen Sound erhebt Faithfull ihre wutentbrannte Stimme in jenem chansonesken Sprechgesang, den ihre mitgenommenen Stimmbänder mit kraftvollem Schauspielertalent so lässig etablieren. "You murder each other for enjoyment only, and with absurd, abstract excuses / My God, how you disgust me!" Die Waters-Kollaboration "Sparrows Will Sing" ist analog Bowies "Queen Bitch" genau jener Velvet Underground-Song, den Reed und Cale nicht schrieben. Und die beiden mit Cave realisierten Nummern "Late Victorian Holocaust" und "Deep Water" schimmern im sanften Dialog von Harcourts Piano mit Ellis' Viola bzw Alto-Flöte so zerbrechlich schön wie silbrig schimmerndes Mondlicht am Ufer der nachtblauen Themse. Schwermut und Verspieltheit reichen einander zu hypnotischen Melodien die Hände. Mit "True Lies" und "Falling Back" gibt es jene große Sixties-Geste, die die Pionierin bereits auf den ersten Platten und mit dem von ihr mit komponierten "Sister Morphine" entwickelte. Der leichte Hauch Walker Brothers-Pomp macht sich hervorragend zu ihren abgerockten Vocals und den jeglicher Illusion beraubten Zeilen. Sogar der für Faithfull-Verhältnisse nahezu poppig-countryeske Grundton des Titelsongs passt in seiner nur scheinbaren Harmlosigkeit als gelungener Kontrast zu den angebittert-poetischen Zeilen über die London Riots vor einigen Jahren. Nach der gelungenen Cohen-Hommage "Going Home" (im Original von seinem "Old Ideas") gibt es zum krönenden Abschluss dann ihre ureigene Variante des oft gespielten Standards "I Get Along Without You Very Well" (Hoagy Carmichael, 1938). Chet Baker mag hier die bekannteste Version abgeliefert haben. Faithfull hingegen erobert das Stück mit dem sensibelsten String- und Streicherarrangement, das der Song je sah. Inmitten fernöstlich gezupfter Schönheit thront ihr rauer "Seeräuber Jenny"-Gesang als unauflöslicher Kontrast. Das Ergebnis ist eine großartige künstlerische Vorstellung, so widersprüchlich wie das Leben selbst.
© Laut

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