Charles Bradley lebt!

Ein zauberhaftes, posthum veröffentlichtes Album einer großen Stimme der Soul-Musik.

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 22. November 2018
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Am 23. September ist eine große Stimme des Soul von uns gegangen. Am 5. November hätte Charles Bradley seinen 70. Geburtstag gefeiert. Für Daptone Records eine Gelegenheit, mit dieser posthumen Platte zum letzten Mal diesen Künstler ins Rampenlicht zu stellen, dessen Studioalben sich an den Fingern einer Hand ablesen lassen. Insgesamt sind es drei, aber genug für Bradley, um sich in der großen Familie des Modern Soul einen wohlverdienten Platz zu sichern. Black Velvet ist ein Streifzug quer durch seine Karriere, und zwar mit einem Dutzend unveröffentlichter Songs, die im Studio bei den Sessions für die drei vorangegangenen Alben eingespielt worden waren: No Time For Dreaming (2011), Victim of Love (2013) und Changes (2016). Ein funkiges Duo mit seiner Freundin LaRose Jackson gibt es in Luv Jones, romantische Instrumentals der Menahan Street Band in Black Velvet (wo seine Stimme leider nicht zu hören ist), und auch Bradleys Vorliebe für allerlei Coverversionen kommt zur Geltung. Das geht von Nirvana (Stay Away) bis hin zu Rodriguez (Slip Away) und Neil Young (Heart of Gold), aber jeder Titel ist ein Augenblick voller Liebe und purer Emotion. Hört man ganz genau hin, so wird man davon sehr berührt sein, und bei diesem I Feel A Change erst recht, denn es scheint schon anzudeuten, dass der Sänger auf dem Weg ins Jenseits ist.



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