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Gorillaz aus introspektiver Sicht

Die Band um Damon Albarn zeigt mit ihrem neuen Album, dass es auch poppiger und melancholischer geht...

Von Charlotte Fiedler | Video des Tages | 5. Juli 2018
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Qobuz

Damon ist immer irgendwo in der Nähe. Bei der Tournee mit Gorillaz im Jahre 2017 brütet er auf den sonnig strahlenden Hoteldächern Amerikas The Now Now aus und sichert es auf der Software GarageBand. Elf Tracks, die er mit Jamie Hewlett und seinem Team zusammen austüftelt. Der Anführer von Blur vermeidet es diesmal, viele Leute um sich zu scharen. Keine überlange Gästeliste – an die 15 Leute, angefangen bei Pusha T, dann weiter mit Peven Everett bis hin zu Benjamin Clementine – die das ein Jahr zuvor erschienene Humanz überflutete.

The Now Now wirkt wie ein Negativ. Bezeichnet man Humanz als kollektiven und extravertierten Hip-Hop, so lässt sich The Now Now als vertraulicher und melancholischer Pop (Fire Flies) betiteln. Dieses sechste Werk scheint sich wie in freier Natur grenzenlos breitzumachen, sich jedwedem Einfluss zu entziehen und mit Studioaufnahmen nichts zu tun haben zu wollen, obwohl es gleichzeitig sehr introspektiv ist.

Es begnügt sich mit der Crème de la Crème, ist aber bei weitem nicht überholt und verwöhnt uns mit George Benson (an der Gitarre in Humility), Snoop Dogg und Jamie Principle (Hollywood). Damon verkürzt die Tracks um die Hälfte und entfernt sich von Crossovern wie Funk-Dub-Reggae-Dance - also einer Art Palimpsest, das auf der Bühne haltlos und schwer verdaulich wäre. Reinster retro-futuristischer Groove, ganz einfach. Damon bestätigt, dass er notfalls noch einen ganzen Haufen anderer Dinge zu sagen hätte.



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