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Triangle Elara LN05A: Qobuz-Exklusivität und Qobuzissime für einen pfiffigen aktiven Lautsprecher mit angenehmer Klangleistung!

Als Schlusslicht im Tonwiedergabesystem wird der Lautsprecher seit einiger Zeit nicht nur mit integriertem Verstärker gebaut, sondern manchmal auch mit einem richtigen kleinen Vorverstärker mit Quellenauswahl ausgestattet sowie mit externen Elementen, wie einer Vinylplatine oder einem CD-Leser, oder internen wie einem Bluetooth aptX-Empfänger. Und genau dies bietet Ihnen das neue Modell Elara LN05A von Triangle.

Von Sandra Zoor | Auf dem Prüfstand | 11. Oktober 2017
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Qobuz

Nach einem ersten Test für an diverse Quellen anschließbare verstärkte Akustiklautsprecher, den das Kompaktmodell Elara LN01A mit Bravour bestanden hat, und für den es mit einem Qobuzissime ausgezeichnet wurde, hat der französische Hersteller Triangle sein Angebot um ein neues Modell erweitert: eine Box, die auf dem passiven Lautsprecher Elara LN05 und einem Elektronikteil basiert, der im Großen und Ganzen demjenigen des LN01A entspricht, jedoch mehr Power bietet, nämlich 2 x 80W anstatt 2 x 50W.

Der Elara LN05 bereichert den Markt um ein exklusiveres, eleganteres Säulenmodell, das bei vielen Amateuren heiß begehrt ist und nur eine Quelle (oder mehrere) benötigt, um Musik zu senden. Diese Quellen können dank der beiden Eingänge auf Cinch-Buchse (eine für den Anschluss einer Vinylplatine) sowie des 3,5 mm Stereoeingangs auf Klinke analoger Art oder, über den Steckverbinder opto Toslink für S/PDIF-Signale und die kompatible Bluetooth-Verbindung, digitaler Natur sein. Fast ließe sich behaupten, dass man mit diesem Typ Lautsprecher ein praktisch autonomes Hi-Fi-System vor sich hat. Um dieser Frage nachzugehen, möchten wir die Lautsprechersäule Elara LN05A von Triangle gemeinsam mit Ihnen unter die Lupe nehmen.


Präsentation

Der Lautsprecher Triangle Elara LN05A präsentiert sich als kleine Säule in ziemlich schlichter, aber dennoch – wie wir finden – gefälliger Aufmachung, in einem weiß (oder schwarz) leicht seidenmatt lackierten Gehäuse mit abgerundeten Kanten.


Mit seinen relativ kleinen Abmessungen und dem verhältnismäßig geringen Gewicht ruht das Lautsprecher-System auf besonders schweren Standfüßen, damit trotz sehr graziler Form eine hohe Standfestigkeit am Boden gewährleistet ist.

Die Lautsprecher

In der Lautsprecherbox Triangle Elara LN05A wurden die gleichen Lautsprecher eingebaut wie bei der kleinen Schwester LN01A. Dank der Säulenkonstruktion, die erheblich mehr Volumen bietet, beherbergt sie zwei Lautsprecher für den Tiefton- und den Mitteltonbereich, die im Tieftonbereich parallel arbeiten und somit in dieser Tonlage ein volleres Klangerlebnis bieten. Für die mittlere Tonlage hingegen ist nur der unter dem Tweeter angeordnete Boomer zuständig, wobei der passive Filter die Bearbeitung der Frequenzen übernimmt.


Unterhalb des Boomers im unteren Teil der Frontplatte dieses Lautsprechers, die dem rechten Kanal entspricht und die gesamte Elektronik enthält, erkennt man zwei unauffällige kreisrunde Fenster. Das rechte verdeckt den Empfänger der Fernsteuerung und das linke schützt eine mehrfarbige LED-Quellenanzeige.

