Kategorie:
Warenkorb 0

Ihr Warenkorb ist leer

Kele - 2042

Mes favoris

Cet élément a bien été ajouté / retiré de vos favoris.

2042

Kele

Verfügbar in
16-Bit CD Quality 44.1 kHz - Stereo

Musik-Streaming

Hören Sie dieses Album mit unseren Apps in hoher Audio-Qualität

Testen Sie Qobuz kostenlos und hören Sie sich das Album an

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Abonnement abschließen

Hören Sie dieses Album im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit den Qobuz-Apps

Download

Kaufen Sie dieses Album und laden Sie es in verschiedenen Formaten herunter, je nach Ihren Bedürfnissen.

Dieser Bursche lässt einfach keine Langeweile aufkommen: Nach dem experimentellen "The Boxer", dem technoid wabernden "Trick" und dem ruhigen Singer/Songwriter-Album "Fatherland" mischt Kele alles in einen großen Topf und braut ein musikalisch wie textlich wuchtiges Gebräu. "2042" trumpft mit 16 Songs auf, darunter drei kurze Interludes, die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können. Von Indierock über Elektro und Alternative bis hin zu Funk steckt alles drin. So bunt wie das Cover gestaltet sich der musikalische Regen, der auf den Hörer einprasselt. Inhaltlich dreht es sich vorherrschend um Rassismus, das fängt direkt beim groovigen "Jungle Bunny" an. Darin erklärt Kele, dass man selbst als privilegierter Bürger in der westlichen Welt nicht vor Diskriminierung gefeit ist oder sie einfach ignorieren kann, sobald man keine weiße Haut hat. Im dunklen "Let England Burn" setzt sich die Gesellschaftskritik fort, gepaart mit mythischen Metaphern aus der Antike. Verzerrte E-Gitarren und ein manisch lachender Kele verdeutlichen seine Geschichten von fehlender Akzeptanz. Dass daraus aber kein verweichlichter, sondern ein charakterlich starker Mann entwuchs, stellt er in "My Business" zur Schau, indem er Respekt einfordert: "Take the bass out of your voice / put your tongue back in your head / Tip toe back to where you came from / because you're writing a check your ass can't cash." Den Finger legt er jedoch an zwei anderen Stellen tiefer in die Wunde, wie die Titel schon erahnen lassen: In "St. Kaepernick Wept" prangert Kele die besonders in den USA zur Schau gestellte Diffamierung von people of color an. Dazu nimmt er neben dem knienden NFL-Star auch den Vorfall des in den 40er-Jahren ermordeten 14-jährigen Emmett Till als Beispiel. Die beiden Täter wurden gegen Zahlung eines Geldbetrags von ihrer Tat freigesprochen. Dieser Skandal markiert, zusammen mit Rosa Parks' Weigerung, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen, den Beginn der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. All dies lässt der Brite Kele mit einem Gospel beginnen, flüstert die erste und rappt die zweite Strophe, bettet das Thema in einen religiös angehauchten Kontext ein und verbindet es mit einem samtigen Refrain aus weichen Synthies und wehenden Gitarren. Ein bemerkenswerter Husarenritt. Das nur von einer traurigen Gitarre begleitete Interlude "A Day Of National Shame" beinhaltet ein längeres Zitat aus der letztjährigen Rede des Abgeordneten David Lammy im britischen House of Commons. Darin fragt er die Regierung nach den Gründen, wie es sein könne, dass man britisch-karibische Bürger der Windrush-Generation fälschlicherweise abschob und man nicht wisse, wie viele es tatsächlich waren. Die Brücke zu "Fatherland" schlägt Kele sowohl atmosphärisch (wie im druckvollen "Cyril's Blood") als auch zwischen den Zeilen, wenn er (wie in "Ceiling Games") von der nigerianischen Filmindustrie Nollywood und vom nordafrikanischen Wind Harmattan spricht. Eine wundervolle Ballade im Bossa Nova-Kleid, mit behutsamem Gesang und verspielten Melodie-Kaskaden. Generell gelingen die Lovesongs auf "2042" gut. Das an Reggae angelehnte "Natural Hair" knüpft an die DNA der früheren Bloc Party an, das an "Trick" erinnernde, butterweiche "Catching Feelings" sowie der nostalgische Schlussakt "Back Burner", in dem Kele über eine vergangene Liebschaft sinniert. Einzig das zu stark fragmentierte und sehr träge "Ocean View" inklusive Autotune fällt ein wenig ab. Apropos Autotune: Im sechsminütigen "Between Me And My Maker" nimmt uns Kele auf eine spirituelle Reise zu seinem Schöpfer, die über raue Klanglandschaften in die Unterwelt führt und am Ende mit breiten Synthies die Himmelspforten aufstößt. Hierauf stellt er mit besagter Stimm-Software kryptische Fragen. "2042" wirkt wie ein farbenprächtiges Kaleidoskop voller Geheimnisse, Metaphern, Gesellschaftskritik und Liebe. Jeder Song ist einzigartig und versprüht eine besondere Aura. Kele verknüpft die vielen Stilrichtungen auf einem Album, ohne dass der Eindruck wahlloser Zusammenstellung entsteht. Dabei hilft ihm seine variable, markante Stimme, die nuanciert jedes Gefühl transportiert.
© Laut

