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Diana Krall back to Standards

Wenn sich die kanadische Sängerin und Pianistin dem Great American Songbook widmet...

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 6. Mai 2017
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Qobuz

Nach einigen Pop- und Bossa-Eskapaden und auch Ausflügen in die 20er und 30er Jahre, bei denen sie auf Tom Jobim oder Burt Bacharach traf, oder auch die Eagles und 10CC, besinnt sich Diana Krall mit Turn Up The Quiet auf den Jazz und die Tradition des Great American Songbook und findet bei dieser Gelegenheit ihren Glücks-Produzenten Tommy Lipuma wieder. Mit ihm hat sie bereits große Platten wie All For You, The Look Of Love und Live In Paris aufgenommen: "Ich denke schon seit geraumer Zeit an diese Songs", erklärt die Kanadierin. "Von einigen meiner besten Freunde umgeben zu sein hat mir ermöglicht, Geschichten exakt so zu erzählen, wie ich es möchte. Die Stimme zu senken ist manchmal das beste Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen..." Damit ist schon alles über diesen neuen Gipfelsturm der Raffinesse gesagt. Diana Krall ist zunächst eine Jazz-Pianistin, doch hat sie sich bei diesem Album in eine richtige Dirigentin verwandelt. Sie suchte selbst die Titel aus, komponierte Arrangements und bildete drei verschiedene Gruppen für die Aufnahme-Sessions. Seit der still und heimlichen Bekanntgabe dieses Turn Up The Quiet mit einer Wiederaufnahme von Blue Skies, bei dem sie vom Kontrabassisten Christian McBride und Gitarristen Russell Malone begleitet wird, steht das Dekor - vom allerfeinsten und zielstrebig bis zum Ende. Dasselbe Trio finden wir bei Dream von Johnny Mercer mit einem Arrangement von Alan Broadbent wieder. Bei einigen Titeln hat sich Diana Krall ein Quintett mit Karriem Riggins am Schlagzeug und Tony Garnier am Bass zusammengestellt. So ist I’ll See You In My Dreams um den Violinisten Stuart Duncan und Moonglow um den Gitarristen Marc Ribot bereichert. Die dritte Gruppe mit dem Gitarristen Athony Wilson, dem Bassisten John Clayton Jr. und dem Schlagzeuger Jeff Hamilton brilliert mit einer filmischen Qualität seiner Interpretationen, ganz besonders mit dem umwerfenden Cover von Sway…Mit diesem Album erscheint das Great American Songbook, gefiltert von Diana Krall, als wäre es verzaubert worden. Dort liegt die Stärke einer Platte, die man sich zunächst als gewöhnlich und glatt vorstellt, was sie jedoch keinesfalls ist! Ganz große Kunst!



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