Gehäuse und Lautsprecher

Mit Wänden von einer Stärke von 18 mm und einer Frontplatte von 21 mm bietet das Gehäuse des Lautsprechers Elara LN05A eine hohe Stabilität, zumal diese mit zwei durchbrochenen Platten verstärkt ist, sogenannten „Stirnflächenverstärkungen“ , von denen sich eine, wie man auf der Abbildung unten sehen kann, in der Nähe des Ausschnitts für die Anschlussplatte auf der Rückseite befindet.


Triangle hat für seine Produktreihe Elara neue Speaker entwickelt, so insbesondere den Tweeter mit einer 28mm-Seidenkuppel, wodurch die Wiedergabe sehr angenehm ist.


Der Tweeter wird von einem leistungsstarken, kompakten Neodym-Magneten angetrieben und ist auf der Rückseite mit einem Kühlkörper zur Wärmeableitung ausgestattet, während die Vorderseite sich mit einem Treiber schmückt, der die Randeffekte dämpft und die Dispersion der hohen Frequenzen verbessert. Die Speaker für die tiefen und mittleren Tonlagen verfügen über eine konkave Membran mit einem Durchmesser von 135 mm aus speziell behandeltem Papier, der dem Ganzen eine höhere Festigkeit verleiht. Sie tragen zwei Ferritmagneten, von denen der eine mit den gegenüberliegenden Polen das Magnetfeld des anderen auf der beweglichen Spule konzentriert. Das Bassreflex-System der Speaker für die tiefen Tonlagen befindet sich im unteren Bereich der Frontplatte.


Anschlüsse

Die Anschlussplatte der Lautsprechersäule LN05A ist auf der Rückseite des rechten Lautsprechers angebracht. Dort befinden sich der zweipolige Anschluss für die Netzspannung und die Erdung, der Ein-/Aus-Schalter und der Lautsprecher-Anschlussblock für die rechte Box.


Die beiden S/PDIF-Digitaleingänge opto und coax sind ebenfalls Teil des Programms, sowie die beiden Analogeingänge, einer vom Typ Phono auf Cinch-Buchse und ein Hilfseingang AUX auf 3,5 mm Klinke, während die Auswahl des einen oder anderen mittels Schiebeschalter erfolgt. Für die Lautstärkeregelung ist ein Potentiometer vorgesehen und an der Cinch-Buchse kann ein Subwoofer angeschlossen werden.


Die Elektronik

Die Elektronik umfasst mehrere Karten. Die Stromversorgung, ein Schaltnetzteil, befindet sich ganz unten. Sie ist durch eine Aluminiumplatte zur Abschirmung gegenüber der Netzteile dieser Art inhärenten Strahlung von den übrigen Karten getrennt.


Zu den Verstärkern (2 Stück) hatten wir keinen Zugriff, aber wir glauben, dass es sich hierbei um das Modell TPA3116 von Texas Instruments (Klasse D) handelt.

Der Phono-Vorverstärker arbeitet mit RIAA-Filtern, die um zwei rauscharme Operationsverstärker des Typs ON Semiconductor MC33078 herum angeordnet sind. Am oberen Ende der Säule befindet sich die Karte mit den analogen und digitalen Eingängen, den Umschaltungen, der Lautstärkereglung, der Elektronikverwaltung, usw. Auf dieser S/PDIF-Schnittstellenkarte finden wir eine mit 24-Bit/192 kHz kompatible Cirrus Logic CS8416-Schaltung, den Digital-Analog-Wandlerchip, einen WM8761 Marke Wolfson, der ebenfalls mit 24-Bit/192 kHz kompatibel ist.


Zwei doppelte Operationsverstärker RC4458 Marke Texas Instruments bilden das Herzstück der aktiven Filter, aus denen der Subwoofer-Ausgang besteht. Überdies finden wir einen Chip von Princeton Technology Corp., Typ PT2314, zum Umschalten der Eingänge, zur Lautstärkeregelung, für die tiefen und hohen Tonlagen sowie die Mute-Verwaltung.

Zwei Operationsverstärker Typ RC4558 verstärken die Signale, bevor diese auf Verstärker gelangen. Darüber hinaus erkennen wir das aptX-kompatible Bluetooth-Empfangsmodul und den Verwaltungs-Microcontroller des Herstellers STC.

