Dali Sound Hub: Die ergänzende Komponente zum direkten Anschluss von Callisto-Lautsprechern!

Der Sound Hub Dali ist unerlässlich, wenn Sie in einer drahtlosen Verbindung das Beste aus den angeschlossenen Lautsprechern Callipso 2C oder 6C herausholen wollen. Darüberhinaus kann er aber auch als universeller Vorverstärker verwendet werden, da er mit seinem vorverstärkten Stereoausgang für sehr gute Klangergebnisse sorgt...

Von Sandra Zoor | Auf dem Prüfstand | 21. Oktober 2018
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Qobuz

Auch wenn es für den Betrieb der Dali Callisto 6C und 2C nicht unbedingt erforderlich ist, so ist der Sound Hub doch so ausgelegt, dass er die Lautsprecher im drahtlosen Modus speisen kann. Tatsächlich kann der Sound Hub sehr gut als Vorverstärker für andere Modelle von verstärkten Lautsprechern oder für einen Verstärkerblock verwendet werden, da er einen vorverstärkten Stereoausgang an Cinchbuchsen hat. Er hat auch einen Subwoofer-Ausgang, der nur dann aktiviert ist, wenn er mit einem bestimmten Modell der Marke in drahtloser Verbindung mit dem Sound Hub verwendet wird.

Es muss jedoch mit dem optionalen BluOS-Modul (das sehr einfach zu installieren ist) ausgestattet sein, das dank der gleichnamigen Anwendung von einem Smartphone unter iOS oder Android aus gesteuert werden kann, die Qobuz in Hi-Res integriert und von Bluesound/NAD entwickelt wurde - ansonsten wird es über seine Bluetooth-Fernbedienung oder direkt über die Bedienelemente auf der Vorderseite gesteuert.


Präsentation

Der Sound Hub von Dali zeigt sich in modernem, aber nicht gerade wahnsinnig fröhlichen Design, mit einem geformten Harzgehäuse in satiniertem anthrazit. Seine Vorderseite ist mit einem kleinen Bereich mit drei Tasten und einem großen Multifunktionsrad bestückt, das ein Multifunktions-Display integriert, wobei alle diese Elemente eine angenehme Titanfarbe angenommen haben, während die Oberseite des Gehäuses mit einer getönten dicken Glasplatte versehen ist.


Diese Tasten sind Start/Stop, Stummschaltung und Quellenauswahl zugeordnet. Ein kleines Symbol der ausgewählten Quelle leuchtet am Rand der Anzeige auf und ändert sich bei jedem Drücken der Auswahltaste. Beim Stummschalten ersetzt es die durch Drehen des Knopfes eingestellten Lautstärkewerte mit zwei horizontale Balken.

Verschiedene andere Einstellmöglichkeiten können über die Tasten und das Rad konfiguriert werden, wie z.B. Auto-Sensing / Auto Power-On, das im Standby-Modus eine aktive Quelle erkennt und den Sound Hub einschaltet, oder die Intensität der Anzeige ändert.

Auf der Oberseite der Box gibt ein Anzeigebereich Auskunft über die angeschlossenen oder anzuschließenden Lautsprecher bei der Kopplung mit Callisto 2C oder 6C, in einer Stereo-Konfiguration wie etwa Mehrkanal 5.1 oder 7.1.

Anschlusstechnik

Auf der Rückseite des Dali Sound Hub befinden sich zwei Steckplätze für optionale Module, wobei unser Modell mit dem BluOS-Modul ausgestattet ist, das mithilfe der App des gleichen Namens betrieben wird, und mit einem Druckknopf zwischen diesen beiden Steckplätzen den Kopplungsvorgang mit Lautsprechern Callisto 2C und 6C startet - oder einer Mischung aus beiden, wenn dies in der bereitgestellten optionalen Erweiterung mehrkanalige Konfiguration möglich ist.


Im unteren Teil finden wir eine USB-A-Buchse zum Aktualisieren der Firmware, die Koaxialbuchse für das Netzteil, die beiden optischen Eingänge und den Koaxialeingang für die S/PDIF-Signale, einen Stereo-Analog-Eingang an der 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen weiteren an den RCA-Buchsen, und schließlich den Ausgang für einen Subwoofer und Stereoausgänge mit variablem Pegel (Pre-Out), wenn Sie den Sound Hub als klassischen Vorverstärker verwenden möchten, der mit einem Stereoverstärkerblock oder mit den Callisto-Lautsprechern oder andere Aktivlautsprecher mit einem analogen Eingang für kompatible Verbindung, angeschlossen wird.

Ausführung

Die interne Struktur des Sound Hubs aus Harz ist ausreichend entwickelt, um dem Layout der verschiedenen von der Elektronik verwendeten Karten gerecht zu werden, wobei sich die Hauptkarte natürlich im unteren Bereich befindet und zwei optionale Module aufnehmen kann, deren Verbindung direkt mit der Leiterplatte auf großen, mit parallelen Spuren versehenen Bändern erfolgt, die über eine flexible Schaltung zu einer Verbindung mit der Hauptkarte führen.


