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Auf geht’s mit dem Cocktail Audio CA-X40: die HiFi Audio System-Anlage auf dem Qobuz-Prüfstand!

Die Auswahl an Netzlaufwerken, die die App von Qobuz integrieren und so also das Streaming der Musik direkt von der HiFi-Anlage aus möglich machen, hat neuen Zuwachs gefunden: der CA-X40 der Marke Cocktail Audio. Dieses Model wurde ganz im Sinne der Klangliebe hergestellt und ist genau genommen eher eine Art Universalgerät, da es ebenfalls mit einem CD-Player ausgestattet ist. Dieser kann mit einer Festplatte gerippt werden, die man in den dafür vorhergesehen Platz installiert, von einem USB-A Anschluss oder einem Radio-Tuner aus…

Von Talin Maas | Auf dem Prüfstand | 26. Juni 2015
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Qobuz

Vor Kurzem haben wir bereits den kleinen Bruder des CA-X40 auf den Prüfstand gestellt: den Cocktail Audio X12, der ebenfalls dazu gedacht ist, Musik von seinem Netzlaufwerk oder von seinem CD-Player aus abspielen zu lassen und der genauso wie der CA-X40 die Qobuz Streaming App integriert hat und so Zugang zu unserer beeindruckenden Musikbibliothek verschafft.

Nun stellt uns Cocktail Audio eine noch hochwertigere Version vor und die testen wir doch gleich mal aus: der CA-X40.

Unter noch audiophileren Bedingungen als sein Vorgänger hergestellt, zeigt der CA-X40 schon anhand seines Gehäuses und Aussehens, dass er ohne weiteres als hochwertige, traditionelle Stereoanlage bezeichnet werden kann. Aber vor Allem von seiner inneren Ausstattung her kann er sich sehen lassen und verfügt über all die elektronischen Eigenschaften, die ein Gerät dieses Typs anbieten sollte: Ein Ringkerntransformer, lineare Leistungen für die analogen Abschnitte, ein erstklassiger Umwandlungschip?

Was den Rest betrifft, so bietet der CA-X40 genauso wie sein kleiner Bruder die integrierte Qobuz- App an und darüber hinaus auch zahlreiche, weitere Funktionen, wie das Lesen und das Rippen einer CD auf der internen Festplatte (diese muss man allerdings selber installieren, da der CA-X40 selber keine anbietet), das Lesen von Audiodateien in High Definition (allerdings nur in DXD, nicht in DSD, diese Art von Datei kann nur von angeschlossenen Wechselmedien aus gelesen werden, die an den sich an der Außenseite befindenden USB-Anschluss angeschlossen werden.)



Aussehen

Man kann nicht gerade sagen, dass der CA-X40 äußerlich vor ausdrucksstarkem Design strotzt, vor allem nicht in der schwarzen Fassung. Die silberne Fassung gefällt uns da schon ein bisschen besser, aber das ist Geschmackssache.

Das Gerät verfügt über eine große Außen Fassade und ist relativ hoch, was zum einen am großen Display und zum anderen an seiner Innenausstattung liegt, die wir im Folgenden noch genauer entdecken werden. Ganz links befindet sich der Lautstärkeregler, der Anschaltknopf, ein Kopfhöreranschluss Standard Jack 6,35mm und schließlich das Fenster, das die Fernbedienung empfängt.


Ungefähr in der Mitte der Fassade befindet sich der Einführschlitz, über den die CD eingeführt wird, dann folgt der Display, rechts von diesem der Steuerungsschalter, der auch als Play/Pause-Schalter der CD dient und außerdem vier Tasten, die als Ergänzung der Steuerung oder während dem Abspielen einer CD benutzt werden.

Der Cocktail Audio CA-X40 kann außerdem auch über eine Fernbedienung gesteuert werden.

Verkabelung

Der CA-X40 verfügt über eine großzügige Verkabelung, für seine Ausgänge wie auch Eingänge. Er hat einen Netzwerkzugang RJ45, zwei S/PDIF Eingänge (koaxial und optisch) und drei digitale Ausgänge, zwei S/PDIF über koaxiale und optische Zugänge und einen über XLR Zugang, der auf den professionellen, symmetrischen Standard AES/EBU angepasst ist.