Hörtest

Für den Hörtest dieser Lautsprecherboxen des Modells Triangle Elara LN05A haben wir an den Opto-Eingang der Anschlussplatte einen digitalen Chromecast Audio angeschlossen und die mit Google Cast kompatible Qobuz-App von einem iPad aus verwendet. Somit konnte die gesamte Baugruppe Wandler-Verstärkung-Akustikausstattung bewertet werden.


Diese Elara LN05A Lautsprecher haben uns einen Musikgenuss ermöglicht, der denjenigen mit LN01A, den wir ebenfalls getestet hatten, sogar noch übertrifft, und zwar ganz besonders dank ihrer besseren Verankerung in den tiefen Tonlagen und aufgrund der schöneren Klangwiedergabe, die sie durch ihre höhere Leistung ermöglichen, sowie die Unterstützung der Klangwiedergabe durch den zweiten Lautsprecher für die tiefen Tonlagen.

Dies erwies sich bei der Wiedergabe des Werks Othello aus dem Album Dvořák, einer Einspielung des Londoner Philharmonieorchesters unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin, durch eine hohe und sehr schätzenswerte globale Dichte im unteren Bereich des Tonspektrums, welche den dramatischen Charakter dieses Werks unterstreicht, insbesondere bei den Streichinstrumenten in den tiefen Tonlagen. Die Klangsalven der Becken, die hier und da in dieser Ouvertüre Akzente setzen, zeigten gute Präsenz, ohne hart zu wirken, und betonen das Zerbrechliche der hohen Tonlagen.


In der sinfonischen Dichtung Ein Tag (Hi-Res 24 bit/44,1 kHz) im Leben des Martial Caillebotte, interpretiert von Michel Piquemal als Dirigent des Choeur Régional Vittoria D'ile De France und des Orchesters Pasdeloup, wird die erste Szene Der Sonnenaufgang mit Grandezza in einem musikalischen Gemälde voller funkelnder klanglicher Farbnuancen wiedergegeben. Das Klanggemälde Der Dichter präsentiert sich majestätisch schon bei den ersten Noten und gleitet sodann, hervorgehoben durch die gut gehaltenen und dichten Akkorde der Cellisten, in die tieferen und ernsteren Regionen ab, unterstrichen durch die Akzente der Blasinstrumente, ohne den geringsten Anflug von Härte zu zeigen. Beim Hören dieses musikalischen Gemäldes bemerkt man Das vorbeiziehende Regiment mit guter Präsenz der Schlaginstrumente, besonders der Pauken, die den Rhythmus dieses Marsches bestimmen.


Das letzte musikalische Zeugnis eines kürzlich verstorbenen großen Sängers, der Titel You Want It Darker des testamentarischen Albums von Leonard Cohen You Want It Darker wird von den Elara LN05A Lautsprechern mit einer Festigkeit und Melancholie (die auf dem Album sicherlich ein bisschen gewollt ist) wiedergegeben. Sie veranlasst uns, die Lautstärke mit der Fernsteuerung ein wenig zu reduzieren.


Eine spektakuläre Wiedergabe des ach so berühmten Titels The Great Pretender des Albums The Platinum Collection von Queen, wird der Raum mit Ungezwungenheit und ergreifender Präsenz erfüllt. Mit viel Bewegung, die tiefen Tonlagen fest und durchdringend – und die Elara LN05A Lautsprecher beweisen dabei ihren guten Willen - wird der Stimme überschäumende Freude und Ausdruck verliehen.


Die Lautsprecherboxen Elara LN05A von Triangle haben uns durch ihre Eleganz bestochen, aber auch, weil sie sich durch die Anschlussmöglichkeit an eine ganze Reihe analoger wie digitaler Quellen wie ein kleines Hi-Fi-System geben, und ebenfalls durch die äußerst wohlklingenden Wiedergabeergebnisse. Alles in allem haben sie sehr wohl ein Qobuzissime verdient!

Triangle-Website

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