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Lindemann Musicbook 20: ein "Qobuzmäßig" für diesen Vorverstärker und Streamer, der Qobuz integriert und eine überragende Klangwiedergabe ermöglicht!

Der deutsche Hersteller Lindemann integriert die Qobuz-App in CD-Qualität in zwei Geräten der Serie Musicbook, Version 2016, kompatibel mit dem DSD-Format. Die musikalische, klangliche Leistung des Musicbooks 20 hat uns begeistert und veranlasst uns dazu, ein klares "Qobuzmäßig" zu vergeben.

Von Sandra Zoor | Auf dem Prüfstand | 12. Februar 2017
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Qobuz

Die universelle Musikquelle - so taufte Lindemann seine Vorverstärker-Serie Musicbook mit integrierten Quellen, bestehend aus vier Modellen, die einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Sie konvertieren alle digitalen Audiodateien ins DSD-Format, Kopfhörerausgänge und funktionieren als Vorverstärker, wobei sie auch über analoge und digitale Eingänge S/PDIF verfügen.

Musicbook 10 enthält einen integrierten DAC USB, Musicbook 15 bietet einen zusätzlichen CD-Player (Slot-In-Typ). Unser hier unter die Lupe genommenes Musicbook 20 sowie das Musicbook 25 integrieren beide einen Netzwerk-Player in Hi-Res sowie die Qobuz App in CD-Qualität.


Lindemann bietet in der Serie Musicbook zwei Verstärker an, die in ihrer Ästhetik ganz harmonisch mit den universellen Musikquellen wirken. Beide Modelle, Musicbook 50 (2 x 80W) und Musicbook 55 (2 x 240W ou 1 X 450W), funktionieren in der Klasse D (Zerhackverstärker).


Präsentation

Die Box des Lindemann Netzwerkplayers Musicbook 20, ist ganz auf einer Linie mit der ursprünglichen Idee und erinnert an ein dickes Buch. Die Box ist aus massivem Aluminium gefertigt und präsentiert sich mit zwei Schalen, die wie ein Buchcover wirken und die Seiten sowie die Fassade umschlingen.


Der Play-Button ist in der linken Partie der Box angebracht, denn auf der rechten Seite befindet sich ein Lautstärkeregler sowie der Mute-Button, der es bei längerem Gedrückthalten ermöglicht, eine Quelle auszuwählen. Der USB-Anschluss unten links bietet die Möglichkeit, einen USB-Speicher anzuschließen (Stick oder externe Festplatte), während ein Standard 6,35 mm-Jack auf der gegenüberliegenden Seite platziert ist.

Die orangefarbene Anzeige leuchtet in drei verschiedenen Nuancen und zeigt somit die ausgewählte Quelle und die Frequenz der Abtastrate an, sofern es sich um eine digitale Quelle handelt (mit dem Dateityp, der vom Netzwerkplayer gelesen wird) und dient ebenfalls der Konfiguration über die Fernbedienung. Es ist ein schönes Objekt aus Aluminium und schwarzem Plexiglas, dessen Symbole zunächst überraschend sind, dessen Bedeutung aber ganz eindeutig ist.


Diese Fernbedienung dient nicht dazu, die Quellen, den Server des Netzwerks, den USB-Eingang oder auch den Online Musik-Service auszuwählen. Aus diesen Gründen muss die App Musicbook für iOS oder Android verwendet werden.

Anschlusstechnik

Analoges zu unserer Linken, Digitales zu unserer Rechten. So sind die verschiedenen Anschlüsse auf der Rückseite des Musicbook 20 gruppiert. Die beiden analogen Stereo-Eingänge liefern asymmetrische Signale (referenziert mit 0V, einer der beiden über Chinch) und symmetrischen Signale (der andere mit einem dreipoligen XLR). Dies will heißen, dass es sich um dieselbe Amplitude handelt, nur wird diese variiert. Dieser Verbindungstyp (der die Vorverstärker Musibook 50 und Musicbook 55 ausstattet) ist generell den Geräten gehobener Klasse vorbehalten.


Es liegen zwei digitale Ausgänge S/PDIF (ein koaxialer und ein optischer), die über das Menü deaktiviert werden können, vier digitale Eingänge S/PDIF (zwei koaxiale und zwei optische), ein RJ45 Stecker zur Kabelverbindung mit dem Netzwerk sowie ein Stecker für die WLAN Antenne vor. Zwei kleine Buttons dienen den Werkeinstellungen oder auch dem Starten der Updates von Firmware.

Umsetzung

Die Hauptplatine der Elektronik des Netzwerkplayers Lindemann Musicbook 20 beansprucht die gesamte Fläche der Box und ist mit größter Sorgfalt umgesetzt. Ihr liegt eine organisierte Methodik der Stromversorgung zugrunde, denn sie findet im linken Teil der Schaltung statt. Die Partie des Netzwerks befindet sich im Zentrum, die Dekodierung und die Vorverstärkung findet im rechten Teil statt.


Die Versorgung findet mit einem Modul statt, das auf die Hauptschaltung über Nylon-Stäbchen montiert ist. Dieses Modul liefert eine Spannung von +12V und dient dazu, mithilfe des Converters NCP3170 ON Semiconductor symmetrische Spannungen von ±12V herzustellen, die von zwei elektro-chemischen Kondensatoren von 2200 µF/16V gefiltert werden, um die analoge Partie zu versorgen und eine Spannung von +5V aufzubauen.