Das Netzteil nimmt die Hälfte der Fläche der Hauptplatine ein (sie hat dort viel Platz!) und man kann im Bereich der Vorderseite eine metallbeschichtete Kunststoffstruktur sehen, die Lichtkanäle für die Hintergrundbeleuchtung der Synoptik der verwendeten Lautsprecher auf der Oberseite der Box umreißen. Die Module WLAN (SMSC Microchip DWAM83) und Bluetooth (Sierra Wireless BC127HD, kompatibel mit aptX und aptX HD) befinden sich in klar abgegrenzten Bereichen, um den bestmöglichen Empfang zu gewährleisten.


Nachfolgend sehen wir die verschiedenen integrierten Schaltungen des Digitalwandlers. Unten rechts befindet sich die Burr-Brown-Schaltung PCM1863, die eingehende analoge Signale über die Aux-In und RCA-In- Buchsen in digitale 24-Bit-Signale bei 96 kHz umwandelt. Ebenfalls rechts im oberen Teil befindet sich ein Asynchronous Sample Rate Converter (ASRC) Burr-Brown PCM9211, der alle eingehenden digitalen Audiodateien, unabhängig von ihrer ursprünglichen Abtastung, in 24-Bit-Dateien bei 96 kHz umwandelt, wobei Dali in seiner Literatur angibt, dass es sich um das Abtasten von digitalen Audiosignalen handelt, die über die drahtlose Verbindung übertragen werden. Es ist auch dieser PCM9211-Chip, der die optischen und koaxialen digitalen Eingänge steuert und verwaltet und auch drei PCM-Eingänge besitzt, die unserer Meinung nach für die vom Prozessor verarbeiteten Ethernet-Signale und die von den optionalen Modulen gelieferten Signale verwendet werden.


Oben links befindet sich ein Controller D2805 von STMicroelectronics, der die integrierten Schaltungen mit Strom versorgt. Unten befindet sich die Decodierschaltung für Audiosignale, die über Ethernet, von koaxialen oder optischen digitalen Eingängen übertragen werden. In diesem Fall handelt es sich um einen digitalen Audioprozessor Analog Devices ADAU1451. Drei SN74CB3Q3253 Multiplexer (in der Mitte) leiten digitale Audiosignale, entweder von den optionalen Modulen oder dem Analog-Digital-Wandler PCM1863 zum SRC PCM9211.

Im Prinzip werden die Signale nach der Verarbeitung durch den SRC wieder vom digitalen Audioprozessor ADAU1451 unterstützt, um gefiltert zu werden - oder nicht, falls kein Subwoofer vorhanden ist.

Tatsächlich stellen wir fest, dass es sich um einen Burr-Brown Analog-Digital-Wandlungschip PCM5122 (32-Bit-kompatibel bei 384 kHz) handelt, der die analogen Signale mit variablem Pegel direkt an die Stereo-Cinch-Ausgangsbuchsen liefert, während die analogen Signale des Subwoofer-Ausgangs von einem Analog-Digital-Wandler UDA1334B von NXP kommen, der 24-Bit-kompatibel bei 96 kHz ist. In der Nähe dieser Chips befindet sich ein 3,3 V Controller AZ1117CH-3.3 des Herstellers Diodes Incorporated, der zum Teil ihre Stromversorgung bereitstellt.

Hörprobe

Wir haben mit dem Sound Hub mit seinen vorverstärkten Ausgängen einmal probegehört, die maximal mit dem Line-Eingang unseres Sony UDA-1-Volumendrosselverstärkers verbunden sind, wobei der Pegel über den Sound Hub eingestellt wird. Die verwendeten Lautsprecher waren unsere Triangle Antal Anniversary.

Tatsache ist, dass sich der Sound Hub Dali unter diesen Bedingungen wie ein hochwertiger, feiner und präziser Vorverstärker verhält, mit einem Hauch Koketterie im oberen Bereich (hier nicht sehr auffällig bei Schubert, etwas mehr bei den Stimmen der Bee Gees, aber nicht ausgeprägt in Zusammenhang mit den Callisto 6C) und uns eine sehr schöne Klangwiedergabe der großartigen Interpretation der Klaviersonate Nr. 21 D960 von Maria João Pires bietet, bei der die ganze Poesie und Sensibilität dieses Werkes von Schubert durch das Spiel des Pianisten zum Ausdruck kommt.

Wir hörten auch mehrere Tracks aus dem Album Size Isn't Everything von den Bee Gees, auf Lautsprecher, dann mit den Hifiman Sundara-Kopfhörern, die wir vor einiger Zeit getestet hatten. Die Klangwiedergabe ist im Allgemeinen sehr gut: Präsenz, Bandbreite und ein großes Spektrum, das hohe Frequenzen begünstigt (wahrscheinlich der Effekt der Abtastratenkonvertierung), was Barry Gibbs‘ Falsettstimme noch etwas verstärkt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Dali Sound Hub Vorverstärker, wenn er eine Gesamtklangwiedergabe von sehr guter Qualität bietet, die mit unseren Verstärkern und Referenzlautsprechern verwendet wird, eindeutig in Begleitung der Lautsprecher Callisto 6C noch bessere Ergebnisse bietet, da er mit diesen die leicht extravaganten Höhen in Zaum hält. Ein Qobuzissimo für den Sound Hub in Verbindung mit den Lautsprechern Callisto 6C.

Kurzanleitung
Bedienungsanleitung
Website des Herstellers

Preis Sound Hub: 650 €
Preis BluOS Module: 500 €

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