Zwei analoge Eingänge sind ebenfalls vorhanden, einer für Phono Plattenspieler und der andere für Quellen, die lineare Signale abgeben. Zwei USB A Zugänge, die ermöglichen, unterstützende Speicher anzuschließen, überragen ein Einschubteil, indem die Festplatte (3,5", 2,5" oder SSD), auf der CDs gerippt werden, platziert wird. Das Display kann auf ein Fernsehgerät verdoppelt werden, indem man diesen an den HDMI-Zugang anschließt, der sich neben dem koaxialen Zugang für die Radioantenne befindet.

Die Audiosignale werden entweder über die Cinch-Zugänge, oder über die XLR-Zugänge (wenn der Verstärker dafür geeignet ist) an einen Verstärker angeschlossen. Die Lautstärke kann via Kopfhörerausgang oder Fernbedienung geregelt werden.

Durchführung

Trotz seiner zahlreichen Funktionen ist das Innenleben des Gerätes ordentlich gehalten und wirkt sehr vertrauenswürdig. Wie jedes halbwegs audiophile Gerät befinden sich hier die meisten der linearen elektrischen Systeme, die an einen Ringkerntransformator verknüpft sind, Schaltnetzteile, die für das Display und für Verwaltungsfunktionen zuständig sind.


Man findet außerdem, nicht weit von den Ausgabesignalen S/PDIF und AES/EBU den Transformator, der für die Schutz-Trennung und Impadenzangleichung verantwortlich ist, die Versorgung +5 V, die für die Digitalschaltung verantwortlich ist sowie die symmetrischen Versorgungen von + oder ? 15 V des Analogbereiches (dieser Bereich der Schaltung ist auf dem Foto von der analogen Outputcard verdeckt).


Die Filterungen werden respektvoll von einem 2200 ?F/25V Kondensator und zwei 2200 ?F/35V Kondensatoren bewerkstelligt, während die Spannungen durch die integrierten Regulatoren 7805, 7815 und 7915 von KIA stabilisiert wird. Des Weiteren findet man einen 1117-33 Regulator, der eine Spannung von 3,3 V liefert, die für die Funktion einiger integrierter Schaltungen und deren Chips für die digitalen Schnittstellen und für die Umwandlung nötig sind.

Einen davon können wir auf dem nachfolgenden Bild betrachten, nicht weit vom digitalen Eingang S/PDIF. Es handelt sich hierbei um den digitalen Audioempfänger SRC4392 von der Marke Burr-Brown, der in der Lage ist, die Abtastfrequenz auf 24 Bit und 192 kHz umzuwandeln.


Die RIAA Korrektur des Phonoeingangs (auf dem nachfolgenden Bild unten rechts) wird vom Operationsverstärker Burr-Brown OPA2134 gehandhabt, einem sehr beliebten Model im Audiobereich.

Operationsverstärker dieses Typs befinden sich ebenfalls im Zentrum der Signalverarbeitungs-Filter (Anti Aliasing), die sich vor dem Analog-Digital-Wandler befinden, ein Model Cirrus Logic CS5351, das Signale von 24 Bit und 192 kHz lesen kann (diese Teile befinden sich in der linken Partie des Fotos).


In der oberen, rechten Partie sehen wir den Tuner sowie ein Schaltnetz für die Analogeingänge (damit versteht sich auch der Aux-Eingang der Fassade, dessen Signale über die breiten Kabel des weißen Anschlussteils kommen). Es handelt sich hierbei um einen NJM2755 der New Japan Radio Company (JRC). Über dem Rahmen, der eine interne Festplatte für die Speicherung gerippter CDs beherbergt, befindet sich eine Karte, auf der sich die Netzwerkschnittstelle befindet, die Verwaltung des CD-Players, zwei USB A Eingänge sowie der HDMI Ausgang, der die sich auf der Fassade befindenden Anzeige auf einen Fernsehapparat übertragen kann, um so maximalen Gebrauchskomfort zu bieten.


Die USB A Eingänge werden von einer Terminus FE1.1s Schaltung (4 Eingänge mit Hub USB 2.0 High Speed) verwaltet, die Netzwerkschnittstelle dagegen von einem Atheros AR8035 Chip.

