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Bettye LaVette verkleidet sich als Dylan

Von Charlotte Fiedler | Video des Tages | 11. April 2018
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Qobuz

Eine große Soulstimme, die wiederauferstanden ist. Engagierte Songs, die in das Great American Songbook eingegangen sind. Hier handelt es sich um ein Projekt aus den sechziger Jahren (aber nicht nur…), das im geteilten und aufgebrachten Amerika der Präsidentschaft unter Trump jedoch ein wahres Echo findet. Bettye LaVette widmet diese Platte Bob Dylan, denn sie besteht ausschließlich aus Coverversionen seiner Songs, und somit lässt sie ihre Stimme im eigentlichen und im übertragenen Sinn erklingen. Das von Steve Jordan produzierte Things Have Changed featured insbesondere Keith Richards und Trombone Shorty, und wechselt also zwischen Soul, im Vintage- und aktuellen Stil, und präsentiert andererseits auch Uppercuts mit etwas Funk, ja sogar Rock. Die aus Michigan stammende, über 72 Jahre alte Soul Sister beweist vor allem, dass ihre Stimme noch lange nicht ausgedient hat…

Schon 2005 hatte LaVette mit dem Album I’ve Got My Own Hell To Raise ein hübsches Comeback gefeiert, wo auch schon zahlreiche Coverversionen von Sinéad O'Connor, Lucinda Williams, Joan Armatrading, Rosanne Cash, Dolly Parton, Aimee Mann und Fiona Apple zu hören waren. Zwei Jahre später bestätigte sie auf The Scene Of The Crime mit Coverversionen von Eddie Hinton, George Jones, Willie Nelson, Ray Charles, John Hiatt und Elton John, dass ihre Stimme nach wie vor keinen Abbruch erlitten hat. Und da aller guten Dinge drei sind, entdeckte man sie dann auf dem im Jahre 2010 veröffentlichten Interpretations: The British Rock Songbook mit beliebten Kompositionen der Beatles, Rolling Stones, Traffic, Animals, Led Zep, George Harrison, Pink Floyd, Ringo Starr, Paul McCartney, Moody Blues, Derek & The Dominos und The Who… Der aktuelle Jahrgang 2018 steht jedoch über den anderen, da sich die Sängerin Bob Dylans Repertoire auf umwerfend ehrliche Weise angeeignet hat. Das ist hohe Kunst. © Max Dembo/Qobuz





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