Die Grafik zeigt auf der Vorderseite ebenfalls einen USB A Anschluss, der mit der Netzwerkkarte verbunden ist.

Unten sehen Sie in größerer Aufnahme die Netzwerkkarte, ein SeDMP3 Modul vom Hersteller Audivo, der ebenfalls den USB A Eingang regelt. Dort befindet sich auch ein SMSC DM860 Media-Netzwerk Prozessor, der mit einem dreifachen beschwingten ARM Herz mit 240 MHz und einer Übertragungs-Interface Ethernet Davicom DM9161 ausgestattet ist.


Die andere Seite der Netzwerkkarte ist mit einem WLAN-Chip ausgestattet, (Modell APM6991), einem Transformator zur Isolierung und Anpassung an das Ethernet Netzwerk sowie weiteren Anschlüssen.


Unter der WLAN-Karte befindet sich der Prozessor, ein 32 Bit Modell Atmel 32UC3A0512 und der Arbeitsspeicher sowie, im unteren Teil der Box, die Schaltung mit den eingehenden Signalen S/PDIF Wolfson WM8805 (acht Eingänge, 24 Bit/192 kHz) und ein Converter der Abtastrate Burr-Brown SRC4392, der alle digitalen Signale mit 24 Bit/192 kHz erfasst, bevor sie erneut von einem leistungsstarken digitalen Prozessor mit Analog Devices ADSP-BF532 Signal in DSD konvertiert werden.


Diese digitalen Signale werden anschließend von zwei DACs verarbeitet (einer pro Kanal), Wolfson WM8742, kompatibel mit 24 Bit/192 kHz und DSD. Die analogen Signale werden komplett von jeglichen digitalen Spuren anhand von Filtern aussortiert, die um die Verstärker Texas Instruments LME49724 organisiert und besonders leistungsstark sind, insbesondere in Bezug auf die Verzerrung (0,00003%) und Verringerung der Lautstärke.


Die analogen Signale passieren dann eine integrierte Regelschaltung der Lautstärke MAS6116, hergestellt von Micro Analog Systems.

Der Verstärker der Kopfhörer ist mit den Verstärkern LME49720 und Buffern LME49600 ausgestattet, die beide von Texas Instruments hergestellt wurden. Diese Buffer sind in der Lage, eine leistungsstarke Schaltung zu versorgen und verwenden ihre eigene angepasste symmetrische Versorgung mithilfe des Moduls Mean Well NS10-12D12 (10W) und ist mit einem Kühler versehen.


Höreindruck

Wir möchten Ihnen anhand diverser Screenshots die App Musicbook sowie die integrierte Qobuz App vorstellen.

- Die Suche der Geräte des Netzwerks im Setup


- Verbindung mit Musicbook


- Musicbook ist verbunden


- Auflistung der Quellen, darunter der Server der online verfügbaren Musik


- Online Musik-Services, darunter Qobuz


- Nachdem Qobuz ausgewählt wurde, wird nach den Benutzerdaten gefragt


- Die Qobuz Benutzerdaten wurden eingegeben


- Anzeige des Qobuz-Menüs


- Entdeckungen


- Entdeckungen nach Genre


- Die Neuheiten bei Qobuz in allen Genres


- Käufe


- Abspielen eines Albums


Angeschlossen an unseren eher modesten Sony UDA-1 Verstärker, liefert uns der Lindemann Musicbook 20 Momente puren musikalischen Genusses, wenn wir die fabelhafte Version der Messe Solennelle de Sainte Cécile von Gounod, interpretiert vom SWR Sinfonieorchester hören, mit einem so beeindruckenden Sanctus, bei dem die Stimmen und das Orchester mit ihrer Pracht Gänsehaut erzeugen!

Dasselbe Gefühl dieser klanglichen Schönheit bekommen wir bei den Auszügen aus Carmina Burana von Carl Orff mit dem London Philharmonic Choir und dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Hans Graf. Das Musicbook 20 gibt das Farbenreichtum dieses Werks sowie die Dynamik (selbst im Pianissimo) meisterhaft wieder und all das mit einem weiten Klangbild.

Wir können nicht eindeutig klären, ob dies mit der doppelten Konvertierung zusammenhängt (24 bits à 192 kHz, puis DSD). Unser beliebtestes Hörbeispiel, das Allegro ma non troppo des Violinkonzerts von Beethoven mit Vera Beths, begleitet vom Ensemble Tafelmusik unter der Leitung Bruno Weils, bestätigt uns wohlklingendes Timbre und keinen sensiblen Anstieg in den hohen Registern.

Einen intensiven Hörgenuss gewinnen wir auch beim Test des Kopfhörerausgangs und dem Titel Isn't It A Pity des Albums All Things Must Pass von George Harrison. Die klangliche Wiedergabe verleiht dem Song, der ohnehin schon in Spiritualität gebadet ist, eine noch intensivere Schönheit. Die Solostimme und Chöre sowie die instrumentale Begleitung wiesen keinerlei Schwäche auf, sowohl was die Bandbreite anbelangt, als auch die Dynamik.

Letztlich möchten wir uns nicht nur darauf konzentrieren, dass dieser Vorverstärker und Netzwerk-Player Musicbook 20 von Lindemann die Qobuz App "nur" in CD-Qualität anbietet, denn alle weiteren Charakteristika von der Konzeption bis hin zur Verwendung und den Klangresultaten sind es allemal wert, gelobt zu werden.

Technische Besonderheiten
Bedienungsanleitung
Website Lindemann



Lesekapazitäten

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