Weitere Informationen

2042

Kele

launch qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS bereits heruntergeladen Öffnen

download qobuz app Ich habe die Qobuz Desktop-Anwendung für Windows / MacOS noch nicht heruntergeladen Downloaden Sie die Qobuz App

Kopieren Sie den folgenden Link, um das Album zu teilen

Sie hören derzeit Ausschnitte der Musik.

Hören Sie mehr als 70 Millionen Titel mit unseren Streaming-Abonnements

Hören Sie dieses Album und mehr als 70 Millionen weitere Titel im Rahmen Ihres Streaming-Abonnements mit unseren Apps.

1
Jungle Bunny
00:03:49

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola

2
Past Lives (Interlude)
00:01:15

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

3
Let England Burn
00:03:36

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

4
St Kaepernick Wept
00:04:22

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

5
Guava Rubicon
00:03:41

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

6
My Business
00:04:15

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

7
Ceiling Games
00:05:45

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

8
Where She Came From (Interlude)
00:00:25

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

9
Between Me and My Maker
00:05:59

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

10
Natural Hair
00:03:45

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

11
Cyril's Blood
00:04:11

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

12
Secrets West 29th
00:04:52

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

13
Catching Feelings
00:03:24

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

14
A Day of National Shame (Interlude)
00:01:16

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

15
Ocean View
00:04:28

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

16
Back Burner
00:05:56

Kele Okereke, Composer, Lyricist - Kele, MainArtist - Kobalt, MusicPublisher

2019 Kola 2019 Kola Records

Albumbeschreibung

Dieser Bursche lässt einfach keine Langeweile aufkommen: Nach dem experimentellen "The Boxer", dem technoid wabernden "Trick" und dem ruhigen Singer/Songwriter-Album "Fatherland" mischt Kele alles in einen großen Topf und braut ein musikalisch wie textlich wuchtiges Gebräu. "2042" trumpft mit 16 Songs auf, darunter drei kurze Interludes, die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können. Von Indierock über Elektro und Alternative bis hin zu Funk steckt alles drin. So bunt wie das Cover gestaltet sich der musikalische Regen, der auf den Hörer einprasselt. Inhaltlich dreht es sich vorherrschend um Rassismus, das fängt direkt beim groovigen "Jungle Bunny" an. Darin erklärt Kele, dass man selbst als privilegierter Bürger in der westlichen Welt nicht vor Diskriminierung gefeit ist oder sie einfach ignorieren kann, sobald man keine weiße Haut hat. Im dunklen "Let England Burn" setzt sich die Gesellschaftskritik fort, gepaart mit mythischen Metaphern aus der Antike. Verzerrte E-Gitarren und ein manisch lachender Kele verdeutlichen seine Geschichten von fehlender Akzeptanz. Dass daraus aber kein verweichlichter, sondern ein charakterlich starker Mann entwuchs, stellt er in "My Business" zur Schau, indem er Respekt einfordert: "Take the bass out of your voice / put your tongue back in your head / Tip toe back to where you came from / because you're writing a check your ass can't cash." Den Finger legt er jedoch an zwei anderen Stellen tiefer in die Wunde, wie die Titel schon erahnen lassen: In "St. Kaepernick Wept" prangert Kele die besonders in den USA zur Schau gestellte Diffamierung von people of color an. Dazu nimmt er neben dem knienden NFL-Star auch den Vorfall des in den 40er-Jahren ermordeten 14-jährigen Emmett Till als Beispiel. Die beiden Täter wurden gegen Zahlung eines Geldbetrags von ihrer Tat freigesprochen. Dieser Skandal markiert, zusammen mit Rosa Parks' Weigerung, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen, den Beginn der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. All dies lässt der Brite Kele mit einem Gospel beginnen, flüstert die erste und rappt die zweite Strophe, bettet das Thema in einen religiös angehauchten Kontext ein und verbindet es mit einem samtigen Refrain aus weichen Synthies und wehenden Gitarren. Ein bemerkenswerter Husarenritt. Das nur von einer traurigen Gitarre begleitete Interlude "A Day Of National Shame" beinhaltet ein längeres Zitat aus der letztjährigen Rede des Abgeordneten David Lammy im britischen House of Commons. Darin fragt er die Regierung nach den Gründen, wie es sein könne, dass man britisch-karibische Bürger der Windrush-Generation fälschlicherweise abschob und man nicht wisse, wie viele es tatsächlich waren. Die Brücke zu "Fatherland" schlägt Kele sowohl atmosphärisch (wie im druckvollen "Cyril's Blood") als auch zwischen den Zeilen, wenn er (wie in "Ceiling Games") von der nigerianischen Filmindustrie Nollywood und vom nordafrikanischen Wind Harmattan spricht. Eine wundervolle Ballade im Bossa Nova-Kleid, mit behutsamem Gesang und verspielten Melodie-Kaskaden. Generell gelingen die Lovesongs auf "2042" gut. Das an Reggae angelehnte "Natural Hair" knüpft an die DNA der früheren Bloc Party an, das an "Trick" erinnernde, butterweiche "Catching Feelings" sowie der nostalgische Schlussakt "Back Burner", in dem Kele über eine vergangene Liebschaft sinniert. Einzig das zu stark fragmentierte und sehr träge "Ocean View" inklusive Autotune fällt ein wenig ab. Apropos Autotune: Im sechsminütigen "Between Me And My Maker" nimmt uns Kele auf eine spirituelle Reise zu seinem Schöpfer, die über raue Klanglandschaften in die Unterwelt führt und am Ende mit breiten Synthies die Himmelspforten aufstößt. Hierauf stellt er mit besagter Stimm-Software kryptische Fragen. "2042" wirkt wie ein farbenprächtiges Kaleidoskop voller Geheimnisse, Metaphern, Gesellschaftskritik und Liebe. Jeder Song ist einzigartig und versprüht eine besondere Aura. Kele verknüpft die vielen Stilrichtungen auf einem Album, ohne dass der Eindruck wahlloser Zusammenstellung entsteht. Dabei hilft ihm seine variable, markante Stimme, die nuanciert jedes Gefühl transportiert.
© Laut