Signale, die vom Netzwerk her gesendet werden, werden danach von einem abgekühlten Verbundlamellenkühlkörper behandelt.

Eine PL-2571 Schaltung des Fabrikanten Profilic ist für die Schnittstelle des CD-Players und dem Rest der Elektronik zuständig, wohingegen die Festplatte direkt von dem auf der Karte platzierten Prozessor verwaltet wird.


Die Analog-Digital-Umwandlung, die Filterung, die Symetrisierung der Signale sowie die Verstärkung der Kopfhörer finden auf einer spezifischen Karte statt.

Der Analog-Digital-Umwandler des Models Hyperstream ESS Sabre ES9018 wandelt alle Signale, ganz egal welche, in 32 Bit und 192 kHz Signale um. Dieser Chip verfügt über acht Eingänge, von denen allerdings nur zwei benutzt zu sein scheinen. Oft werden acht Eingänge in zwei parallelen Vierer-Gruppen montiert, um das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern.

Die Filterung findet über den Operationsverstärker OPA2134 statt, es gibt insgesamt sechs Filter: zwei für die asymmetrischen Stereoausgänge und vier für die symmetrischen Stereoausgänge. Die Signale für die Phaseninversion für jedes Kabel kommen direkt vom DAC ES9018. Als Kopfhörer-Verstärker (unten links auf dem Foto) findet man das Model TPA6102A2 der Marke Texas Instruments und dieses verfügt ebenfalls über einen Kühlkörper.

Benutzung, Hörerlebnis

Die Benutzung des CA-X40 ist angenehm und seine Netzwerkverbindung bereitet überhaupt keine Probleme. Bei der Steuerung über die Fernbedienung sowie über das Display auf der Fassade sieht es genauso aus.

Über die integrierte Qobuz-App hören wir nun die Alpensymphonie von Richard Strauss, interpretiert vom Sainen Kino Orchstra und dirigiert von Daniel Harding. Das Netzlaufwerk CA-X40 bietet uns eine ausfüllende und lebendige Klangwiedergabe, detail- und farbenreich, ausdrucksstark. Der Klang lädt einen zum Träumen ein, vor dem inneren Auge schweben wunderschöne Bilder, die das Werk optisch begleiten.

Nun folgt das sehr schöne Album Vespri per l'Assunzione di Maria Vergine von Vivaldi in 24 Bit und 44,1 kHz, aufgenommen von Rinaldo Allessandrini und dem Concerto Italiano. Es scheint zwar, als ob das eigentlich dynamische und etwas aneckende Werk hier etwas zu sanft und lieb rüberkommt (Aber nur etwas, wir reden hier von nichts dramatischem!), trotzdem wird man aber von der schillernden Schönheit des Sounds gefangen.

Beim Titel Roar, das auf dem Album Prism von Katy Perry zu finden ist, spürt man leicht die Wandlung, die über den Prozessor Hyperstream des Umwandlungschips ES9018 erfolgt, wenn man leicht die Stimme der Sängerin akzentuiert. Die Wiedergabe bleibt ansonsten aber sehr lebendig und der Rhythmus des Songs reißt einen sofort mit.

Die Wiedergabe des llegro du Concerto in D für Violine von Mozart (die Testdatei ist in 2L.no) in DSD wird von einem USB-Stick an den Eingang der Fassade angeschlossen und ist flüssig, zeugt von einer außergewöhnlichen Feinheit und die Höhen der Violine erklingen mit einem leicht schrillen Unterton, die aber dennoch sehr angenehm bleiben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Cocktail Audio CA-X40 ein sehr respektables Gerät ist, das zahlreiche Möglichkeiten anbietet. Es ist in der Lage, viele unterschiedliche Dateiformate zu lesen und bietet außerdem die Qobuz-App an. Auch die Klang-Qualität dieses einfach-zu-bedienendem Gerätes stellt bis auf ein paar kleine Mangel eine wahre, musikalische Freude dar.

Spezifizierung Handbuch X12 auf der Cocktail Audio Seite Kontakt

Wir bedanken uns bei Son-vidéo.com, die uns den CA-X40 zur Verfügung gestellt haben.

Lesekapazität


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