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Fats macht sich davon

Im Alter von 89 Jahren klappte der große Fats Domino nun für immer sein Klavier zu…

Von Sandra Zoor | Artikel des Tages | 27. Oktober 2017
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Qobuz

Sieben Monate nach Chuck Berrys Tod verschwindet also ein weiterer, 89 Jahre alter Gründervater des Rock von der Bildfläche: Antoine Domino Jr., Fats für die engsten Freunde, weilt seit dem 24. Oktober 2017 nicht mehr unter uns. Und dieses Mal ist es für alle Zeiten. Schon nach dem Wirbelsturm Katrina im Jahre 2005 hatten nämlich ein paar amerikanische Medien den am 26. Februar 1928 in New Orleans geborenen, genialen Sänger und Pianisten des Rhythm & Blues begraben gesehen. Ein Gründervater des Rock & Roll, wenn nicht sogar ein König. Der King Elvis Presley höchstpersönlich vergaß nie, uns daran zu erinnern, dass das wohlbeleibte Genie mit dem unnachahmlichen synkopierten Stil, das man allzu oft auf einen einzigen Klassiker, nämlich Blueberry Hill reduziert, der eigentliche King war.

Als jüngstes von acht, in englischer Sprache erzogenen Kindern einer katholischen Kreolenfamilie, verlässt Fats Domino die Schule schon mit 11 Jahren, um in der Fabrik zu arbeiten. Er liebt Musik, von den Gospel-Liedern während der Messe bis hin zum alten Grammophon in der Familie. Daher bringt er sich selbst das Klavierspielen bei und mit 14 Jahren hört man ihn zum ersten Mal in einem Klub Boogie-Woogie spielen. Er ist 21, als der Boss des Labels Imperial, Lee Chud, ihn zum ersten Mal unter Vertrag stellt. Den Namen Fats Domino, der sich auch auf Fats Waller bezieht, gibt er ihm wegen seiner imposanten Korpulenz. So spielt er dann eine neue Fassung des The Junker's Blues ein, die er mit The Fat Man betitelt. Das wird sofort ein großer Erfolg im Radio und eine Inspirationsquelle für den zukünftigen Rock & Roll. Andere Hits sollten noch folgen.

Goin'Home, Ain't that a Shame, I'm Walkin', All by Myself, Poor Me und dieser berühmte Blueberry Hill werden auf der ganzen Welt immer wieder neu interpretiert, angefangen bei Elvis, über Johnny Hallyday und Celine Dion bis hin zu Elton John! Fats Domino war zwar weniger charismatisch als Jerry Lee Lewis oder Little Richard - die beiden anderen Pianisten auf diesem Gebiet - dem Anschein nach aber konsensträchtiger und stilistisch gesehen von ebenso großer Bedeutung.









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