Informationen zu dem Album

Verbessern Sie diese Seite

Qobuz logo Warum Musik bei Qobuz kaufen?

Aktuelle Sonderangebote...

Eliminator (Hi-Res Version)

ZZ Top

What The Dead Men Say

Trivium

Magma

Gojira

Magma Gojira

Tres Hombres (Hi-Res Version)

ZZ Top

Mehr auf Qobuz
Von Kele

Por Lo Mio

Kele

Por Lo Mio Kele

Leave to Remain

Kele

Trick

Kele

Trick Kele

The Boxer

Kele

The Boxer Kele

Melanin

Kele

Melanin Kele
Das könnte Ihnen auch gefallen...

CARNAGE

Nick Cave

CARNAGE Nick Cave

Folklore (Explicit)

Taylor Swift

Folklore (Explicit) Taylor Swift

Fetch The Bolt Cutters

Fiona Apple

What Kinda Music

Tom Misch

What Kinda Music Tom Misch

WHEN WE ALL FALL ASLEEP, WHERE DO WE GO?

Billie Eilish

Panorama-Artikel...
Pixies, die Jahre bei 4AD

Ohne die Pixies hätte es Nirvana wohl nie gegeben. Ende der 80er Jahre revolutioniert das Quartett um Black Francis die Rockmusik mit einer originellen Textur und einem beispiellosen Genremix. Mit vier Alben für das Label 4AD machen die Pixies Surf-Punk-Noise-Pop und prägen einen einzigartigen Stil, der Rockfans ins Nirwana schickt.

New Order, vom Keller auf die Tanzfläche

Wie wurde die dunkelste Band der Punk-Ära zu den Königen der Tanzfläche? New Order wurden in den frühen 80ern aus der Asche von Joy Division geboren, symbolisieren eine der ersten erfolgreichen Verbindungen zwischen Rock und Dance Music und schufen den makellosen Soundtrack des mürrischen Englands unter Margaret Thatcher.

Der Grunge in 10 Alben

Vor dreißig Jahren wurde Seattle zu DER Hauptstadt des Rock. Dies lag am Grunge. Dieser “schmutzige” Stil und diese “Scheiß drauf”-Einstellung, die den Spuren des Punk, Heavy Metal und Alternativ folgte, schlug wie ein Blitz in den Underground ein und wurde zu einem Welterfolg. In den 90er Jahren erstickte dieses Genre, das von einem System zu schnell verneint wurde, in seiner eigenen Karikatur. Ein Rückblick auf zehn repräsentative Alben.

Aktuelles...