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F-Aberwitz von allerhöchster Güte

Ein Qobuzissime für das Debütalbum des jungen Schweizer Musikers...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 11. Juli 2017
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Qobuz

Deutschsprachige Musik hat in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance erfahren und egal, welchen Radiosender oder Fernsehkanal man einschaltet, trifft man mit Sicherheit auf einen der jungen aufstrebenden Bands oder Solokünstler, die mit ihren Texten die Welt - oder wenigstens die deutsche Gesellschaft - verbessern wollen. In diesem ermüdenden Konglomerat deutscher Musiker lassen sich nur schwer Künstler ausfindig machen, die durch ihre Musik besonders hervorstechen oder die Musiklandschaft durch Außergewöhnliches und noch nie Dagewesenes bereichern. Bis jetzt. Der junge Schweizer Faber, Sohn des italienischen Liedermachers Pippo Pollina, verspricht dies nun zu ändern. Die bereits erschienenen Singles Alles Gute oder Es wird ganz groß ließen eine Originalität erkennen, auf die wir lange gewartet haben. Man möchte Schunkeln zu der Musik, die so traditionell nach heimischer Blaskapelle klingt, bis die ersten Songzeilen einen aufschrecken lassen - so verstörend ehrlich spricht er zu uns. Parolen wie "Wenn du am Boden bist, weißt du, wo du hingehörst" oder "Bleib dir nicht treu, sei niemals du selbst" klingen auf einmal wie die Ratschläge, auf die man schon so lange gewartet hat. So gern man Faber auch in eine Schublade stecken möchte - klingt er auf Lass mich nicht los nach Französischem Chanson und auf Alles Gute vielleicht nach der deutschsprachigen Version von Mumford & Sons mit einem Hauch Punk und einer Prise World Music - entflieht er mit jedem neuen Track der zuvor gefundenen Kategorie. Man könnte sagen, Fabers Musik wäre vor allem authentisch - wäre dieser Begriff nicht auch schon viel zu ausgelutscht, um diesen Künstler zu beschreiben. Mit diesem Debütalbum, Sei ein Faber im Wind, von Faber, dem wir ein "Qobuzissime" verleihen, macht deutsche Musik endlich wieder richtig Spaß: Musikalischer F-Aberwitz von allerhöchster Güte!





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