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Boulez mit Barenboim

Eine Hommage an Pierre Boulez von Daniel Barenboim

Von Sandra Zoor | Video des Tages | 13. März 2017
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Qobuz

Natürlich rief der Name Boulez bei nicht gerade wenigen Hörern und Musikliebhabern entzürnte Reaktionen hervor, sowohl als Dirigent als auch als Komponist (ganz zu Schweigen von dem Effekt, den er als Agitator hervorrief). Nun, da er in die Geschichte eingegangen ist, wird der Name Pierre Boulez mit klarem Kopf reevaluiert, ohne dass er allzu große Kontroversen auslöst. Deutsche Grammophon veröffentlicht ein album, auf dem einige Schüsselwerke von Boulez präsentiert werden, dirigiert von Daniel Barenboim. Zwischen Boulez und letzterem bestand eine künstlerische Beziehung, die durch ihre Dauer, Höhen und Tiefen nur wenig Äquivalenz zur Musikgeschichte aufweist. Alles begann im Juni 1964 in der neuen Berliner Philharmonie. Barenboim spielte das Concerto No. 1 von Bartók unter der Leitung von Boulez. Ebenfalls auf dem Programm: Doubles des französischen Komponisten, was dem damals nur 21-jährigen Pianisten den ersten Eindruck einer neuen musikalischen Welt gab, die er mit großem Enthusiasmus verfolgte, als er das Orchestre de Paris dirigierte und für das er die Notations pour orchestre von Boulez bestellte. Die beiden Männer vertieften ihre Beziehung, als Barenboim in Chicago und später in Berlin lebte. 2007, auf den Salzburger Festspielen, war Boulez der erste Musiker, der Barenboims West-Eastern Divan Orchestra dirigierte. 2012 brach das Orchester zu einer Tournee mit Barenboim und einem Beethoven/Boulez Programm auf, bei dem er die Sinfonien des ersten mit fünf Opus des zweiten gegenüberstellte. All die Werke des Albums Hommage à Boulez wurden während des Konzerts in der Royal Albert Hall in London im Juli 2012 aufgenommen, einige 2010 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Dieses Musikgenre wird übrigens besonders in seiner Liveaufnahme in den Vordergrund gerückt, was dem Werk seine starren Charakteristika nimmt und ihm eine Spannung verleiht, da der Interpret in diesem besonderen Moment "der Gefahr" ausgesetzt ist.



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